STADT-Klartext zum Teich-Aufschrei

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Seit Jahrzehnten setzt sich mit heißem Herzen, viel Leidenschaft, Dipl-Ing. Dirk Heimeshoff, für alle Grünflächen Süd-West intensiv ein... Foto: Privat
 
Einzige Wasserquelle im größten Essen-Frohnhauser Park ist eine Wasser-Pumpe - die augenblicklich nicht betriebsbereit ist. Die Kinder warten sehnsüchtig darauf! Foto: Schattberg
Noch immer sorgt der angedachte Gervinuspark-Teich für viel Zündstoff. Der Westanzeiger berichtete: Der Teich Aufschrei!

Das Wasser ist jedoch erst eine wunderschöne Idee von Grün und Gruga. Fakt, der Park wird etappenweise umgebaut. Aber schon jetzt hören Hellseher Frösche laut quaken, sehen von Vancouver Gänse fliegen im Park kacken; Keller voll Wasser. Anwohner haben Angst, schrieben an Grün und Gruga…

Hier die Antwort von Dirk Heimeshoff, Dipl.-Ing. Landespflege, Grün und Gruga. Denn nach Ela muss die Stadt schnellstens umdenken, der prognostizierte Klimawandel macht‘s lebensnotwenig.

„….Im Zuge des prognostizierten Klimawandels ist nicht nur von einer Erhöhung der mittleren Jahrestemperatur und einer Verschiebung der jahreszeitlichen Niederschläge auszugehen. Vielmehr wird mit einer Zunahme von Belastungssituationen in den Bereichen Temperatur (Zunahme der heißen Tage im Sommer mit Ausprägung von Hitzeinseln) und Niederschlägen (Starkregen) gerechnet. Damit verbunden werden auch gravierende Nachteile für die Bevölkerung und die gesamte Infrastruktur sein.

Untersuchen zum Stadtklima zeigen, dass städtische Grünflächen, Parkanlagen und Waldgebiete in Abhängigkeit von ihrer Struktur die extremen Auswirkungen durch Verdunstung, Rückhaltung und Versickerung verzögern bzw. abmildern können. So erwärmen sich Vegetationsflächen nicht nur wesentlich langsamer als bebaute Flächen, indem sie weniger Strahlungsenergie aufnehmen und speichern, sondern durch ihre Wasserrückhaltefunktion und die Verdunstung des aufgenommenen Niederschlagswassers sorgen sie zudem für eine Absenkung der Lufttemperaturen bis in die Umgebung hinein.

Unter dem Eindruck dieser Entwicklung hat sich die Stadt Essen entschlossen zunächst bei vier Parkanlagen (Stadtgarten, Segerothpark, Kaiser-Wilhelm-Park, Gervinuspark) eine zukunftsweisende Neuausrichtung in der Parkentwicklung zu verfolgen.

Ein entsprechender Planungsauftrag für den Gervinuspark wurde 2015 erteilt und das Ergebnis in der Sitzung der Bezirksvertretung III am 20. August 2015 vorgestellt und positiv aufgenommen. Auf Empfehlung der BV III wurde am 12. November 2015 in der Gervinusschule im Rahmen eines öffentlichen Info-Abends die Perspektiven der Parkentwicklung noch einmal vorgestellt; auch dort waren die Reaktionen durchaus positiv.

Insbesondere auch zur Anlage eines Teiches, der in seiner Funktion nicht nur zur Belebung der Grünanlage, sondern auch als Vorflut für Starkregenereignisse dienen soll. Keinesfalls kann hier von einer Ablehnung gesprochen werden. In diesem Zusammenhang ist anzumerken, dass die Umsetzung dieses Elementes sich noch in ferner Zukunft befindet und einer konkreteren, detaillierten Planung bedarf.

Die von Ihnen aufgeworfenen Fragestellungen in diesem Zusammenhang werden dann in aller Gründlichkeit zu betrachten sein und sicherlich einer einvernehmlichen Lösung zugeführt werden können. Bitte, haben Sie Verständnis, dass zum jetzigen Zeitpunkt konkrete Aussagen rein hypothetisch wären und einer Überprüfung zur gegebenen Zeit nicht standhalten würden. Eine Beteiligung der Öffentlichkeit, über die in der Zukunft liegenden Planungsschritte im Gervinuspark, ist immer über Bezirksvertretung III sichergestellt.“
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Renate Smirnow-Klaskala aus Essen-Nord | 12.04.2017 | 16:18  
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