"Das war heißer Hass!"

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Wie die Hölle brannte das Holzhaus von Jürgen T. "Das war Brandstiftung!". Fotos: Privat
Dieser Brand hätte noch viel schrecklicher ausgehen können…!

Die Pressemitteilung der Feuerwehr liest sich normal: Laubenbrand, Stadtgrenze Essen/Mülheim. „Beim Eintreffen der ersten Kräfte brannte eine circa 3 x 5 m große Laube in voller Ausdehnung. Der Brand wurde mit zwei C-Rohren gelöscht, dabei kamen auch die Pressluftatmer zum Schutz der eingesetzten Kräfte zum Einsatz…“ Aber dahinter steckt ein gefährlicher Einbrecher, der vor nichts zurückschreckt. Angst macht sich bei den Anwohnern breit…

Die Idylle der Privatgärten am Postreitweg/Posener Straße trügt. Ein schmaler Pfad führt ins lockende Grün. „Doch hier wird viel eingebrochen“, beklagt Beate Jütte. Sie kennt jede Ecke durch ihre Spaziergänge mit den Hunden in- und auswendig. Doch was Montagabend in der Anlage geschah, bleibt für sie unvergesslich – wie für Hundebesitzer Tobias G. (Namen der Redaktion bekannt).

Ungeheures passierte Gartenbesitzer Jürgen T. Wut kocht bei dem 62-jährigen hoch, als er das Grässliche noch einmal erzählt.
Knapp 14 Tage war er nicht in seinem Garten aus gesundheitlichen Gründen.

Montagmorgen, gegen 8.30. „Das Gartentor war angelehnt. Nebenan stand ein Fahrrad. Ich hatte eine Vorahnung. Riss die Tür meiner Gartenlaube auf. Ein Typ sprang hoch, schubste mich zur Seite, rannte raus. Sauste mit dem Rad so schnell, kam dabei ins Schleudern, verlor seine Schuhe. In der Hütte lag Diebesgut wie Propangasflasche, Monitor, Seitenschneider, Schraubenzieher und mehr. Boden voll gekotet, uriniert. Zig Zigarettenkippen. Sofort informierte ich die Polizei. Die Spurensicherung kam.“

Wie ein Lauffeuer sprang das Geschehen von Nachbar zu Nachbar. Auch Tobias G. hörte davon. Abends machte er einen Spaziergang mit seinem Hund durch die Gartenanlage. „Am Zaun lehnte ein BMX-Rad. Das Tor stand offen. Das war mir gleich verdächtig. In der Laube brannte Licht. Ein Mann, auf die die Beschreibung passte, war drin. Sofort ging ich zu meinen Verwandten, die nicht weit wohnen. Wir informierten sofort Gartenbesitzer sowie Polizei. Kurz darauf hörten wir einen fürchterlichen Knall. Eine Stichflamme schoss hoch. Wir liefen zum Garten von Herrn T. Der Mann war weg…“

Jürgen T. bestätigt: „Mein erster Gedanke nach dem Anruf war: Der ist wiedergekommen! Als ich gegen 19 Uhr eintraf, brannte die Laube mit festem Ziegeldach lichterloh.“ Einig sind sich alle: Pure Rache vom Einbrecher; fackelte das Haus mit Brandbeschleuniger ab. Geschockt ist Jürgen T. „An der Laube hängen so viele schöne Erinnerungen. Mein Vater baute das Holz-Haus vor fast 50 Jahren. Unsere Kinder sind dort groß geworden…“

Täter-Beschreibung: Osteuropäischer Herkunft, Größe circa 1.80 m, sehr stämmig, kurz geschorene dunkle Haare, dunkle Jogginghose, dunkler Blouson. Fahrrad: matt schwarzes Mountainbike.
Hinweise: Polizei Telefon 8290
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2 Kommentare
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Sabine Hegemann aus Essen-Steele | 04.03.2015 | 12:21  
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Hermann Schmidt aus Essen-West | 04.03.2015 | 14:49  
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