Aus dem Ruhestand geholt

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Die 1. Herren des Werdener Turnerbundes holten ganz wichtige Punkte. Foto: Archiv

Spiele der Volleyballer: 1. Herren mit ganz wichtigem Sieg, die anderen Teams zahlten Lehrgeld


Im Mittelfeld der Tabelle sind die 1. Herren nach dem Sieg über Duisburg angekommen. Die 1. Damen lieferten dem Favoriten aus Borbeck im Pokal einen großen Kampf, im Liga-Alltag steckte dann der Pokalfight wohl noch in den Knochen.

Herren

WTB I gegen VC Fabrik Duisburg 3:1
Die erste Herren verschafften sich etwas Luft. Nach engem Beginn mit einem 29:27 Erfolg, ließ Werden den Kontrahenten zum Satzausgleich kommen. Der dritte und vierte Satz waren dann mit 25:18 ein wenig deutlicher und hievten das Team in das Tabellenmittelfeld. Es waren sehr wichtige Punkte für die Werdener, da es am kommenden Spieltag gegen den bisher noch ungeschlagenen Vertreter des Drittligisten Moerser SC um einiges schwerer wird.

WTB II gegen ASV Wuppertal 0:3
Auch das dritte Spiel im Spielbetrieb bei den Erwachsenen verlor die junge Truppe von Martin Weber. Das Team wird in ihrer ersten Saison auf diesem Niveau noch viel Lehrgeld zahlen müssen, dennoch lassen sich auch während der Begegnungen Steigerungen erkennen.

Damen

WTB I gegen VC Essen-Borbeck III 0:3
Wer Trainer Christian Perband vor dem Anpfiff in die Augen sah, konnte das Funkeln darin nicht übersehen. Im Halbfinale des Kreispokals traf der langjährige Coach nach 15 Jahren wieder auf seinen wertgeschätzten Kollegen Michael Werzinger, seines Zeichens Trainer der dritten Mannschaft des VC Essen-Borbeck. Für den als „Duell der Generationen“ betitelten Pokalabend war also alles angerichtet, es sollte ein interessanter Abend werden. Die Borbeckerinnen als klassenhöherer Favorit aus der Landesliga, trafen auf von Beginn an selbstbewusste WTBlerinnen, die ihre ansteigende Form aus der Liga bestätigen wollten. Außenangreiferin Wewers und Zuspielerin Schwarzkopf entpuppten sich zum Auftakt als kongeniales Duo, wodurch sich der Turnerbund von Anfang auf Augenhöhe mit den VC bewegte. Erst eine Aufgabenserie des Favoriten beim Stand von 12:13 ließ das Pendel zu Ungunsten des WTB ausschlagen. Wenig Positives hatte Perband im folgenden Satz zu notieren, der deutlich an die Gäste ging. Erfreulich war jedoch das Comeback von Poschlad, die als Zuspielerin durch ein fehlerhaftes Passspiel im Spielaufbau jedoch immer wieder in Bedrängnis geriet. Perband griff ein, mit Erfolg: Außenangreiferin Kulik und Libero Schöwerling brachten die Passmaschine wieder in Schwung. Auch wenn sich die Werdenerinnen damit wieder ebenbürtig präsentierten, war der Wucht in den Aufschlägen des VC nichts mehr entgegenzusetzen. Zu allem Überfluss zur 0:3-Niederlage verletzte sich noch Mannschaftsführerin Kleinjohann, die dem Team lange fehlen wird. Dennoch war Perband zufrieden mit der Vorstellung seiner Mannschaft, die „eine gute Figur gemacht hat“.

WTB I gegen SV Blau-Weiß Dingden III 1:3
Nach dem Auftritt im Pokal stand für den WTB I der Alltag in der Bezirksliga bevor. In Oberhausen wartete der SV Blau-Weiß Dingden III auf die Werdenerinnen, und dem WTB schien das Pokalspiel noch in den Knochen zu stecken. Schlecht organisiert, ohne Durchschlagskraft und mit einer hohen Fehlerquote wurde der erste Satz dem Gegner förmlich auf dem Silbertablett serviert. Coach Perband analysierte und griff mit chirurgischer Akkuratesse ein, indem er das System umstellte, und siehe da: Der müde Patient WTB wachte auf! Portmann, Boleder und Kulik pumpten frisches Blut in die Bahnen und sorgten durch zahlreiche direkte Punkte für eine neue Dynamik. Ein zwischenzeitlicher 8-Punkte-Vorsprung wurde zum 25:21-Satzausgleich ins Ziel gebracht. Doch das Niveau konnte nicht konstant gehalten werden. Der dritte Abschnitt ging durch viele Fehler an die Konkurrenz. Erst danach gestaltete sich ein offener Schlagabtausch auf dem Feld, den der WTB mit 22:25 knapp verlor: „Schade, der Tiebreak wäre durchaus möglich gewesen.“

Angespannte Personalsituation

WTB II gegen STV Hünxe II 0:3
Für kaum eine andere Partie war der Ausdruck „kurz und schmerzlos“ so passend, wie für das Kräftemessen der Zweitvertretung des WTB mit dem Tabellenführer aus Hünxe. Kurz deswegen, weil der Favorit vom Niederrhein den Werdenerinnen insgesamt nur 40 Punkte gestattete und das Tempo stets anzog, wenn sich der WTB anschickte, „mehr als nur mitzuspielen“, wie Coach Sven Heimeshoff gestand. Schmerzlos jedoch auch deswegen, weil sich Heimeshoff dennoch zufrieden zeigte mit der Leistung seiner Mannschaft. Schließlich standen dem jungen Übungsleiter nur sieben Spielerinnen zur Verfügung. Darunter mit Susanne Heimeshoff und Dagmar Francke zwei aus dem Ruhestand geholte Altgediente des Werdener Volleyballsports, die mit ihrer Erfahrung viel Ruhe, Übersicht und Präzision in die eigenen Reihen brachten. Die starken Angriffe des Spitzenreiters waren jedoch nicht in den Griff zu bekommen. Für die Zukunft hofft Coach Heimeshoff auf eine Entspannung der Personalsituation, um weiter Punkte für den Klassenerhalt sammeln zu können.

WTB III gegen Weseler TV II 1:3
Trainerin Monika Seifert hatte eine gehörige Portion Respekt vor dem Gegner: „Eine sehr erfahrene Mannschaft, die so schon seit ein paar Saisons zusammenspielt.“ Dementsprechend trat der TV vom Niederrhein mit einem breiten Kader an. Doch zu Beginn der Partie ignorierten die jungen Werdenerinnen die Rollenverteilung. Der WTB forcierte mit wuchtigen Angaben das Spiel und brillierte durch ein blindes Spielverständnis. Auch das Läufersystem wird inzwischen sicher beherrscht, sodass ein zwischenzeitlicher 7-Punkte-Vorsprung, herbeigeführt durch eine Angabenserie von Amelie Pflaum, zum 25:22-Satzgewinn über die Linie gebracht wurde. „Der Gegner hat uns unterschätzt“, frohlockte Seifert, wusste jedoch, dass der WTV noch über Potential verfügte. Dieses zeigte die routinierte Truppe in den folgenden drei Sätzen. Konnte der WTB den zweiten Satz noch ausgeglichen gestalten, war die Übermacht in den beiden folgenden Sätzen für die Werdener Jungspunde zu groß. Dennoch gab sich das Team kämpferisch, möchte im Rückspiel etwas Zählbares mitnehmen: „Wir kennen ihre Stärken und Schwächen und haben selbst noch spielerische Reserven.“
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