Elternhaus erhält Unterstützung

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Zum Internationalen Tag des Krebskranken Kindes informieren Eva-Maria Harting, Stefanie Vogel, Peter Henning und Lara Krieger über das Zustandekommen einer Spende für die Erweiterung des Elternhauses. Foto: Nils Krüger
Essen: Elternhaus |

Gert und Susanna Mayer Stiftung spendet 500.000 Euro für den Bau der Erweiterung des Elternhauses an der Kaulbachstraße.

Zum Internationalen Tag des krebskranken Kindes informierte die Essener Elterninitiative zur Unterstützung krebskranker Kinder und Vertreter der Gert und Susanna Mayer Stiftung über das Zustandekommen einer finanziellen Unterstützung für den Bau der Erweiterung des Elternhauses. Der Betrag von 500.000 Euro deckt einen großen Teil der Gesamtkosten des Bauprojekts von 1,8 Mio. Euro ab. Zusätzlich zu dem bereits durch Erbschaften angesparten Budget ist durch die Spende 1,65 Mio. Euro für die Finanzierung zusammengekommen. Somit bleibt nur eine kleine Lücke für das in 2017 angefangene Bauprojekt.


Hilfe für Familien

Das Elternhaus wurde 1991 in direkter Nähe zum Universitätsklinikum Essen gegründet. Für die Dauer der Krebsbehandlung ihrer Kinder, können Familien hier zusammen leben. Und dies ohne die finanzielle Mehrbelastung einer vorübergehenden Unterkunft tragen zu müssen. Neben einer geringfügigen Beisteuerung durch die Krankenkassen, übernimmt der Verein der Essener Elterninitiative die gesamten Kosten der Räumlichkeiten. Für die weitere Verpflegung ist das Elternhaus eine Selbstversorgungseinrichtung. Neben der Unterbringung und dem leiblichen Wohl haben Familien hier die Chance Kontakte mit anderen Familien zu knüpfen. In diesem Sinne bilden die Gemeinschaftsräume das Herzstück. „Wir denken das Elternhaus als ein solidarisches Gesamtkunstwerk“, meint Peter Henning, Vorstandsvorsitzender der Essener Elterninitiative e.V..
Das Angebot wird dankbar angenommen. In 2017 gab es 15.000 Übernachtungen in den bestehenden 19 Zimmern. Der Andrang ist groß und wie jede Krebsbehandlung sind die Umstände der einzelnen Familien unterschiedlich und unberechenbar. „Es ist jeden Tag ein neues Würfelspiel“, sagt Lara Krieger. Um diesen Bedingungen gerecht zu werden wird die Erweiterung mit 14 zusätzlichen Zimmern gebaut.


Eine Verkettung von Zufällen

Diese Vision des Essener Elternhauses passt zu den Vorstellungen der Gert und Susanna Mayer Stiftung. „Wir möchten Projekte unterstützen, bei denen das Familiengefüge im Blick behalten wird“, meint Eva-Maria Harting, Vertreterin der Stiftung. Aus diesem Grund hat sich die 2016 gegründete Stiftung dazu entschieden das Bauprojekt als eine ihrer ersten Förderungen zu unterstützen. Neben größeren Projektförderungen bietet die Stiftung auch Einzelförderungen für Familien mit krebskranken Kindern und Jugendlichen an.
Auf einer Tagung kamen Peter Henning und Eva-Maria Harting ins Gespräch. Weitere Gespräche folgten und die Förderung für das bereits angefangene Bauprojekt wurde beschlossen. „Es war eine Verkettung von glücklichen Zufällen“, meint Peter Henning.
Noch in 2018 soll der Bau der Erweiterung fertig gestellt werden.
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