B.M.V.-Schülerinnen im Gründer-Gespräch: „Man muss kein Bill Gates sein, um ein Unternehmen zu gründen“

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v.l.n.r.: Die Moderatorinnen Susanne Schulz und Elisabeth Dexling, Unternehmer Nicolaj Meß, Matthias Hauer MdB, Lehrer Marcel Witte, Moderatorin Leonie Falk, Lehrerin Elisabeth Müther, Schulleiterin Schwester Ulrike, Eugenia Dottai von der IHK zu Essen, Lehrer Tobias Rochholl und Unternehmerin Julia Wolmerath
 
Sollen Wirtschaftsthemen in der Schule behandelt werden? Die B.M.V.-Schülerinnen diskutieren mit dem Podium

Etwa 150 Schülerinnen der B.M.V.-Schule haben am 17. November mit Essener Gründern, der IHK und Matthias Hauer MdB (CDU) über die unternehmerische Selbstständigkeit diskutiert. Die von dem Essener Bundestagsabgeordneten initiierte Veranstaltung knüpft an die Initiative „Unternehmergeist in die Schulen“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie an. Sie soll Schülerinnen und Schüler dazu anregen, Selbstständigkeit als berufliche Alternative wahrzunehmen.

Die Schülerinnen der B.M.V.-Schule lauschen gespannt, als Julia Wolmerath und Nicolaj Meß sich vorstellen: Beide Essener Jungunternehmer haben eine Firma gegründet. Die Mediendesignerin Julia Wolmerath gestaltet Papeterie. Was mit einer Geschenkidee für ihr Patenkind begann, ist heute das Unternehmen der 33-Jährigen. Der 26-jährige Nicolaj Meß produziert gemeinsam mit vier Schulfreunden App-gesteuerte LED-Shirts. In der darauf folgenden Diskussion erzählen die beiden vor allem von ihren Erfahrungen als Unternehmer.

„Viele Jugendliche wissen nicht, dass auch eine unternehmerische Selbstständigkeit eine berufliche Option sein kann. Daher möchte ich den Jugendlichen die Möglichkeit geben, ganz praxisnah jungen Gründern dazu Fragen zu stellen“, sagt Matthias Hauer. Der Essener Bundestagsabgeordnete bringt daher bereits zum dritten Mal Schüler und Unternehmer miteinander ins Gespräch. „Wir brauchen junge Gründerinnen und Gründer mit guten Ideen und viel Energie. Wer heute mutig ist und ein Unternehmen gründet, der schafft vielleicht schon morgen Arbeitsplätze – davon profitieren wir alle“, betont er.

Viel Gründungspotenzial im Ruhrgebiet

So sehen das auch Schwester Ulrike, Leiterin der B.M.V.-Schule, und Eugenia Dottai von der IHK zu Essen. „Ich war sofort begeistert, als Matthias Hauer mit seiner Idee an unsere Schule herangetreten ist“, sagt Schwester Ulrike Michalski. „Im Ruhrgebiet haben wir viel Gründungspotenzial. Ich finde es wichtig, junge Menschen schon in der Schule an Wirtschaftsfragen heranzuführen. Besonders interessant ist es für die Schülerinnen natürlich, mit Akteuren aus Wirtschaft und Politik direkt in Kontakt zu kommen.“

„Das junge Unternehmertum ist für das Ruhrgebiet sehr wichtig“, ergänzt Eugenia Dottai, Gründungsberaterin und Leiterin des STARTERCENTERS NRW bei der IHK zu Essen. „Junge Gründerinnen und Gründer tragen zum Wachstum der Region bei, schaffen Arbeitsplätze, beleben den Wettbewerb und bringen frischen Wind ins Ruhrgebiet. Sie inspirieren andere, es ihnen gleichzutun. Umso wichtiger ist es aus meiner Sicht, wirtschaftliche Zusammenhänge sowie unternehmerisches Handeln und Denken frühzeitig in Schulen zu fördern.“

Ist es möglich, als Selbstständiger seinen Lebensunterhalt zu bestreiten?

Besonders interessierten die Schülerinnen, wie eine unternehmerische Idee entsteht, woher das Geld zur Gründung kommt und ob es möglich ist, mit einer selbstständigen Tätigkeit seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. „Ich fand die Diskussion sehr interessant. Das Unternehmertum ist greifbarer geworden. Man muss kein Bill Gates sein, um ein Unternehmen zu gründen“, sagt die 17-jährige Elisabeth Dexling danach. Die Schülerin war eine der Moderatorinnen der Veranstaltung. „Für mich war ein wichtiges Fazit: Das Unternehmertum ist nicht den Eliten vorbehalten. Jeder, der eine gute Idee und das Zeug dazu hat, kann ein Unternehmen gründen“, ergänzt Moderatorenkollegin Leonie Falk.

„Habt Mut!“

Die beiden Unternehmer haben sich gern den Fragen der Schülerinnen gestellt – vor allem auch, weil sie für die berufliche Selbstständigkeit werben wollen: „Ich habe in der kurzen Zeit als Unternehmer unheimlich viel fürs Leben gelernt“, sagt Calumia-Gründer Nicolaj Meß. „Eine Firma zu gründen ist nicht leicht, aber es ist möglich. Ein eigenes Unternehmen ist eine Chance, sich selbst zu verwirklichen und seinen Traum zu leben.“

„Zu meiner Schulzeit wurde die eigene Unternehmensgründung als Möglichkeit bei der Berufswahl nicht thematisiert“, sagt Julia Wolmerath. „Deshalb finde ich Veranstaltungen wie diese sehr gut. Ich möchte den Schülerinnen gern mitgeben: Wenn ihr von eurer Idee überzeugt seid, habt Mut! Holt euch Hilfe, wo ihr sie braucht. Und bleibt euch treu!“
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