OB Thomas Kufen im Tiergehege Wichteltal: "Ich bin total stolz"

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Eine Runde Obst für die Ziegen schmeißen - das gehört zu einem OB-Besuch natürlich dazu.
 
Politik trifft Ehrenamt: Im Tiergehege Wichteltal kamen (v.l.) Bezirksbürgermeister Manfred Kuhmichel und Oberbürgermeister Thomas Kufen mit den Mitgliedern des gemeinnützigen Vereins "Tiergehege Wichteltal" zusammen: Alexander Kirstein (1. Vorsitzender), Marian Kirstein, Patrick Golenia (2. Vorsitzender und Pressesprecher) und Thomas Quast (Kassenwart). Fotos: Janz

Essen: OB Thomas Kufen besuchte die Ehrenamtler im Tiergehege Wichteltal. "Ich komme einfach mal so vorbei." Das hatte OB Thomas Kufen den Mitgliedern des gemeinnützigen Vereins "Tiergehege Wichteltal" versprochen, als er am Tag der offenen Tür verhindert war. Jetzt war es soweit und in neuen Gummistiefeln ließ sich das Stadtoberhaupt erklären, was die Ehrenamtler an der Mönckhoffstraße bisher so auf die Beine gestellt haben. Ziemlich viel...

Schon 2004 übernahmen die Wichteltaler die kleine Ziegenherde, der es an Betreuung, tierärztlicher Versorgung und Pflege mangelte. Inzwischen kümmern sich 14 Ehrenamtliche um 20 bis 34 Ziegen, denen sie im Stile eines Gnadenhofs ein Zuhause geben.
Die Tiere kommen meist aus schlechter Haltung, von überforderten Besitzern oder sogar aus dem Zirkus. Das Tiergehege hat sich bundesweit einen Ruf in Sachen Ziegenpflege gemacht.
Doch Bezirksbürgermeister Manfred Kuhmichel (CDU), der sich noch in Landtagszeiten für die Ehrenamtler stark gemacht hatte, als es z.B. um die Pacht des Geländes ging, betont noch andere Seiten: "Das Tiergehege ist ein Anlaufpunkt für Familien, ein Leuchtturmprojekt auf der Ruhrhalbinsel. Täglich sind die Ehrenamtler hier im Einsatz und immer ansprechbar. Vor allem Kinder finden die Tiere toll und an den Tagen der offenen Tür mutiert das Gelände zu einem Abenteuerspielplatz für Familien aus ganz Essen. Wir als Bezirksvertretung sind froh über so ein Engagement und wenn es mal irgendwo hapern sollte, werden wir Ansprechpartner und Unterstützer sein." Die aktuell 26 Ziegen kosten den Verein jährlich rund 9.000 Euro. Das Geld wird für die Instandhaltung des Stalles, der Nebengebäude, der Zäune und natürlich für Futter ausgegeben.
Kassenwart Thomas Quast: "Diese Kosten stemmen wir ausschließlich über Spendengelder oder Ziegen-Patenschaften. Da spüren wir schon sehr, dass die Menschen unser Engagement für die Tiere und das Gehege sehr anerkennen." Pressesprecher Patrick Golenia unterstreicht: "Wir wollen Natur und Tiere den Besuchern näher bringen. Wir bieten Schulklassen und anderen Interessierten Inforundgänge über das Gelände an - und wir haben hier immer was zu tun." Die aktuellen Projekte erläutert Alexander Kirstein: "Unsere Scheune muss komplett umgebaut werden, das ist schon eine echte Herausforderung, obwohl zum Team viele Handwerker zählen. Und auch die Zäune müssen - einmal mehr - erneuert werden."
Gut eine Stunde lang hat sich der Oberbürgermeister nun alles erklären lassen, hat Nachfragen gestellt, natürlich die Ziegen gefüttert und Anregungen gemacht. So könnte das Zaunbau-Projekt durch die Essener Arbeit-Beschäftigungsgesellschaft unterstützt werden. Thomas Kufens Fazit ist eindeutig: "Als Essener und als Oberbürgermeister bin ich einfach nur total stolz auf die Mitglieder dieses gemeinnützigen Vereins. Dass hier junge Menschen ehrenamtlich über eine so lange Zeit am Ball bleiben, ist bewundernswert und verdient jede Unterstützung. In ihrer Freizeit sorgen die Wichteltaler für den Erhalt eines Naherholungszieles mitten in unserer Stadt. Ich bin von diesem Konzept überzeugt."
Mehr Infos zum Tiergehege, Spendenkonto und Kontaktdaten gibt's unter www.wichteltal.de
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2 Kommentare
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Anastasia-Ana Tell aus Essen-Ruhr | 09.08.2016 | 23:21  
Detlef Leweux aus Essen-Steele | 10.08.2016 | 12:11  
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