Deutsche Geschichte an historischen Orten erleben

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Das Foto zeigt die Gruppe an der Gedenkstätte Hohenschönhausen. (Foto: Privat)
Gelsenkirchen: Jugenzentrum Nottkampstrasse |

30 Jugendliche im Alter von 13 bis 17 Jahren der städtischen Jugendzentren Nottkampstraße und Driburger Straße erlebten fünf Tage lang in Berlin ein etwas andere Herbstferienprogramm.



Die Jugendlichen konnten in der Hauptstadt vor Ort Geschichte erfahren und viele geschichtsträchtige Orte besuchen.

Berlin leuchtet (nicht nur für die Gelsenkirchener Jugendlichen)


Schon am ersten Abend ging es vom Alexanderplatz entlang der Straße „Unter den Linden“ bis zum Brandenburger Tor. Fast alle Gebäude entlang der Strecke (Dom, Gendamenmarkt, Schlossbrücke …) waren durch kunstvolle Inszenierungen in farbige Lichter getaucht anlässlich von „Berlin leuchtet“.

Mit moderner Technik auf den Spuren der Geschichte


Am folgenden Tag stand ein ausführlicher Stadtrundgang auf dem Programm. Reichstag, KanzlerInnenamt, Brandenburger Tor, Holocaust-Gedenkstätte, Potsdamer Platz, Checkpoint Charlie, Museumsinsel, Kurfürstendamm… alles wurde zu Fuß erkundet. Immer dabei waren Geocachinggeräte um auf dem Weg verborgene Verstecke zu finden. Zur Vorbereitung darauf hatten die Jugendlichen in der ersten Herbstferienwoche den Umgang mit den Geocachinggeräten gelernt und in Gelsenkirchen die Tour „Spuren der Verfolgung im Dritten Reich“ per Geocaching unternommen.

Erschütternde Einblicke


Der nächste Tag in Berlin stand ganz im Zeichen des Besuchs der Gedenkstätte Hohenschönhausen. Der Besuch in dem zu DDR Zeiten `verbotenem Stadtteil´ beeindruckte die Jugendlichen tief. Hier war das Zentrum der Diktatur, die Stasizentrale, die Wohnsiedlung der Regierungsmitglieder, alle wichtigen Staatseinrichtungen befanden sich in dem Sperrbezirk, den kein normaler DDR Bürger betreten durfte.
Im ehemaligen Stasigefängnis, im dem nur politische Gefangene untergebracht waren, wurden die Jugendlichen von einem ehemaligen Inhaftierten durch die Anlage geführt. Besonders beeindruckend war die Schilderung seiner Inhaftierung.
Zu Beginn der 80 er Jahre unterhielt er sich mit einem Freund über seine Idee aus der DDR zu fliehen und wurde von seiner Freundin, die dies mitgehört hatte, denunziert. Es folgte eine jahrelange Inhaftierung in mehreren DDR Gefängnissen, immer in dem Gefühl dem allmächtigen DDR Staat ausgeliefert zu sein.
Nach diesem Besuch ging es noch auf das höchste Bauwerk Deutschlands, den Fernsehturm um Berlin ´von oben´ zu erkunden.
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3 Kommentare
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Volker Dau aus Bochum | 07.11.2014 | 00:18  
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Volker Dau aus Bochum | 07.11.2014 | 00:24  
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Volker Dau aus Bochum | 07.11.2014 | 00:24  
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