2500 Euro Spende für Tierheim

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Ulrike Ballhause von der Erbengemeinschaft und Detlef Fohlmeister vom Tierheim Gelsenkirchen mit dem Scheck über 2500 Euro. Foto: Wolf
Erbengemeinschaft Uwe Schimmelpfennig übergibt Scheck

Die Erbengemeinschaft des 2011 verstorbenen Schornsteinfegermeisters Uwe Schimmelpfennig hat eine im Testament festgelegte Spende in Höhe von 2500 Euro an das Tierheim Gelsenkirchen übergeben.

von Marco Wolf

GE. Im November 2011 plagten Uwe Schimmelpfennig urplötzlich starke Schmerzen, insbesondere im Bauch. Die Untersuchungen im Krankenhaus ergaben eine schlechte Diagnose: Drei verschiedene Krebsarten hatten im Körper des Schornsteinfegermeisters gestreut. Zur sofortigen Notversorgung wurde Schimmelpfennig in ein Marler Krankenhaus gebracht und dort notoperiert. Der Zustand verschlechterte sich allerdings zusehens, sodass er wenig später über eine Initiative der Schwestern ins Stadtlohner Elisabeth-Hospiz verbracht wurde. Dort starb Schimmelpfennig fünf Tage später am 21. November 2011.
Die Erbengemeinschaft musste nun einige Anstrengungen aufwenden, denn testamentarisch vorgesehen waren zwei Spenden: 5000 Euro für das Elisabeth-Hospiz und 2500 Euro für das Tierheim Gelsenkirchen. Letzteres hatte der Tierfreund Schimmelpfennig häufig sonntags bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen besucht.
Das Eigentumshaus des Bruders musste langwierig aufgeräumt werden, da der üblicherweise sehr ordentliche Bruder durch die starken Schmerzen - er war drei Jahre nicht mehr beim Arzt vorstellig - nicht mehr dazu kam, den Haushalt zu führen. Dazu kamen weitere Verschuldungen, die zunächst getilgt werden mussten, bevor das restliche Geld gespendet werden konnte.
Glücklicherweise stand der Erbengemeinschaft der Bezirksschornsteinfegermeister Hermann Kranefeld zur Seite, der den Betrieb des Verstorbenen abwickelte und dabei etwa 400 durch die Krankheit liegengebliebene Rechnungen abrechnete. Schimmelpfennig war aufgrund der Schwere der Erkrankung nämlich auch nicht mehr in der Lage, die Buchhaltung durchzuführen, sodass viele Papiere ungeordnet vorgefunden wurden. „Unser großer Dank gilt Herrn Kranefeld, denn er hat keine Mühe gescheut, sich durch den Berg an Papierkram zu wühlen und uns wesentlich bei der Tilgung der Schulden geholfen“, so Schimmelpfennigs Schwester Heike Jelonek.
Im Nachhinein blieb gerade so viel Geld übrig, um die vorgesehenen Spenden zu überweisen. Nach zwei Jahren Schuldenkampf war es am Samstag, 16. März, so weit und die beiden Schwestern Heike Jelonek und Ulrike Ballhause übergaben Detlef Fohlmeister vom Tierheim Gelsenkirchen den Scheck über 2500 Euro. „Wir sind sehr dankbar für die Spende und auch der Zeitpunkt ist optimal, da die Einrichtung einer Quarantäne-Station für Hunde viel Geld gefordert hat“, so Fohlmeister.
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