Wiedersehen macht Freude

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Seit 60 Jahren unzertrennlich: Die Schülerinnen der ehemaligen Herderschule treffen sich immer noch regelmäßig.
Klassentreffen nach 60 Jahren



Vor genau 60 Jahren verließen Renate Werseck und ihre Mitschülerinnen die damalige Herderschule (heute Elisabethschule). Jetzt, sechs Jahrzehnte nach ihrem gemeinsamen Abgang, traf sich die ehemalige Mädchenklasse zum wiederholten Mal im Pfarrzentrum von St. Elisabeth, um einen schönen Tag zu verbringen und über die alten Zeiten zu plaudern.


„Im April 2016 sind es genau 60 Jahre geworden“, präzisiert Werseck. „Zum ersten Mal veranstaltet haben wir unser Ehemaligentreffen zum 25. Jubiläum. Das hat allen so gut gefallen und alle haben sich so gefreut, dass wir es dann regelmäßig gemacht haben.“
Regelmäßig, das bedeutet jedes zehnte Jahr. Außer das 55. Jubiläum, das wurde auch begangen. Organisatorin und Initiatorin war immer und ist noch Renate Werseck. Sie schreibt die Einladungen und kümmert sich um die Lokalität. „Man mag meinen, dass am schwersten ist, die ganzen Adressen herauszubekommen“, erklärt sie. „Da hatte ich damals aber Glück, weil ich wusste, wo viele Eltern meiner Mitschülerinnen lebten. Diese konnten mir dann die Anschrift ihrer Töchter geben. Manchmal gab es aber auch sehr hilfsbereite Nachbarn, die mir gesagt haben, wohin besagte Dame umgezogen ist.“

Aus ganz Deutschland reisen die Damen an

Heute kommen sie von überall her: Aus Hessen, dem Westerwald, Norddeutschland, aber auch in Essen Frohnhausen sind ein paar geblieben. „Ein Geschwisterpaar wohnt nicht weit vom Pfarrzentrum entfernt, die treffe ich dann im Gesangsverein.“
Kennengelernt haben sie sich damals in der Volksschule, heute würde man Grundschule sagen. Als reine Mädchenklasse gingen sie zusammen durch die ersten acht Klassen, dann wechselten welche auf die höhere Schule, andere gingen ab.
Vor zehn Jahren, sprich beim letzten Treffen, hatte Renate Werseck einen Überraschungsgast eingeladen: Prälat Klaus Malangre, damals der erste Religionslehrer der Damen und bei seinen Schülerinnen äußerst beliebt. Leider konnte dieser aus gesundheitlichen Gründen in diesem Jahr nicht mit den Jubilarinnen feiern, ließ aber seine Grüße ausrichten.

Gemütlich beisammen sitzen und Neuigkeiten austauschen

„Wir müssen ehrlich sein, wir werden nicht mehr jünger“, meint die Organisatorin. „Als ich in diesem Jahr die Einladungen verschicken wollte hat mir der Sohn einer Mitschülerin gesagt, dass seine Mutter verstorben ist. Und das zwei Tage bevor die Einladung verschickt worden wäre. Das trifft dann schon.“
Dennoch wird die Tradition so lange es geht weiter bestehen. Dies ist der einzige Zeitpunkt, an dem sich alle treffen können. Der Ablauf des Tages dabei ist immer gleich: Der Tisch im Pfarrzentrum ist schön dekoriert, es stehen Pralinen auf dem Tisch und man isst zusammen Mittag. Im Anschluss sitzt man noch gemütlich beisammen und quasselt über die Enkelkinder oder andere Dinge, die passiert sind. „Kaffee oder auch mal ein Gläschen Wein dürfen dabei natürlich nicht fehlen“, schmunzelt Werseck. Wiedersehen macht eben Freude!
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