Schonnebeck fährt in Grevenbroich die erste Niederlage ein.

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Siebter Spieltag in der Oberliga: Die SpVg Schonnebeck reiste Richtung Niederrhein, zum Tabellendreizehnten SC Kapellen-Erft.

Soufian Rami saß das Spiel gegen den Tabellendreizehnten aufgrund einer Bänderzerrung aus, für ihn rückte Veteran Stephan Jasberg in die Startaufstellung. Die Schonnebecker begannen druckvoll gegen taktisch gut verschiebende Grevenbroicher. Arian Reimanns Schuss aus der elften Minute blockte Kapellen-Erfts Keeper Christopher Möllering ab. Grevenbroichs Keisuke Ota prüfte in der 23. Minute die Reflexe von Andre Bley, doch Essens Schlussmann war zur Stelle und hielt das Spielgerät fest. Der erste Durchgang war kampfbetont, die SVS versuchte sich dennoch einen spielerischen Zugang zu eröffnen. Schonnebeck war wesentlich präsenter und stellte die Passwege der Gastgeber geschickt zu. Rechtsaußen Timo Patelschick bereitete den Grevenbroicher Offensivkräften mit gutem Stellungsspiel Kopfzerbrechen. Dennoch kam der Gegner aus dem Zentrum heraus zu einem Abschluss: In der 31. Minute kam Kapellen-Erfts Lennart Ingmann zum Schuss und kreierte die bis dahin beste Chance des Spiels. Im Grevenbroicher Strafraum blieben Berkay Öz und Reimann ein permanenter Störfaktor. Dennoch sollte in Durchgang Eins beiden Mannschaften nichts Zählbares mehr gelingen. Mit dem 0:0 ging es zum Pausentee.

Essen macht das Spiel; Kapellen-Erft die Tore

Nach Wiederanpfiff änderte sich der Charakter der Partie erstmal nicht. Essen versuchte das Spiel zu machen und hatte die höheren Spielanteile. Die Verschiebung nach vorne ließ dem Gegner weite Räume zum Kontern. So ein Konter reichte dem Gastgeber in der 58. Minute zur Führungstreffer. Nach einer Ecke für die Essener gelangten die Grevenbroicher in Ballbesitz und schalteten schnell um: Der enteilte Ota vollendete zur schmeichelhaften Führung für die Platzherren. Unschön: Beim Eckstoß war Öz im gegnerischen Strafraum liegengeblieben, doch Kapellen-Erft zollte dem Umstand keine Beachtung und spielten den Ball nicht ins Aus. Natürlich sehr zur Missgunst der Essener. Es entwickelte sich nun ein unruhiges Spiel, welches Schiedsrichter Sven Grolik nur mit Not befrieden konnte. Schonnebeck generierte zwar vielversprechende Aktionen (72.+76.), war im Abschluss aber zu nervös. Kapellen-Erft setzte weiter Nadelstiche durch schnelle Konter, was es den Schonnebeckern erschwerte ihr Spiel aufzuziehen. In den letzten zehn Minuten spielte sich das Geschehen beinahe nur im Grevenbroicher Strafraum ab. Der eingewechselte Emrah Cinar lenkte den Ball mit Vollrückzieher nur knapp daneben (85.). Eine Zeigerumdrehung später verfehlte er wieder nur um Millimeter. Der Essener Sturmlauf trug keine Früchte; ganz im Gegenteil: In der Nachspielzeit konnte Grevenbroichs Benjamin Schütz noch auf ein 2:0 aus Gästesicht erhöhen (90.+2). Direkt im Anschluss war das Match vorbei und Schonnebecks erste Oberliga-Niederlage bittere Realität. Bitter, weil unnötig. Schonnebeck war über weite Strecken spielbestimmend und griffiger. Der SC Kapellen-Erft nur passiv. Aber darin zeigte der Gegner der Schwalbenträger Sachverstand. Die Grün-Weißen hingegen ackerten gerade im letzten Drittel der Partie, waren aber entweder zu fahrlässig, oder zu glücklos in der Chancenverwertung. Schonnebeck hätte aufgrund der drückenden Leistung in den Schlussminuten wenigstens ein Unentschieden, ja eigentlich den Sieg verdient.


Tönnies: "Wir waren eindeutig die bessere Mannschaft."

Ein sichtlich bedienter Dirk Tönnies sagte nach dem Spiel, man müsse sich an Niederlagen gewöhnen, jedoch nicht an „unverdiente“, wie diese. Dass den Hausherren die Führung aus ihrer bis dahin einzigen Offensivaktion in der zweiten Halbzeit gelang, ärgerte Essens Linienchef nur noch mehr. „Es ist gut, dass wir jetzt ein englische Woche haben, da wir am Mittwoch gegen Fischeln zuhause wieder nachlegen können.“, gab Tönnies zu Protokoll.
Am Mittwochabend empfängt die SVS den VfR Fischeln am Schetters Busch. Die Schonnebecker stellensiche den Krefeldern als Sechstplatzierter. Der VfR Fischeln stehen auf dem siebten Tabellenrang. Anstoß in Schonnebeck ist um 19.30 Uhr.
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