Wie vom Himmel gefallen - Schulhof-Garage

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Mobilitätserziehung in der Bodelschwinghschule, machbar durch Roller-Spenden vom Rotary-Club und zusätzlich - einer Schulhofgarage. Strahlen bei Schulleiterin Hanne Herz-Höhnke und den Kindern. Foto: Gohl
Bodelschwinghschule und Rotary-Club – ein klasse Klassen-Team!

Die bunteste Schule in Essen ist wohl die Bodelschwingh-Gemeinschaftsgrundschule, Essen-Altendorf. Die Familien der 245 Schulkinder stammen zu 93 % aus circa 40 Herkunftsländern. Sprechen 35 verschiedene Sprachen. Fakt: Friedlich geht’s zu. Nur auf dem Schulhof gibt’s kleineWettrennkämpfe zur Pausenhalle. Vorbei. „Engel“ machen’s möglich!

Die Schelle schrillt. Pause! Frische Luft zieht schnell die Schulkinder aus den Klassen raus, rein zum Fuhrpark in der Pausenhalle. Doch der liegt ungünstig. Schluss. Warum?

Schulleiterin Hanne Herz-Höhnke zählt auf: Durch Spenden vom Lions Club, Rotary-Club, der Wohnbau eG besitzt unsere Schule vier Fahrräder, 10 Roller für den Schulunterricht, sechs Roller, drei Fahrräder für den offenen Ganztag.“

Aber warum sind die Fahrzeuge für Schüler so wichtig? Das Stichwort heißt „Mobilitätserziehung“.

Rückblickend die Rektorin: „Der Rotary-Club Essen-Ruhr ließ sich im Sommer 2014 von dem Konzept der Mobilitätserziehung auf dem schuleigenen Verkehrsübungsplatz unserer Schule überzeugen. Übernahm die Kosten für dessen Umsetzung in Höhe von 7000 Euro (wir berichteten). Von diesem Geld wurde die Bemalung des Schulhofs von der Malerfirma Teesch ausgeführt, mehrere geeignete Roller und andere Fahrgestelle angeschafft. Unsere Kinder sind hier schon im Nachteil, weil sie in Altendorf nicht die Möglichkeit haben, mit dem Fahrrad mal eben in grünen Bezirken zu üben, zu fahren; sondern nur auf gefährlichen Verkehrswegen.“

So, damit die Roller und Fahrräder auch noch viele Jahre eingesetzt werden können, standen sie bisher in der Pausenhalle. Die wird aber dringend benötigt für Regen-Pausen, Spielstunden, kleine Veranstaltungen. Die Flitzer stehen dann im Weg.

Helfer in der Not ist wiederum der Rotary-Club Essen-Ruhr. Denn die Fahrzeuge sollen ja problemlos genutzt, eingesetzt werden, aber nicht draußen verrotten. Die Lösung hat sechs Buchstaben: Garage. Mit Idealmaßen. Sockelmaß 3 x 3 Meter, Höhe, 2.52 Meter, Tiefe: 3.58 Meter. Wandfarbe alpin weiß, Dachumrandung, Tür: anthrazit. Außenhaut: Stahlblech. Kostenpunkt 2600 Euro. Wow!

Logisch, die Immobilienwirtschaft der Stadt Essen ist mit dieser stattlichen Schenkung von Rotary total „happy“ - wie die Schulgemeinde. Ganz aus dem Häuschen sind die Kinder.
„Damit die Garage im Gerangel nicht beschädigt wird, wird wieder ein Garagen-Dienst eingerichtet. Genau wie auf der Toilette“, verdeutlicht Herz-Höhnke, „der seit zwei Jahren von Viertklässlern ausgeführt wird.
Schüler führen eine Art Protokoll: was nicht so gut läuft. Wer mit zu viel Papier das WC verstopft; wer nicht abzieht; sich nicht die Hände wäscht.“

Übrigens, Klo gegen Garage? Beide Sachen laufen bei den Schülern super.
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Hermann Schmidt aus Essen-West | 03.02.2015 | 11:13  
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