Neu auf dem Buchmarkt: "Essener Streifzüge" führen literarisch von Haus zu Haus

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Sie präsentieren die Neuerscheinung aus der Reihe Essener Streifzüge vor dem Haus der Essener Geschichte. V.l.n.r.: Autor Robert Welzel, Oberbürgermeister Thomas Kufen, Michael Imberg, Anke Hansen, Hans Schippmann, Klaus Kaiser und Heinz Georg Anschott; Vorstandsvorsitzender der Genobank. Foto: Peter Prengel

Villen mit prachtvollen Eingangshallen oder historischen Treppenhäusern, Etagenwohnungen mit Stall oder die ersten "Mietskasernen". In der zweiten Ausgabe der Essener Streifzüge nimmt Autor und Historiker Robert Welzel seine Leser mit durch die Essener Stadtgeschichte. Wo und wie haben Menschen im Verlauf der vergangenen neun Jahrhunderte gelebt?

Vor allem die reiche Bebilderung der Broschüre gibt Einblicke in Wohnformen aus allen Essener Stadtteilen. 58 Wohnhäuser und Wohnhausgruppen sind es, die Welzel portraitiert. Sie zeigen die Lebenswirklichkeit der Bevölkerung in der Vergangenheit und heute. Vom romanischen Steinbau bis hin zum Niedrigenergiehaus gibt es viel zu entdecken.
Herausgegeben vom historischen Verein für Stadt und Stift Essen beschäftigt sich das Buch aber nicht nur mit den Gebäuden, sondern auch mit den Menschen, die darin leben. "Das Buch liefert den Lesern quasi Geschichte zum Anfassen", so Hans Schippmann, Vorsitzender des historischen Vereins. "Es ermöglicht seinen Lesern, das eigene Quartier mit anderen Augen zu sehen", kommentiert Essens OB Thomas Kufen die Lektüre.
Der Autor der neuen Ausgabe der Essener Streifzüge, Robert Welzel, arbeitet im Kulturbüro der Stadt und bietet regelmäßig Führungen durch das Essener Stadtgebiet an. Der historische Verein Essen für Stift und Stadt wurde 1980 gegründet, ist einer der ältesten Geschichtsvereine im Revier.
"Von Haus zu Haus durch neun Jahrhunderte" begleitet den Leser durch die Stadtteile, vermittelt Stadtgeschichte und lässt zum Beispiel auch den Stadtarchäologen Dr. Detlef Hopp zu Wort kommen, der im Interview erklärt, wie lange schon Menschen auf Essener Stadtgebiet leben. Steinzeitliche Funde aus Fischlaken und Vogelheim werden hier aufgeführt.


Von Mühlen, Kotten und Stadtvillen


Die ersten wohnlichen Behausungen, also feste Gebäude, lassen sich für Westeuropa ins 6. Jahrtausend vor Christus zurückdatieren. Damals waren noch mehrere Funktionen baulich vereint. "Im Laufe der Zeit enstehen so Wohnhäuser für Menschen, Speicher für Vorräte, Stallungen für die gehaltenen Tiere", so Hopp. Vor über 7500 Jahren entstanden dann sog. Langhäuser. In Essen sind in Fulerum, Kupferdreh und Schönebeck Spuren erster Siedler zu finden.
Neben Mühlen und Kotten, die Welzel im Laufe seines Buches vorstellt, sind auch viele Villen abgebildet, die noch heute das Essener Stadtbild prägen. Oft treten bei Umbauten interessante Dinge zu Tage - zugemauerte Räume mit architektonische Kleinoden, die lange Zeit vergessen wurden. Für Krimifans hat Robert Welzel übrigens auch eine Episode "Mord im Bauernhaus" in den neuesten Band der Essener Streifzüge mit eingebaut.
Erschienen ist das Buch im Klartextverlag, eine nicht unerhebliche finanzielle Unterstützung lieferte die Geno Bank. Erhältlich ist es im Buchhandel, aber auch in der Touristikzentrale.
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