Hundeverein "Nöggerath 114" in Hoffnung!

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Flüchtlingsunterbringung an der Nöggerath 114? Mit aller Macht und allen Mitteln - wie die sehr starke DEMO im Februar - wehrt sich der Hundeverein DVG MV Essen-West. Foto: Schattberg
Nach Gespräch mit Oberbürgermeister Thomas Kufen…!

Gestern war der ersehnte Tag im Rathaus. OB Thomas Kufen sprach mit Mitgliedern des Hundevereins DVG MV Essen-West e.V. Kurzfristig kam auch Ratsherr Wolfgang Weber. Für den 90-jährigen Verein geht’s ums Überleben. Für die Stadt – um 200 Asylsuchende, die auf der Nöggerath 114 leben sollen. Unterm Strich? Wir sprachen mit dem 2. Vereins-Vorsitzenden, Heinz Mundt…

Endlich ein persönliches Gespräch. Worte können lockern – oder lahmlegen. Heinz Mundt zusammenfassend: „OB Kufen und Wolfgang Weber stellten die weiterhin angespannte Unterbringungssituation der Stadt dar. Nach wie vor würden Essen täglich 35 Flüchtlinge zugewiesen. Trotz sinkender Asylzahlen würden daher bis auf weiteres alle beschlossenen Standorte benötigt. Schließlich müssten auch bis Ende des Jahres die bisherigen Zeltdörfer abgelöst werden, da die dortigen Zustände auf Dauer nicht tragbar wären.“

Der Stadt-Entscheidung für die „Nöggerath“ sei ein schwieriger Abwägungsprozess vorangegangen. Beschluss trotzdem, weil die Politik sich mehrheitlich gegen Großstandorte ausgesprochen hat. Daher sei man gezwungen, auch auf kleinere Standorte wie die Nöggerath auszuweichen. Jedoch will man uns unterstützen auf der Suche nach Ausweichquartieren.“
So die Stadtansicht.

Unsere Ansicht: „Wir wiesen darauf hin, dass die neuen Standorte noch unter der Rat-Annahme beschlossen wurden, dass 2016 1 Million Flüchtlinge nach Deutschland kämen. Aktuell sinkende Flüchtlingszahlen geben jedoch Hoffnung, dass deutlich weniger Unterbringungskapazitäten benötigt werden. Deshalb unsere innige Bitte: Die Nöggerath 114 ganz hinten auf die Prioritätenliste zu setzen, so dass wir weiter den Platz nutzen können.
Zwar sind wir bereit, das Vereinsgelände als Interimsstandort der Stadt zur Verfügung zu stellen. Aber wir kämpfen weiter für den langfristigen Erhalt des Vereinsgeländes, das seit nunmehr 50 Jahren für Ausbildung, Training, Wettkämpfe genutzt wird. Ausweichen im Notfall – dauerhaft bedeutet das – der Tod des 90-jährigen Vereins.“

Mundt ist Realist. Die Gefühle nachher? „Dass die Stadt Essen unsere Argumente wahrgenommen hat. Wir führten ein offenes, ehrliches Gespräch. Es geht letztendlich um unsere Existenz.“ Der Oberbürgermeister sagte zu, die ausgetauschten Argumente auch in das nächste interfraktionelle Gespräch einzubringen.

Der Verein bleibt nicht untätig „Wir werden Montag unseren Anwalt aufsuchen…Doch wir hoffen auf ein gutes Ende!“ Wir auch!
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5 Kommentare
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Renate Smirnow-Klaskala aus Essen-Nord | 07.04.2016 | 12:34  
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Ingrid Schattberg aus Essen-West | 07.04.2016 | 13:37  
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Doris Eisenmenger aus Essen-West | 07.04.2016 | 14:23  
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Ingrid Schattberg aus Essen-West | 07.04.2016 | 16:20  
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Sabine Hegemann aus Essen-Steele | 07.04.2016 | 19:34  
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