Quo Vadis, Verdi?

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Sollte es bei der Streichung von zwei ,Verkaufsoffenen Sonntagen‘ bleiben, wäreauch das beliebte Weinstraßen-Event in Gefahr. (Foto: privat)

Verkaufsoffene Sonntage sind in den Städten und vor allem in den kleineren Stadtteilen sehr beliebt, locken sie doch auch Kunden von außerhalb an. In Schmachtendorf droht die Streichung von zwei ,Verkaufsoffenen Sonntagen‘

Die Gewerkschaft greift durch und möchte die ,Verkaufsoffenen Sonntage‘ zur traditionellen Krööß-Kärmes, die in diesem Jahr ihr 125-jähriges Bestehen feiert, und zur 30. Auflage des beliebten Nikolausmarktes streichen.immer häufiger eskaliert die Situation zwischen Gewerkschaft, Handel und den Städten.Ein Thema, mit dem sich die Interessengemeinschaft Schmachtendorf (IGS) momentan besonders beschäftigt. „Wir bemühen uns, in unserem Stadtteil Leerstände zu verhindern und zu beseitigen.
Die ,Verkaufsoffenen Sonntage‘ sind ein Instrumentarium, die Innenstädte als Erlebnisraum für die Einwohner darzustellen,dazu gehören natürlich auch die Stadtfeste, die stets in Verbindung mit den offenen Sonntagen stattfinden“, fasst Hubert Filarsky die Situation zusammen. Die Bereitschaft der Kaufleute,diese Feste zu organisieren, wird natürlich nicht größer, wenn die Geschäftsleute ihre Läden nicht öffnen dürfen, um Kunden zu locken. und, ob die Händler es hören möchten oder nicht: die Gewerkschaft hat das Recht auf ihrer Seite. „Momentan kämpfen wir noch um die zwei Sonntage“, so Filarsky,mit der Hoffnung, doch noch die Erlaubnis zu bekommen.Vor kurzem wurden von der IGS Unterlagen an die Stadt eingereicht, aus denen hervorgeht, dass die Veranstaltungen im Stadtteilnicht allein dem Kommerz dienen,sondern mit der Krööß-Kirmes und dem Nikolausmarkt auch das Brauchtum und die Geselligkeit gepflegt werden.
Gleiches gilt auch für die Weinrallye: die IGS hat vor vier Jahren die Schmachtendorfer Weinrallye zum verkaufsoffenen Sonntag, anlässlich der historischen Kröößkärmes, organisiert. Ziel war und ist es, die Vielzahl der Besucher, neben der Kirmes, durch ein Gewinnspiel zu möglichst vielen Aktionen der Geschäftsleute zu bringen. „Wie will man heute durch den Internethandel noch konkurrenzfähig sein, wenn solche Veranstaltungen untersagt werden?“, diese Frage stellt sich nicht nur Hubert Filarsky, sondern die gesamten Geschäftsleute.„Wir zahlen in Oberhausen höhere Gewerbesteuern, sorgen für Sauberkeit im Stadtteil und nehmen schon einige kommunale Aufgaben wahr. Darüber hinaus müssen die 130 Mitglieder der IGS motiviert werden, die Beiträge zu zahlen, um schöne Veranstaltungen organisieren zu können und die IGS hat es sich auf die Fahne geschrieben, bürgerschaftlich zu arbeiten. Wir sind als Kaufleute auch Bürger des Stadtteiles.“ Da kann man für die Geschäftsleute nur hoffen, dass Verdi seiner Linie nicht treu bleiben wird.Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt!

Autorin: Andrea Becker
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Paul Roland Vettermann aus Oberhausen | 27.04.2017 | 10:29  
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