Neki und Julius: St. Ludgerus-Kommunionkinder putzten Schuhe für Schüler in Afrika

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Natürlich ließ auch Werbering-Geschäftsführer Rolf Sachtleben nicht die Gelegenheit aus, sich bei der morgendlichen Lektüre die Schuhe auf Hochglanz wienern zu lassen. Für den guten Zweck...
 
Katende liegt in der Demokratischen Republik Kongo.

Neki ist acht Jahre alt. Er lebt in einer strohgedeckten Lehmhütte, ohne Strom und fließendes Wasser. Viel zu oft plagt ihn ein leerer Magen. Eine Schule hat er noch nie von innen gesehen. Das soll sich ändern!

Julius ist ebenfalls acht, wohnt aber über 6000 Kilometer nördlich, in Europa, genauer gesagt in Werden.
Ihn plagen keine existenziellen Nöte, er lernt in der Heckerschule lesen und schreiben. Es geht ihm gut, aber als Kommunionkind der Gemeinde St. Ludgerus hat er erfahren, wie es um Kinder wie Neki im zweitärmsten Land der Welt bestellt ist. Gemeinsam mit den anderen Kommunionkindern möchte er da helfen!

Über 200 Volksgruppen

Die Demokratische Republik Kongo wird vom Äquator durchzogen, hier herrscht tropisches Klima. Es existiert eine große Sprachvielfalt bei den über 200 Volksgruppen, die sich untereinander mit Französisch verständigen.
Etwa die Hälfte der 70 Millionen Einwohner bekennt sich zur katholischen Kirche, die auch weitgehend die Infrastruktur des Landes sicherstellt, Schulen baut, gegen Unterernährung kämpft.
Cornelia Nagel, die Gemeindereferentin von St. Ludgerus, hat während des Studiums am Institut für Kirchenrecht an der Ludwig Maximilian Universität München Dr. Yves Kingata kennen gelernt, der im persönlichen Kontakt zum Leiter einer Schule in seiner Heimat steht, den Kontakt zu den Werdenern vermittelte und sicherstellen kann, dass das gespendete Geld auch wirklich dort ankommt.
Im Ort Katende in der Diözese Kenge entstand ein Schulgebäude für 200 Schüler, Bau und auch entsprechende Ausstattung dieser Schule wären ohne private Unterstützer nicht zu schaffen, da die schulische Grundausbildung im Kongo zwar offiziell staatlich garantiert ist, de facto aber nicht finanziell gesichert wird.
Die Folgen sind katastrophal, nur ein Drittel der Bevölkerung hat überhaupt eine Schule besucht, oft nur für kurze Zeit, richtig lesen und schreiben können die Allerwenigsten.

Das Schuhputzen ist eine gute Tradition

Schon gute Tradition ist die jährliche Sozialaktion der Kommunionkinder von St. Ludgerus, auch diesmal rückten die Grundschüler aus, um Passanten die Schuhe zu putzen - gegen Spende, versteht sich!
In der Grafenstraße und auf dem Markt, später am Rathausplatz warteten Stühle auf „Freiwillige“, die sich nur zu gerne die Schuhe wienern ließen.
Wie in den letzten Jahren sorgte auch dieses Mal das Schuhgeschäft Bohnen für hinreichend Creme und Bürsten.
Bereits zur Halbzeit der vierstündigen Aktion platzten die Spendendosen aus allen Nähten, so großzügig gaben die Werdener für die Kinder in Afrika.
Julius und seinen Mitstreitern stand der Feuereifer ins Gesicht geschrieben, das tolle Wetter beflügelte die Schuhputzer noch zusätzlich. Einer der ersten „Kunden“ war ein Glückgriff für Julius, hatte selbst vier Jahre lang sein Geld als Schuhputzer verdient. In New York!
Dankenswerterweise gab der Profi gute Tipps, so dass der frischgebackene Jungfußbekleidungspfleger den Schuhen seiner Mitbürger auf internationalem Spitzenniveau neuen Glanz verleihen konnte.
Selbst das verdiente Belohnungseis musste warten, schließlich war die „Dienstzeit“ noch nicht beendet und noch potenzielle Kunden in Sicht: „Nein, jetzt nicht. Ich muss noch arbeiten!“

1.273,47 Euro

Der Lohn der Mühen war gigantisch.
Die Schule in Katende erhält von den Kommunionkindern 1.273,47 Euro!
Davon könnte glatt eine zweite Schule gebaut werden...
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