Helden des Alltags: Schülerinnen organisieren Spieletreff’ für Menschen mit Behinderung

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Jung, engagiert und voller Pläne: Das sind Lena Schwermann (links) und Britta Kräling.

Dass man nach der Schule viel unternehmen kann, wenn man den Willen dazu hat, weiß wahrscheinlich jeder. Man kann in seiner Freizeit viel Spaß haben, ins Kino oder auf Partys gehen. Man kann sich aber auch ehrenamtlich engagieren - und das schon in jungen Jahren. Das zeigen die Elsa-Brandström-Schülerinnen Britta Kräling und Lena Schwermann wöchentlich im Franz Sales Haus.

Die beiden Mädchen sind 14 Jahre alt und neben ihrem Schullaltag quasi "nebenberuflich“ Heldinnen. Wie? Ganz einfach: Die Bergerhauserin Britta Kräling und die Holsterhauserin Lena Schwermann setzen sich seit ihrem Sozialpraktikum im zweiten Halbjahr der achten Klasse für die Betreuung von
Behinderten im Alter von 17 bis 32 im Franz-Sales-Haus ein. Dabei verbringen sie
mehrere Stunden mit den teils geistig und körperlich Hilfsbedürftigen und schenken ihnen ihre Zeit.Und das trotz des eigentlichen Endes des Pflichtpraktikums und der Ferienzeit heute ganz ehrenamtlich. Schon während des Praktikums im vergangenen Jahr haben sie viel mit den Menschen mit Behinderung gespielt. So entstand die Idee, einen Spieletreff für Jugendliche
und junge Erwachsene zu gründen. Der findet nun zweimal pro Woche statt und ist bei den Bewohnern des Franz Sales Haus beliebt. „Wir können einfach nicht aufhören, uns sind die Menschen schon so sehr an Herz gewachsen“, beschreibt Britta Kräling ihren Antrieb und verrät auch, wie überhaupt der Kontakt zum Franz Sales Haus entstanden ist. „Meine Schwester hat es mir für ein Praktikum vorgeschlagen.“ Ganz anders ist Lena Schwermann auf die Einrichtung aufmerksam geworden: „Ich bin im Internet auf das Franz Sales Haus gestoßen“, verrät sie. „Es war eigentlich garnicht geplant, dass wir hier zusammen ein Praktikum machen.“ Geblieben sind sie dann aber gemeinsam. Heute wechseln sie sich mit den Tagen ab. Lena Schwermann ist montags vor Ort, Britta Kräling mittwochs. Aus dem Spiele- ist mittlerweile fast schon ein Freizeittreff geworden, denn: „Wir haben schon viele andere Sachen außer den klassischen Spielen mit den Leuten unternommen“ sagt Lena Schwermann.
Es wurde gekocht und gebastelt, gemeinsame Ausflüge standen auch schon auf dem Programm. „Bei den Ausflügen haben wir passend zur Jahreszeit Kastanien gesammelt oder wir sind auf den naheliegenden Spielplatz gegangen“, ergänzt Britta Kräling. Verwaltet und betreut wird das Projekt vom Franz Sales Haus, das ebenfalls mitbestimmt, was mit den Teilnehmern gemacht werden kann. Die beiden Mädchen, die zusammen mittlerweile die neunte Klasse der Elsa-Brandström-Realschule besuchen, sind aber auch außerhalb der Schule gut befreundet und entwickeln gerne gemeinsam neue Ideen für ihren Spieletreff.
Ihre Mitschüler können stolz auf sie sein, ihre Eltern sind es schon lange, denn sie haben auch weiterhin vor, freiwillig zu helfen: „Wir wollen das auf jeden Fall noch so lange machen, wie es zeitlich mit der Schule geht. Es macht wirklich großen Spaß“, unterstreicht Lena Schwermann. Und beide Schülerinnen sind sich sicher, dass sie später auch im sozialtherapeutischen Bereich arbeiten
möchten.
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