RWE und Viktoria Köln trennen sich 1:1

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Viktoria Köln gastierte am Freitagabend an der Hafenstraße. Rot-Weiss Essen wollte gegen die Kicker vom Dom ein Zeichen setzen und Kritiker verstummen Keine leichte Aufgabe – dennoch eine Aufgabe die schon einmal unter ähnlichen Umständen geglückt war.

In der vergangenen Saison leitete der Sieg gegen die Viktoria für die Kicker von der Hafenstraße eine Trendwende ein, die in einem Sturm auf die oberen Ränge endete. Beide Kontrahenten fanden am Freitagabend eine ähnliche tabellarische Ausgangslage wie vor einem Jahr. Eine Notiz am Rande: Bereits vor dem Spiel vermeldete das Essener Präsidium, dass die Causa Marc Fascher nun endgültig ein Ding der Vergangenheit sei. Der Kontrakt, des seit März dieses Jahres beurlaubten Übungsleiters, wäre im gegenseitigen Einvernehmen aufgelöst worden, bestätigte Michael Welling.

Durchgang Eins wenig attraktiv

Das Topspiel des zwölften Spieltages hingegen begann unspektakulär. Die Männer von Trainer Jan Siewert waren bemüht Ruhe in die Partie zu bringen, was nach zehn Minuten auch gelang. Kevin Grund erarbeitete sich in der ersten Viertelstunde Szenenapplaus: In der zwölften Minute verpasste sein gut durchgesteckter Ball den mitgelaufenen Kevin Behrens nur knapp. Doch Meldepflichtiges war in der Anfangsphase der Begegnung Mangelware. Beide Mannschaften verständigten sich auf ein respektvolles, aber chancenvernichtendes, Mittelfeldgeplänkel. Behrens Versuch aus der 28. Minute ließ die Essener Fans etwas lauter werden. Köln blieb auch nicht untätig: Kapitän Mike Wunderlich traf in der 30. Minute nur das Außennetz. Zehn Minuten vor dem Pausenpfiff wurde das Spiel dann etwas lebhafter, jedoch nicht zwingender: Geburtstagskind Cebio Soukou verzog (31.) und Benjamin Baiers Freistoßversuch stellte Gäste-Keeper Nico Pellatz vor keine unlösbare Aufgabe (33.). Essens Defensive ließ in der kleinen Sturm- und Drangphase jedoch zu viele Kölner Gegenstöße vor das eigene Tor kommen. Hier lauerte Freddy Mombongo-Dues auf seinen fünften Saisontreffer. Die Domstädter, die auch immer wieder zu Ecken kamen (41.+43.) nutzten die Chancen ebenso wenig, wie die Rot-Weissen. Mit einem gerechten 0:0 ging es in die Kabinen.

RWE geht durch Zeiger in Führung

Personell unverändert ging es in Durchgang Zwei. RWE kam frischer aus den Katakomben: In der 54. Minute erzielte Philipp Zeiger die 1:0-Führung für die Essener. Das Tor öffnete das Spiel, welches jetzt unterhaltsamer wurde und langsam begann, das Prädikat Spitzenspiel zu verdienen. Viktoria war beeindruckt von dem Essener Sturmlauf. In der 61. Minute schickte sich Tolga Cokkosan an, die Führung auszubauen. Kölns Schlussmann Pellatz war schon geschlagen, doch Markus Brzenska rettete in höchster Not. Essen konnte aus den hohen Spielanteilen nichts Zählbares generieren. Zu allem Überfluss mussten die 7029 Zuschauer in der 70. Minute den Ausgleich des eben eingewechselten René Klingenburg hinnehmen. Nun war Köln besser, konnte daraus aber auch kein Kapital schlagen. Die Schlussminuten gehörten dann wieder dem Gastgeber: Behrends´ Kopfball aus der 88. Minute war zu harmlos. In der Nachspielzeit hatte er per Direktabnahme eine bessere Chance, die er aber ebenfalls nicht verwerten konnte (90.+3). Danach war Schluss.

Zwei Mannschaften; ein Problem

Auf der anschließenden Pressekonferenz ließen bei Trainer nahezu unisono verlauten, mit der Punkteteilung zufrieden zu sein. Kölns Übungsleiter Kaczmarek brachte es auf den Punkt: „Ein gerechtes Ergebnis aus einem leidenschaftlichen Spiel.“ Viktorias Trainer, der die Atmosphäre an der Hafenstraße lobte, vermisste die Durchschlagskraft seiner Schützlinge. „Auch uns fehlt der letzte Punch.“, beklagte Essens Übungsleiter Jan Siewert, der jedoch mit der Essener Mannschaftsleistung generell zufrieden war und die Saison noch nicht abschreiben wollte. Nach elf Ligaspielen steht der RWE auf Tabellenplatz Zehn (Stand 2.10.). Aufgrund der Länderspielpause, müssen die Essener erst in zwei Wochen die nächste Aufgabe antreten: Am 18. Oktober geht es für die Rot-Weissen zum Tabellenzweiten (Stand 2.10.), die SF Lotte.
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