Aktion "Helden im Alltag": Für Volker Tschauner ist soziales Engagement eine Berufung

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Volker Tschauner zeigt das - geringfügig vergrößerte - Symbol der Aids-Hilfe: die rote Schleife. (Foto: Debus-Gohl)

Volker Tschauner arbeitet ehrenamtlich und leidenschaftlich gerne bei der AIDS-Hilfe Essen und ist dort für BeWo, das betreute Wohnen, zuständig.

Der 45-Jährige ist täglich von 9 bis 13 Uhr bei der AIDS-Hilfe, ehe er seine vierjährige Tochter vom Kindergarten abholt. Die Arbeit bei dem eingetragenen Verein ist nichts Neues für den lebenslustigen Volker: Bereits vor einiger Zeit war er zwei Jahre lang in der Küche tätig. „Ich bin ein sozialer Mensch“, erklärt er zufrieden. „Mein Vater hat schon bei der Lebenshilfe gearbeitet, wo ich auch immer mitging.“ Es liegt also in der Familie, sich sozial zu engagieren.
Momentan betreut er Menschen, die beispielsweise Angst vor dem Zahnarzt haben, begleitet sie zu Terminen dorthin und unterstützt sie mit allen Kräften. Erst letztens unternahm er mit einem 78-jährigen Bewohner einen Shopping-Tag und kleidete ihn neu ein. „Ich möchte auf jeden Fall bei der AIDS-Hilfe bleiben und das jetzt noch zwei Jahre ehrenamtlich machen.“

Zuständig für Betreutes Wohnen


2007 zog Volker Tschauner von Düren nach Essen und lernte hier Mitarbeiter des Vereins kennen. Dadurch kam es ins Rollen, dass er zuerst in der Küche tätig wurde, dann erst einmal für zwei Jahre im Krankentransport arbeitete, ehe sein Weg ihn zur AIDS-Hilfe zurückführte.
„Ich konnte bereits mit den Bewohnern in den Zirkus Flic-Flac und ins Phantasialand fahren“, erklärt er freudig. Bei der AIDS-Hilfe ist er in zahlreichen Bereichen tätig. Unter anderem leitet er eine Kochgruppe, um so den Menschen mehr Eigenständigkeit beizubringen. Spaziergänge gehören ebenfalls zu den Aktionen, die er mit vielen unternimmt.

Sogar Sterbebegleitung hat Tschauner bereits geleistet. „Einfach ist das natürlich nicht“, weiß er längst. Die Gefahr aber, sich mit HIV im Alltag anzustecken, sei gering: „Man kann das Glas teilen, eine Zigarette oder jemanden küssen, da passiert nichts. Nur die Blutübertragung ist gefährlich.“

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INFO:
Im Rahmen der Aktion „Helden im Alltag“ von RWE Deutschland AG und Stadtspiegel Essen werden zehn Personen vorgestellt, die sich im ehrenamtlichen Bereich besonders engagieren. Nach Schluss der Aktion sagen wir Ihnen, liebe Leser, wie sie über die drei Gewinner mitentscheiden können, die 2.000, 1.500 oder 1.000 Euro für den guten Zweck bekommen. Wer bei der Abstimmung mitmacht, kann einen Gutschein fürs GOP-Varieté (160 Euro) gewinnen.
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