Kray: Kultur-Aus im Rathaus!

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Der Förderverein lädt am 27. November zum ersten Mal zu einem Weihnachtskonzert ein. Gestaltet wird der Nachmittag vom Sängerbund Überruhr zusammen mit den "Harmonisten" (unser Foto). Um dem Ganzen einen gemütlichen Rahmen zu geben, wird das Rathaus um 14.30 Uhr zur Caféteria geöffnet, die auch Gäste besuchen können, die nicht zum Konzert kommen. Karten zum Preis von 9 Euro gibt's hier: Gantenberg´s Brauhaus, Krayer Str. 218; Tabakwaren Kuhs, Krayer Str. 286; Buchhandlung Polberg, Kaiser-Wilhelm-Platz 6.

Wenn jemand "Hauskurator" ist, sollte er wissen, dass curare aus dem Lateinischen so viel wie sich kümmern, sich sorgen bedeutet. Dem Hauskurator des historischen Krayer Rathauses scheint das nicht bekannt zu sein. Denn Peter Konieczny bereitet dem Förderverein Rathaus Kray so viele Sorgen, dass jetzt alle Kulturveranstaltungen im Ratssaal abgesagt werden sollen. Was ist da los?

Seit locker 20 Jahren tragen die Mitglieder des Förderverein Rathaus Kray dazu bei, dass das historische Gebäude am Kamblickweg der Stadt und den Bürgern erhalten bleibt. Vereine, Verbände und Parteien nutzen den Ratssaal für Veranstaltungen. In Kooperation mit Geschäftswelt, Bürgerschaft und Förderverein wurde es sogar möglich gemacht, sich hier auch trauen zu lassen.

Doch seit Peter Konieczny Hauskurator ist, liegt Ärger in der Luft. Anja Ludwig, Fördervereinsvorsitzende, erklärt: "Bis Herr Konieczny ins Rathaus kam, wurde unser ehrenamtliches Engagement stets unterstützt. Doch der Hauskurator macht uns die Durchführung unserer Veranstaltungen immer schwieriger. Erst ging es um einen Strompoller, den wir für Außenveranstaltungen benötigen und Kleinigkeiten wie Schlüsselnutzungen usw. Dinge, die in den Vorjahren nie zu Streitereien geführt haben.

"Er droht uns mit dem LKA"

Doch seit Herr Konieczny u.a. davon spricht, uns das LKA auf den Hals zu hetzen, verstehen wir wirklich die Welt nicht mehr. Dann streichen wir lieber unsere Veranstaltungen - schweren Herzens."
Aktuell beruft sich der Hauskurator auf eine Verordnung aus dem Jahr 1995 und fordert vom Förderverein eine Saalmiete für Veranstaltungen im Ratssaal.
Das ist völlig unnötig, weil die Erlöse aus diesen Veranstaltungen wie immer ohnehin dem Rathaus zugute kommen. Die Immobilienwirtschaft der Stadt ist eingeschaltet und will zusammen mit Bezirksbürgermeister Gerd Hampel vermitteln.
Gerd Hampel zum KURIER: "Die Fördervereinsmitglieder bereichern seit Jahren durch ihr ehrenamtliches Engagement den Stadtteil. Ich möchte nicht, dass Kulturveranstaltungen im Rathaus abgesagt werden, weil der Hauskurator dazwischenfunkt. Das wäre ein großer Verlust für Kray."

Presseamt: Noch keine Antworten

Wir haben beim Stadtpresseamt nachgefragt: Wer ist in der Stadtverwaltung eigentlich für diesen Hauskurator zuständig? Weiß man im Essener Rathaus überhaupt etwas von den Aktivitäten Peter Koniecznys oder handelt der auf eigene Faust?
Da wir davon ausgehen, dass Kulturdezernent Andreas Bomheuer auch die Stadtteilkultur am Herzen liegt, wollten wir auch wissen, wie er die Situation sieht.
Das waren viele Fragen für das Stadtpresseamt, viele Zuständigkeiten sind zu klären, so dass uns bis Redaktionsschluss leider noch keine Antworten vorlagen. Die kommen aber noch. Presseamtsleiterin Silke Lenz hat's versprochen!

Hauskurator nicht erreichbar

Gerne hätte der KURIER auch Peter Konieczny befragt, doch er war bis Redaktionsschluss für uns nicht zu erreichen.
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1 Kommentar
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Sabine Hegemann aus Essen-Steele | 16.11.2016 | 23:01  
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