Farbe, Licht und Raum - Die Ausstellung „Farbwechsel“ startet im Kunstmuseum Gelsenkirchen

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Die Veranstaler und Künstler Leane Schäfer, Jan Scharrelmann, Ulrich Daduna, Elisabeth Sonneck und Christoph Dahlhausen (v.l.) freuen sich auf den Beginn der Ausstellung.
Gelsenkirchen: Kunstmuseum |

Am Freitag, 28. November, startet die Ausstellung „Farbwechsel“in der Reihe „Malerei und Objekt“ in der Alten Villa des Kunstmuseums Gelsenkirchen um 19 Uhr mit einer Vernissage bei der auch die ausstellenden Künstler anwesend sein werden.

Sechs Künstler, von denen fünf ihre Wurzeln in Nordrhein Westfalen haben, stellen auf drei Etagen ihre Werke aus. „Die Besucher werden einige Überraschungen erleben, da die Darstellungsweise der sechs Aussteller unterschiedlicher nicht sein könnte doch alles fließend ineinander eingeht“, sagt Leane Schäfer vom Kunstmuseum Gelsenkirchen.

Bei allen steht jedoch das Phänomen Farbe im Mittelpunkt. Außerdem handelt es sich bei allen um „Arbeiten bei denen man sich selbst erleben kann. Die Freude am Erleben ist der gemeinsame Nenner“, meint einer der ausstellenden Künstler, Christoph Dahlhausen. Der Besucher müsse offen und frei sein und solle ohne Vorgaben die Kunst für sich selbst erfahren.

Schon durch die Fenster können sich Interessierte einen kleinen ersten Eindruck verschaffen. Dort ist die Konstruktion aus Baugerüsten und blauen Leuchtröhren von Dahlhausen zu sehen, die auch Bindeglied der gesamten Ausstellung ist. „Meine Konstruktion ist ein chaotisches Kreuzgeflecht, das verdeutlichen soll, dass Kunst frei ist“, so Dahlhausen. Jeder Künstler hat einen eigenen Raum, die Übergänge sind jedoch fließend.

Phänomen der Farbe im Mittelpunkt


In Jan Scharrelmanns „Raum“ gibt es große, farbenfrohe Farbkörper aus Styropor und Epoxidharz zu sehen. „Ich möchte mit meinen Arbeiten industriellen Werkstoffen Seele einhauchen. Meine Skulpturen zeigen eine eingefrorene Dynamik und verbinden Realismus und Menschlichkeit mit Mystik und Spiritualität“, erzählt Scharrelmann.
Frank Piasta will mit seinem experimentellen Werk, das durch Spiegelbruchstücke den ganzen Raum einnimmt, den Raum reflektieren und die Wirklichkeit darstellen.

Am nächsten an der klassischen Malerei scheint Roman Lang mit seinen Malereien auf Holz zu sein, meint auch Ulrich Daduna vom Kunstverein Gelsenkirchen. Aber auch seine Bilder „wirken dreidimensional und fordern die Wahrnehmung heraus, was typisch für die Ausstellungen in unserem Hause ist“, fügt Leane Schäfer hinzu. Regine Schuhmann arbeitet mit fluorezierendem Acrylglas und typisch für die Künstlerin mit Schwarzlicht. „Auch hier wird der Besucher wieder seinen Augen nicht trauen“, vermutet Schäfer.
Im Dachgeschoss hat Elisabeth Sonneck ihr Ausstellungszimmer, den sogenannten Lavendelraum, den die Künstlerin voll ausgenutzt hat. „Ich habe mit dem speziellen Raum, der durch das Fachwerk vorgegeben ist gearbeitet“, sagt die Künstlerin selbst. Wie bei allen Ausstellern ist auch ihre Arbeit der gesamte Raum.

„Tafelmalerei entspricht nicht mehr der Zeit. Kunst befindet sich im radikalen Wandel und befinde sich immer mehr im Raum. Experimentiert wird außerdem mit Licht und Farbbewegung und der Besucher wird immer stärker miteinbezogen“, erklärt Daduna.
Diesem Trend folgt auch das Kunstmuseum Gelsenkirchen und ebenso entspricht auch „Farbwechsel“ diesem.

Info:
- Ausstellung vom 29. November 2014 bis 18. Januar 2015 zu sehen
- Vernissage am 28. November 2014 um 19 Uhr
- Öffnungszeiten: Dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr
- Ausstellungsort: Alte Villa des Kunstmuseums Gelsenkirchen, Horster Straße 5-7, 45879 Gelsenkirchen
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2 Kommentare
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Hans-Jürgen Smula aus Gelsenkirchen | 01.12.2014 | 11:55  
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Laura da Silva aus Gelsenkirchen | 01.12.2014 | 14:41  
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