Volldampf an stark brandgeschädigter "Bockmühle"

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Betreten verboten! Die Riesen-Gesamtschule Bockmühle für circa 1500 Schüler. Noch ist der Feuerteufel nicht gefasst. Auf Hochtouren laufen Ermittlungen, Machbarkeitsstudie und die Suche nach dem Feuerteufel. Fotos: Schattberg

14 von insgesamt 51 Klassenräumen müssen geschlossen bleiben…Feuerteufel wird gesucht!

Sommer-Ferien haben den Zenit überschritten – 30. August Schulbeginn. Hurra!? Naja. Jedenfalls überwiegen nach schwerer Brandstiftung, 26. Juli, an der Gesamtschule Bockmühle die Sorgenfalten: dramatische Schäden! Bleibt die Schule mit circa 1500 Schülern dicht? Fragezeichen vor Schulbegehung mit Oberbürgermeister Thomas Kufen, Schuldezernent Peter Renzel und Vertretern, ob überhaupt die Flure wieder begehbar sind…!


„Wir hatten Sorge, dass die zum Beispiel gesperrt werden müssten, dann wären, in der Folge, sehr viele Räume nicht zu betreten,“ so Regine Möllenbeck, Fachbereichsleitung Schule, Stadt Essen. Erleichterung nach Ortsbesichtigung. Flure sind alle frei. Die Zahlen von noch nicht nutzbaren Klassenräumen sind geringer als befürchtet, aber noch heftig:

5 Räume müssen total saniert werden, bleiben bis zum Beginn des zweiten Schulhalbjahres geschlossen! In 9 Räumen wird auch noch zum Schuljahresbeginn geschuftet; Teilsanierung von Decken, Wänden, Böden – „damit liegt die Zahl aber weit unter allen Zahlen, die vorher im Gespräch waren. 37 Räume können zum Schulstart genutzt werden.“

Fakt ist, Räume fehlen. Der Fachbereich Schule der Stadt Essen steht in Kontakt mit der Bezirksregierung sowie umliegenden Schulen, um fehlende Klassenräume Orts nah zur Verfügung stellen zu können. Große Hoffnungen werden jetzt auf Schulleiterin Julia Gajewski sowie Stellvertr. Stefan Beyer gesetzt, die bis zum Wochenende in Urlaub waren. „Denn niemand anderes als die Schulleitung selbst kann sagen, wie jetzt die Räume in der Schule genutzt werden können und sollen. Wir, als Schulverwaltung, werden unterstützen wo wir können“, so Möllenbeck.

Wie geht’s weiter mit der maroden „Schrott-Immobilie“? Neubau oder Teilneubau?

Denn 35 Mio. Euro warten auf „Start“! Der persönliche Einsatz von Matthias Hauer MdB für die Bockmühle hatte nämlich gefruchtet. (Wir berichteten). In der „priorisierten Maßnahmenliste“ stehen 35,5 Mio Euro von Bund und Land allein für die Gesamtschule Bockmühle bereit – der größte Einzelposten im Rahmen der Gesamtliste von fast 124 Mio. Euro. Um den Schulstandort Bockmühle – im Herzen Altendorfs – endlich dringend aufzuwerten. Das Schulgebäude ist in einem wirklich schlechten Zustand“, bestätigte Hauer nach mehrmaliger Besichtigung.

Eine Machbarkeitsstudie zur zukünftigen Situation der Gesamtschule Bockmühle ist bereits bei der Stadttochter GVE in Auftrag, soll bis Jahresende fertiggestellt sein; soll auch zeigen, ob ein Neubau an gleicher Stelle eventuell wirtschaftlicher sein könnte.

Keine Frage – diese Schul-Ruine, lange von der Stadt vernachlässigt, gehört unter den Abrissbagger! Lob auf die Lehrerschaft, die dort noch immer mit heißem Herzen circa 1500 Schüler begeistert und unterrichtet.
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