Mit leeren Händen

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Die DJK Werden gab den durchaus möglichen Heimsieg noch aus den Händen. Foto: Bangert
 
Handball macht nicht immer Spaß: Malte Mallach wird hart angegangen. Foto: Bangert

Die Werdener Landesligisten verschenkten einen durchaus möglichen Heimsieg

Was für ein gebrauchter Tag: Keinen einzigen Sieg konnten die Werdener Handballer einfahren. Dabei hatte es im Sportpark Löwental lange Zeit sehr nach Heimsieg ausgeschaut. Die Damen konnten zumindest die Verfolger auf Distanz halten.

1. Herren gegen ART Düsseldorf II 29:30
Tore: Pfeffer (8), Kerger (5), Krauthausen (4), Bürger (4), Mallach (3), Vollmer (3), Dewald, Völker.
Fast durchgängig geführt und doch am Ende ratlos auf die leeren Hände blickend. Mit einem Heimerfolg gegen den Dritten ART Düsseldorf II hätten die Löwentaler auf den sechsten Tabellenplatz der Landesliga springen können. Gegen eine mit dünnem Kader angetretene Düsseldorfer Mannschaft verlief die Partie zunächst ausgeglichen. Bis zum 8:8 lag kein Team mit mehr als einem Tor vorne. Dann konnte sich Werden etwas absetzen, nachdem ein überhartes Foul an Sven Pfeffer die Rote Karte für einen ART-Spieler nach sich zog. Beim 12:8 hatten sich die Löwentaler ein kleines Polster erarbeitet. Doch die Gäste ließen sich nicht abschütteln, kamen vor allem durch den starken Rückraum immer wieder zu Toren und hatten schnell den Anschluss wieder hergestellt. Mit einem 15:12 und einem guten Gefühl ging es in die Kabine.

Gar nichts mehr getroffen

Beim 17:17 hatte ART den erneuten Ausgleich geschafft und musste in der Folge auf einen weiteren Spieler verzichten, der mit Verdacht auf eine schwere Knieverletzung ausgewechselt wurde. Die Wechselmöglichkeiten der Gäste waren damit nahezu erschöpft, eigentlich „tödlich“ auf Landesliganiveau. Doch Werden verpasste es, daraus Kapital zu schlagen und sich entscheidend abzusetzen. Im Gegenteil, nur Torwart Patryk Bily war es zu verdanken, dass die DJK nicht in Rückstand geriet. Dann zog der Gast Manndeckung gegen den Werdener Rückraum, die Gastgeber rannten sich in der Deckung fest oder schossen den Torhüter an. Beim Stand von 27:27 wurde es spannend. Werden traf gar nichts mehr, bei ART musste ein weiterer Spieler verletzt vom Feld. In höchster Personalnot holte Düsseldorf sogar noch den Torwart ins Feld. Entscheidend war der starke Düsseldorfer Rückraum, der nicht zu bremsen war. Zumindest ein Punkt wäre möglich gewesen, doch auch der allerletzte Angriff scheiterte am Torhüter. Am Samstagabend geht es zur HSG Velbert / Heiligenhaus. Hier gilt es, den einen Punkt Vorsprung zu verteidigen.

Schnell abhaken

TSV Bocholt II gegen 1. Damen 21:21
Lag es am funzeligen Licht? Von den Deckenlampen war jede Fünfte defekt. Oder war die HSG-Mannschaft noch müde vom Karneval? Sei es, wie es sei, die Werdener Damen holten beim Tabellensiebten jedenfalls nur einen Zähler. Zur Pause lagen beide Kontrahenten mit 9:9 gleichauf. Daran änderte sich nichts, mit 21:21 wurden die Punkte geteilt. Das Team von Trainer Andre Gutjahr konnte immerhin einen Verfolger auf Distanz halten und den direkten Vergleich gewinnen. Die HSG liegt fünf Spieltage vor dem Saisonende weiterhin halbwegs beruhigende vier Punkte vor der abstiegsgefährdeten Zone. Mit einem Sieg im Heimspiel gegen den Vorletzten TB Osterfeld möchten die Werdener Damen ihren Vorsprung noch ausbauen.

Winfried Huttop gegen 2. Herren 40:25
Beim Tabellenzweiten waren 24 Gegentore im zweiten Durchgang einfach zu viel des gar nicht Guten. Zur Halbzeit sorgte ein 11:16 Rückstand noch für ein Fünkchen Hoffnung, doch dies war eher Zweckoptimismus. Nach der Pause brachen die Löwentaler ein und wurden überrannt. Schnell abhaken und weitermachen, ist die Devise. Weiter geht’s mit der „Mission Klassenerhalt“, die Trainer Tristan Kulbartsch und seine Mannen vermutlich bis zum letzten Spieltag in Hochspannung versetzen wird. Am Samstag kommt mit dem TV Kupferdreh der Fünfte der Bezirksliga ins Löwental.

HSG Am Hallo III gegen 3. Herren 40:19
Die Werdener Routiniers lagen zur Pause bereits mit 7:20 hinten. Zwar konnten die Grün-Weißen ihre Torausbeute nach dem Seitenwechsel deutlich ausbauen, sie fingen sich aber weiterte 20 Gegentreffer. Jetzt kommt mit Winfried Huttrop III ein ebenfalls wohl unschlagbarer Gegner.
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