Julia Jankovic: Schullandschaft entwickeln

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Die unermüdliche Forderung der SPD, dass die Stadtverwaltung eine Schulentwicklungsplanung vorlegt, ist nach 14 Jahren Stillstand endlich geglückt. Mit der Schulentwicklungsplanung kommen wir nicht nur einer Forderung aus unserem Kommunalprogramm 2014 nach, sondern auch einem wichtigen Punkt aus unserer Kooperationsvereinbarung mit der CDU. Damit liegt uns nun eine alle Schulformen umfassende Entwicklungsgrundlage vor. Der Plan enthält stadtteilscharfe Bevölkerungsprognosen und zeigt damit Szenarien für die städtische Schullandschaft für die kommenden Jahre auf.

Der letzte gültige Schulentwicklungsplan stammt von 1999 und hielt nur bis 2001 vor. Seitdem war lediglich die Grundschullandschaft gezielt an die tatsächlichen Schülerzahlen angepasst worden. Waren es damals noch über 100 Grundschulen, sind es heute noch rund 85 Grundschulen. Infolgedessen wurde auch der bisherige Unterricht an der Planckschule umgestellt. Wichtig ist insbesondere, dass das Zahlenwerk eine eindeutige Sprache spricht. Essen wächst wieder und auch die bisherigen Prognosen in Bezug auf die Entwicklung der SchülerInnenzahl müssen korrigiert werden. Dies sicherlich auch vor dem Hintergrund, dass in den letzten Wochen und Monaten vermehrt auch Kinder und Jugendliche aus Krisengebieten der Welt den Weg zu uns gefunden haben; der Großteil lange Zeit bei uns leben wird und dementsprechend nicht nur aktuelle Versorgung, sondern auch zukünftige Integration in den Blick genommen werden muss. Denn für jedes hier lebende Kind gilt die Schulpflicht.

Bezirk III und Holsterhausen


Für die Zahl der GrundschülerInnen wird ein "nahezu beständiger Anstieg der Zahlen" berechnet. Auch für den Stadtbezirk III ist von stetig steigenden Schülerzahlen bis 2020 auszugehen (insbesondere mehr GrundschülerInnen).Bis zum Ende des Betrachtungszeitraums würden den im Plan vorliegenden Berechnungen demnach 3,8 Eingangsklassen fehlen. Die größeren Bedarfe entstehen (neben Altendorf) insbesondere in Holsterhausen. Mit den aktuellen räumlichen Ressourcen im Stadtteil lässt sich diesen Situation nicht stemmen, weswegen wir die Verwaltung im letzten Schulausschuss aufgefordert haben alsbald, mögliche oder bereits in Planung befindliche Erweiterungen bestehender Schulstandorten, die den anwachsenden Schülerbedarf aufnehmen sollen, vorzustellen und darzustellen an welche Standorten weitere Raumbedarfe erforderlich sind (auch im OGS Bereich). Auch wenn wir die Prüfungen mit Blick auf Holsterhausen erstmal abwarten, ist absehbar, dass hier alsbald eine Lösung her muss.
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