Schöne Förderung und Pflege - Comenius-Schule weihte frisch renovierten Pflegebereich ein

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Freuen sich über den schönen neuen Förder-Pflege-Raum: (v.l.) Arnold Kraemer, Bezirksbürgermeister Bezirk VII, Bea Küpperfahrenberg, Schulleitein der Comenius-Schule, Fabian und Lukas (vorn) aus dem 2. Schuljahr und Angelika Rotterdam, Schulpflegschaftsvorsitzende.
 
Mit dem kleinen Theaterspiel "Der Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat" amüsierten die Schüler der Untersufe 2 die Besucher bei der festlichen Einweihung des neuen Förder-Pflege-Bereichs.
Was lange währt, wird endlich gut. Es ist schon eine Weile her, dass man sich in der Burgaltendorfer Comenius-Schule um einen neuen Förder-Pflege-Bereich bemüht hat. Aufgrund der klammen Haushaltslage der Stadt aber blieb es vorerst bei dem Wunsch nach einem modernen Sanitär- und Pflegebereich für die Schülerinnen und Schüler der Unterstufe.

Nun aber ist es endlich soweit: Mit einer Feierstunde wurden die grundlegend renovierten und neu gestalteten Räume - ein Toilettenraum und ein Förder-Pflege-Raum - in der städtischen Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung eingeweiht.
Der bisherige Zustand des Toilettenraums und des Pflege-Raums wurde den heutigen Anforderungen einfach nicht mehr gerecht. „Seit dem Bau im Jahr 1984 war an den Räumen nichts mehr gemacht worden“, erläutert Christian Taube, stellvertretender Leiter der Comenius-Schule. Etwa 50 Schüler aus fünf Klassen nutzen den Toilettenraum; der Förder-Pflege-Raum nebenan mit Dusche und zwei Wickel-Liegen wird von etwa 15 Schülern genutzt - mindestens zweimal täglich.
„Die Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren bedürfen in der Regel einer Unterstützung im pflegerischen Bereich - der eine mehr, der andere weniger“, so Schulleiterin Bea Küpperfahrenberg. „Die Situation vor der Renovierung war nicht optimal: Der Blick auf die zwei Liegen zum Wickeln der Schüler war frei, daher wurden die Schüler in der Regel nacheinander gewickelt. Der renovierte Förder-Pflege-Raum bietet viel mehr Intimsphäre und verfügt über Sichtschutzwände, die es erlauben, dass nun zwei Schüler gleichzeitig gewickelt werden können. Das ist eine enorme Erleichterung im Schulalltag, die Abläufe sind nun besser und zügiger“, berichtet die Schulleiterin.
Freundlich und hell sind die beiden Räume gehalten. Die weißen Fliesen werden durch bunte Farbakzente in Gelb, Rot-Orange, Blau und Türkis unterbrochen, die praktischen Wandschränke nehmen das Farbkonzept auf. „Die Atmosphäre ist ganz wichtig“, erklärt der stellvertretende Schulleiter Christian Taube. „Schließlich verbringen unsere Schüler hier einige Zeit. Außerdem geht es auch um lebenspraktisches Lernen, das sich in diesen Räumen abspielt“, so Taube.
Der renovierte Sanitärraum verfügt über drei behindertengerechte Toiletten und einen behindertengerechten Waschtisch - unterfahrbar und der Wasserhahn reagiert „freihändig“, d.h. per Sensor.
Die Bauzeit betrug fünf Monate. 130.000 Euro hat die gesamte Maßnahme gekostet, finanziert ausschließlich mit Mitteln der Stadt. Bauleiterin Jeanette Neumann von der städtischen Immobilienwirtschaft ist hochzufrieden mit dem Projekt: „Die Zusammenarbeit mit der Schule hat ganz toll geklappt, schließlich gingen die Renovierungsarbeiten während des laufenden Schulbetriebs vonstatten.“ Allein die notwenige Erneuerung der Grundleitungen war in den Ferien durchgeführt worden. „Es fanden wöchentlich Baubesprechungen mit allen Beteiligten - Frau Küpperfahrenberg, dem Hausmeister und den Handwerkern der verschiedenen Gewerke - statt“, so die Bauleiterin. Ein solche behindergerechte Sanitäranlage zu bauen war auch für sie neu. „Vor der Umsetzung haben wir uns entsprechende Einrichtungen an anderen Schulen, beispielsweise der Förderschule für körperliche und motorische Entwicklung in Oberhausen, angeschaut, um aus den Erfahrungen der anderen schöpfen zu können, berichtet Bea Küpperfahrenberg.
Neben den behindertengerechten Sanitärobjekten lobt Bauleiterin Neumann besonders die neue Ablüftungsanlage, die bei solch einem intensiv genutzten Raum gute Dienste tut. „Die Lüftungsanlage erwärmt die Luft auch gleichzeitig“, so Neumann. „Das ist besonders wichtig im Wickelbereich.“
Arnold Kraemer, Bezirksbürgermeister im Bezirk VII (Steele/Kray) ist an diesem Tag auch zur feierlichen Einweihung der Räume gekommen, da sich sein Amtskollege Heinz-Dieter Schwarze im Urlaub befindet und weil fast die Hälfte der Comenius-Schüler aus dem Bezirk VII kommt. „Ich bin vorher noch nie an dieser Schule gewesen,“ gibt Kraemer zu. Nach dem Rundgang durch die Einrichtung ist der Freisenbrucher ganz begeistert - und das nicht nur von den neu renovierten Räumen: „Was hier geleistet wird, ist absolut förderungswürdig!“
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