Abstiegskrampf

Anzeige
Auch Kevin Hougardy kam gegen Steele nicht entscheidend durch. Foto: Bangert
 
Tino Theuer gewinnt das Kopfballduell. Foto: Bangert
 
Christian Weiler wird beim Torschuss geblockt, Matthias Bednarski (l.) kann auch nicht helfen. Foto: Bangert

Spiele der Fußballer: Bezirksligist nur unentschieden, Damen erstürmen Mintarder Festung


Die SC-Damen siegten mit einer taktischen Meisterleistung bei starken Mintarderinnen, dem SC Werden-Heidhausen stehen nach einem torlosen Remis weitere Wochen des Bangens um den Klassenerhalt bevor. Der Dritten der Löwentaler fehlt nicht mehr viel zur Meisterschaft.

SC Werden-Heidhausen I gegen SpVgg Steele 0:0
So sieht also Abstiegskrampf aus. Während die Gäste aus Steele nur nicht verlieren wollten, war den SClern eigentlich klar, dass für sie unbedingt ein Dreier her musste. Doch hinterher konnte Trainer Danny Konietzko nur unzufrieden resümieren: „Da haben nicht alle meiner Spieler absolut alles gegeben. So reicht es nicht zum Sieg!“
Werden begann offensiv, hatte erste Möglichkeiten, doch nach 30 Minuten übernahmen die Gäste das Kommando. Ein Kopfball zischte daneben, SC-Keeper Leo Krick lenkte einen gefährlichen Freistoß noch soeben über die Latte.

Spielmacher musste runter

Im zweiten Durchgang präsentierte sich, wie zuletzt öfters erlebt, der SC deutlich konditionsstärker als sein Gegner. Steele wartete ab, unterband mit kleinen Nickeligkeiten den Spielfluss, machte zudem „Jagd“ auf Werdens Spielmacher Sandy Müller. Der Kapitän hatte die Chance, scheiterte am Torwart, wurde danach so fies gefoult, dass er verletzt herunter musste. Besonders durch Freistöße wurden die Gastgeber gefährlich, die Gäste verlegte sich auf sporadische Konter, die fast den Rückstand gebracht hätten. Die Latte und SC-Torhüter Krick standen im Weg, dann rutschte ein Steelenser vorm leeren Tor am Ball vorbei. Auch die Löwentaler hatten Möglichkeiten, Christian Weiler wurde geblockt, Jason Munsch zielte aus der Drehung zu ungenau, scheiterte dann am Torwart, wurde im Strafraum umgerissen, ohne dass ein Elfmeterpfiff ertönte. Die unfaire Gangart der Gäste wurde spät mit einer gelb-roten Karte bestraft, es blieb torlos.
Bereits am heutigen Mittwoch geht es zum Pokalhalbfinale nach Mintard. Im Abstiegskampf steht am Sonntag beim direkten Konkurrenten Jugoslavija Wuppertal ein "Sechs-Punkte-Spiel" an. Wegen dieses wichtigen Spiels und der Verletzungssorgen reisen die Löwentaler mit einer Mischung aus zweiter und dritter Mannschaft nach Mintard.

DJK Mintard gegen SC Werden-Heidhausen Damen 2:4
Bei einer sehr jungen Mannschaft, die für ihren fast unbezähmbaren Offensivdrang bekannt ist, gelang den Werdener Damen der fünfte Auswärtssieg dieser Saison. Die DJK spielte gewohnt ballsicher und presste die Löwentalerinnen tief in deren eigenen Hälfte. Ein sauberes Aufbauspiel war kaum möglich - zu groß war der Druck. Jedoch konnte sich der SC in den entscheidenden Situationen durchsetzen und die Spitzen Cathi Will und Luisa Gricksch geschickt ins Spiel bringen. Zur Pause stand es 3:2 für die Gäste, Will traf doppelt, Gricksch einfach. Mintard war nach einer Ecke und durch einen Elfmeter erfolgreich. Kapitänin Carolin Koch sprang als Torfrau ein und musste sich keine Vorwürfe machen, denn beide Gegentore können in der Kategorie „unhaltbar“ eingestuft werden.

Hervorragende Schusstechnik

In der zweiten Hälfte agierte Werden noch konsequenter und bot ein gutes Positionsspiel. Das zentrale Mittelfeld schloss die Räume und die Abwehr ließ gar nichts mehr zu. In der 70. Minute konnte Friedericke Ruhrus wieder ihre hervorragende Schusstechnik präsentieren. Ein Schuss aus 25 Metern landete genau zum 4:2 im Mintarder Toreck. Gegen die zweitbeste Offensive der Liga hatte der SC kaum Chancen zugelassen und Trainer Simon Freisenhaus lüftete die Kopfbedeckung: „Hut ab vor dieser Leistung!“ Beide Teams tauschten die Plätze, Werden ist nun Achter.

SC Werden-Heidhausen II gegen SV Burgaltendorf II 1:4
Trainer Benjamin Brenk schüttelte nur noch den Kopf: „Kurz nach der Halbzeit müssen wir mit 4:1 in Führung gehen. Doch dann steht es plötzlich 0:2 und wir schauen in die Röhre.“ Der Übungsleiter konnte sich gar nicht beruhigen über die vielen vergebenen Chancen und seine Spieler: „Statt sich aufs Spiel zu konzentrieren, ging es immer nur gegen den zugegeben schwachen Schiedsrichter. Meckern geht, aber das Ding aus einem Meter rein machen nicht? Die Gäste haben es uns vorgemacht, haben fünfmal aufs Tor geschossen und der Ball war viermal drin.“

Gutes Debüt

Der A-Junior Tobias Butgereit gab sein Debüt auf Linksverteidiger und bot eine gute Partie. In der dritten Minute gingen die Gäste in Führung, danach übernahm der Gastgeber das Kommando, traf aber das Tor nicht. Spätestens nach dem 0:2 in der 57. Minute nahm die nun schon achte Heimniederlage ihren Lauf, erst vier Minuten vor dem Ende konnte Björn Preis den 1:4 Ehrentreffer erzielen.

Sportfreunde 07 II gegen SG Werden 80 II 6:2
Stark ersatzgeschwächt, hatte die Truppe von Trainer Peter Büker an der Veronikastraße auf ungewohnter Asche keine Chance. Zwar brachte Kevin Maskow die 80er in Führung, doch Sportfreunde drehte auf 2:1, der Ausgleich durch Uwe Vondra war der letzte Werdener Treffer. In den verbleibenden 30 Minuten war die Puste weg und die jetzt überlegenen Hausherren kamen noch zu vier Treffern.

SC Werden-Heidhausen III gegen SpVgg Steele III 9:1
Keine Hürde war die Steelenser Drittvertretung. Der SC siegte mit 9:1 und verzeichnete neun verschiedene Torschützen. Zur Pause lag der Tabellenführer bereits mit 4:0 vorn, Florian Kammann, Pascal Bartels, Tobias Kammann und Daniel Rath hatten getroffen. Nach dem Seitenwechsel trugen sich Marcel Schäfer, Kevin Marx, Christoph Steinmetz, Felix Beckmannshagen und Julian van Hall in die Torschützenliste ein. Die Mannschaft der Trainer Jupp Böhmer und Jürgen Koch braucht jetzt nur noch einen Sieg, um vorzeitig Meister zu werden.

SG Kupferdreh III gegen SC Werden-Heidhausen IV 1:2
Am Hinsbecker Berg konnte das Team von Trainer Kevin Marx den elften Saisonsieg einfahren und auf den achten Tabellenplatz klettern. Am Maifeiertag hat der SC spielfrei, wie fast alle anderen Teams.

So rollt‘s Leder:

Mittwoch, 27. April:
19.30 Uhr: DJK Mintard gegen SC Werden-Heidhausen I, Durch die Aue.
19.35 Uhr: SG Werden 80 I gegen SV Burgaltendorf III, Löwental.

Sonntag, 1. Mai:
15 Uhr: Jugoslavija Wuppertal gegen SC Werden-Heidhausen I, Am Schnapsstüber.
1
1
1
1
1
Einem Mitglied gefällt das:
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.