Klassenerhalt abgeschrieben: SpVg Schonnbeck schießt Vogelheim im Derby mit vier Treffern ab

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Entdeckten vergessene Tugenden wieder: Trotz guter Anfangsleistung holte sich der Vogelheimer SV eine 4:0-Packung von Schonnebeck ab. Fotos: Gohl
 
Die Tormaschine von Schonnebeck lief erneut zu Hochtouren auf.

Am Sonntag trafen die beiden Landesligisten Schonnebeck und Vogelheim am Schetters Busch aufeinander: Das Derby zwischen Ligaprimus und Tabellenschlusslicht. In der Bezirksliga empfing die SG Altenessen die Adler Union Frintrop.

Das mäßige Wetter am Sonntagnachmittag hinderte 300 Zuschauer nicht, die Partie Vogelheim gegen die SpVg zu sehen. Für beide Teams stand viel auf dem Spiel. Spitzenreiter Schonnebeck braucht jeden Punkt, um sich Verfolger Duisburg vom Leib zu halten und der VSV stand mitten im Abstiegskampf. „Stand“, ist hier schon richtig. Der VSV verlor das Nord-Derby 0:4. Vogelheims Linienchef Sascha Hense gab nach dem Match zu Protokoll, dass der Abstiegskampf nun endgültig verloren sei.

Guter Start für VSV

Wenn man den Anfang der Partie miteinbezieht, ist diese Einschätzung umso tragischer. Denn der VSV begann gut. Die Gäste aus Vogelheim traten in der Anfangsphase selbstbewusst auf - so gar nicht wie ein Tabellenschlusslicht. Den Schonnebeckern gelang im Zentrum wenig, folgerichtig verlagerten sie ihre Angriffsbemühungen auf die Flügel, doch auch hier wollte das gefährliche Offensivspiel vorerst nicht gelingen. Das lag auch in Teilen daran, dass der VSV gut organisiert stand und Zweikämpfe gewann. Beinahe schon eine vergessene Tugend bei der Hense-Elf. In der ersten Halbzeit überzeugte Vogelheims Joshua Schroven, der nach anfänglichen Unsicherheiten, zwei aussichtsreiche Konter einleitete. Doch mit der Zeit begann die Tormaschine Schonnebeck langsam zu funktionieren. Emrah Cinars Kopfball in der 16. Minute war noch von VSV-Keeper Sven Rasmus aus der Luft gefischt worden. Rasmus musste dann in der 22. Minute hinter sich greifen. Zakaria Elouriachis Treffer aus der zweiten Reihe hatte der Keeper erst zu spät sehen können. Die Führung für die Schwalbenträger war zu diesem Zeitpunkt nicht unverdient. Das Spiel öffnete sich jetzt. Der VSV ließ sich nicht unterkriegen. Doch Schonnebecks Volkan Yerek in der 38. und nochmal Elouriachi in der 42. Minute nahmen den Gästen den Wind aus den Segeln. Mit dem 3:0 für die Hausherren ging es in die Kabine.
Nach Wiederanpfiff gelang der SpVg, die jetzt ein wenig zurückfuhr, nicht mehr viel. Edeljoker Lukas Reppmann erzielte in der 76. Minute den 4:0-Siegtreffer. VSV-Coach Sascha Hense analysierte nach dem Schlusspfiff: „Die ersten zehn Minuten haben wir das richtig gut gemacht!“ In der Tat wurde der Gegner zu Distanzversuchen gezwungen. Aber die Grün-Weißen treffen zur Zeit auch aus dieser Position. Es scheint also, dass dies das vorerst letzte Essener Nord-Derby in der Landesliga gewesen ist. Schonnebeck unterstreicht weiterhin seine Aufstiegsambitionen und kann die drei Punkte gut gebrauchen, Verfolger FSV Duisburg patzte bei der Arminia Klosterhardt. Der Vorsprung der Schwalbenträger ist nun auf fünf Punkte angewachsen. Am kommenden Sonntag geht es auswärts gegen die Sportfreunde Niederwenigern. Für den VSV bedeutet die Niederlage den beinahe schon sicheren Abstieg. Aus eigener Kraft kann die Hense-Elf die Klasse nicht halten. Bereits am Samstag empfängt der Vogelheimer SV zu allem Überfluss noch den drittplatzierten ESC Rellinghausen.

SGA punktet

In der Bezirksliga gewann die SG Altenessen ihr Heimspiel gegen Adler Union Frintrop 4:2 und klettert somit auf den 14. Tabellenplatz. Die Reserve der Schonnebecker hat ein spielfreies Wochenende genossen.
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