Emschergenossenschaft will Berne ansehnlicher machen

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Jens- Uwe Drews klärt auf Einladung von CDU Ratsherr Uwe Kutzner (ganz rechts) die interessierten Bürger über die Renaturierung der Berne auf. (Foto: Debus- Gohl)

Die Emschergenossenschaft wird ab dem Herbst mit der Renaturierung der Berne beginnen. Jens- Uwe Drews, Beschäftigter bei der Emschergenossenschaft, klärte kürzlich Bürger über die Planung des Umbaus auf. Wichtig ist, dass es nach der Renaturierung keine Geruchsbelästigung durch die „Köttelbecke“ mehr gibt.

1899 wurde die Emschergenossenschaft gegründet. Schon seit dem Jahr 1992 findet eine Systemänderung der Abwasserbehandlung durch Trennung vom sauberen Wasser statt. Nun sollen ab dem Herbst „der zentralste Fluss der Stadt, vor allem für die Abwasserkanalwirtschaft“, die Berne, und ihre Zuläufe renaturiert werden. Der Berne wiederum folgen die Maßnahmen an der Emscher.

Unangenehmer Geruch der „Köttelbecke“ bald Geschichte.


Die Arbeiten am Emschersystem haben schon im Jahr 2009 begonnen. So konnten bisher 254 km von 400 km Abwasserkanäle, vier Kläranlagen und 308.000 Kubikmeter von 486.000 Kubikmeter Regenwasserbehandlung fertiggestellt werden. Die Emscher soll als Hauptader des Entwässerungssystems naturnah werden.
Ziele des Umbaus sind, dass die Emscher abwasserfrei wird, dass es keine Verschlechterung des Hochwasserschutzes sowie keine Verschlechterung der Grundwassersituation gibt. Außerdem wird eine ökologische Verbesserung der Gewässer angestrebt.

Fluss soll natürlicher werden.


Die Berne verläuft unterirdisch durch Essens Innenstadt und als offene „Köttelbecke“ durch den Norden. Ihre Gesamtwasserlänge beträgt ca. 40 km, mit einer Gesamteinzugsgebietsfläche von ca. 60 Quadratkilometern hilft sie bei der Entwässerung großer Teile des Stadtgebietes Essen und in kleineren Teilen von Mülheim und Bottrop.
Nun soll sie von Abwasser und ihrem Beton-Bett befreit werden. „Insgesamt soll die Berne natürlicher werden, dies wird durch Kurven und ohne eine Betonwand ermöglicht.“, so Jens-Uwe Drews.
Hinzu kommt, dass es für die Bürger keine Geruchsbelästigung gibt. Die „Köttelbecke“ wird es demnach bald nicht mehr geben.
Es gibt noch einige Maßnahmen, welche umzusetzen sind, wie die 25 Kilometer Abwasserkanäle, wovon drei Kilometer fertig sind. Außerdem müssen noch neun Regenwasserbehandlungsanlagen, davon fünf Stauraumkanäle und vier Regenüberlaufbecken, gebaut werden. Im Jahr 2017 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.
Bei Fragen wenden sich Interessierte an Bettina Gruber von der Emschergenossenschaft, Telefon 104-2329, gruber.bettina@eglv.de.
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