Herkulesaufgabe für den Vogelheimer SV

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Mohamed Bouazza und der VSV stehen mit dem Rücken zur Wand. (Photo Gohl)

Mit dem Rückrundenstart am Sonntag, blickt Landesligist auf eine prekäre Tabellensituation. Die Kicker vom Lichtenhorst stehen auf einem Abstiegsplatz. Für Trainer Sascha Hense ist die Situation - obwohl natürlich nicht gewünscht - wenig überraschend.

Die durchwachsene Hinrunde, die der VSV auf dem vorletzten Tabellenplatz beendete, fasst Vogelheims Linienchef Sascha Hense als eine Lernphase zusammen. Nach der Neustrukturierung und Akquise vieler neuer, junger Spieler sei die Platzierung verständlich. Er präzisiert weiter: „Die Qualität hat gefehlt“. Hense spricht hier nicht das fußballerische Können seines Kaders in Abrede, sondern moniert die fehlende Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor. Auch etwas, dass man lernen muss. In der Tat stand sich der VSV in der Hinrunde in vielen Spielen oft selber im Weg. Gerade gegen spielschwächere Mannschaften fehlte die zwingende Notwendigkeit, Tore zu schießen, beziehungsweise den Zug nach vorne gestalterisch anzunehmen. Hense analysiert, dass die unnötigen Niederlagen, das Team geschwächt und verunsichert hätten: „Irgendwann ist das auch eine Kopfsache.“ Der Trainer hat die Winterpause genutzt, um Fehler im Umschaltspiel und im Defensivverhalten zu adressieren. Zum Rückrundenauftakt kommt neben der ungünstigen Ausgangslage aber auch noch eine veränderte Personalsituation erschwerend hinzu.

Leistungsträger fallen weg

Kim Dedek, Jeff Haruna und Fadi Hassouni sind die prominentesten Abgänge die der Vogelheimer SV verkraften muss. Mit Haruna fehlt Hense in der Vorwärtsbewegung ein „offensiver Unruheherd“, der die gegnerischen Abwehrreihen stets strapazierte. Gemessen an der derzeitigen Personalsituation ist der Wegfall des langjährigen Abwehrregisseurs Fadi Hassouni jedoch gravierender. Denn auch Hassounis Defensivpartner Patrick Laschke wird den Vogelheimern aufgrund eines Mittelfußbruchs die restliche Saison nicht zur Verfügung stehen. Der Ausfall des 1,90-Mannes trifft Hense hart: „Einfach nur eine traurige Geschichte. Patrick hat in der Hinrunde einen richtig guten Eindruck gemacht.“ Aber natürlich war der VSV auf dem Transfermarkt nicht untätig. Unter anderem wurden Keeper Sven Rasmus und die Mittelfeldakteure Assoko Marc Grobri und Ömer Özmen verpflichtet. Laut Hense Spieler, die die Ärmel hochkrempeln können und – was wichtiger ist – „den Abstiegskampf kennen“.

Die nächsten sechs Spiele entscheiden

Denn in dem befindet sich der Vogelheimer SV schon seit Mitte der Hinrunde. Ganze sieben Zähler trennen die Nordost-Essener vom sicheren zehnten Platz. Von 13 Spielen konnte die Hense-Elf nur zwei gewinnen. Die 38 Gegentreffer im laufenden Wettbewerb sind ligaweiter Tiefstwert. Viel Arbeit für Sascha Hense und seine Recken. Doch Hense ist sich sicher: „Wir werden hochmotiviert in das kommende Spiel gehen.“ Und fügt dem bei, dass die Ergebnisse aus den kommenden sechs Spielen über den Verbleib in der Landesliga entscheidend sein werden. „Gegen den Abstieg“, da ist Hense zuversichtlich, „werden wir uns mit aller Macht wehren.“ Die Mission Klassenerhalt beginnt für den Vogelheimer SV am Sonntag um 15 Uhr auswärts beim VfB Speldorf. Der ehemalige Oberligist steht auf dem neunten Tabellenrang.
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