100 Jahre Rathaus Buer

Die feierliche Enthüllung der Erinnerungstafel nahmen Oberbürgermeister Frank Baranowski und  Bürgermeister Klaus Hermandung gemeinsam vor.
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  • Die feierliche Enthüllung der Erinnerungstafel nahmen Oberbürgermeister Frank Baranowski und Bürgermeister Klaus Hermandung gemeinsam vor.
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Im Jahr 2011 feierte man in Buer das 100. Jahr der Stadtwerdung. Die damaligen Stadtoberhäupter waren fix und übergaben bereits ein Jahr später das Rathaus Buer seiner Bestimmung, das somit nun seinen 100. Geburtstag feierte.
Es war nicht ganz der Jahrestag der feierlichen Einweihung des Rathauses, denn die fand am 21. September 1912 statt, aber es war ein feierlicher Rahmen und das Rathaus präsentierte sich schön herausgeputzt zu diesem Anlass.

Erinnerungstafel sorgt für bleibende Erinnerung

Doch bevor es zur eigentlichen Feier ging, wurde eine Erinnerungstafel enthüllt, die fortan auf die bewegte und bewegende Geschichte des Buerschen Rathauses hinweisen wird. Gemeinsam gaben Oberbürgermeister Frank Baranowski und Bürgermeister Klaus Hermandung den Blick frei auf die Tafel, die nun allen Bürgern offen zugänglich am „alten Eingang“ oder am Standesamtseingang zu sehen ist.
Eben an der Stelle, an der vor 100 Jahren der damals Erste Bürgermeister der Stadt Buer, Karl Russel, den Schlüssel für das Gebäude entgegen nahm.
Das Rathaus ist für die Bueraner dank seines Turmes, der heute in den Abendstunden blau illuminiert wird, mehr als nur ein Gebäude mit „Strahlkraft“, es ist ein Stück Heimat und es ist im wahrsten Sinne ein Leuchtturm. Denn immer wieder ist von Bueranern zu hören, dass sie sich erst zu Hause angekommen fühlen, wenn sie den Rathausturm im Blick haben.
In seiner Rede zum 100. Geburtstag ließ Oberbürgermeister Baranowski auch die Geschichte des Hauses Revue passieren. Denn schon im Jahr 1928 wurde Buer mit Horst und Gelsenkirchen zusammengeschlossen und es gab gleich zwei Rathäuser in der Stadt. Doch das Buersche Rathaus bliebt der Sitz der Stadtverordnetenversammlung und das bis in die 60er Jahre hinein.
Derzeit beherbergt das Rathaus auch wieder den Oberbürgermeister und seinen Stab, wozu die Mitarbeiter des eigentlich „Technischen Rathauses“ ordentlich zusammen rücken mussten. Doch im nächsten Jahr sollen sie wieder mehr Luft bekommen, wenn das Neue Hans-Sachs-Haus eröffnet wird und die Abteilungen wieder ihre angestammten Büros einnehmen können. Doch auch dann, so versprach das Stadtoberhaupt, wird das Buersche Rathaus nicht an Wichtigkeit verlieren.

Eine Stadt mit zwei Zentren

Mit Blick auf die Bipolarität der Stadt, die durch den Rhein-Herne-Kanal, der gern auch als innerstädtische Demarkationslinie bezeichnet wird, getrennt ist, erklärte der Oberbürgermeister auf lockere Art seine Sicht der Dinge: „Es gibt Bueraner, es gibt Glesenkirchener. Es soll auch Bueraner geben, die sich als Gelsenkirchener verstehen. Es gibt Menschen, die sich als Bürger des Ruhrgebiets verstehen. Das soll alles so sein.“
Wichtig ist aus seiner Sicht, dass die Balance stimmt und man sich bewusst ist, Teil eines Ganzen zu sein. Darum wünschte Frank Baranowski allen „Gelsenkirchenern, Bueranern und Gelsenkirchenern Buerscher Herkunft einen schönen Abend“.

Das Rahmenprogramm

Und dass es ein schöner Abend wurde, dafür sorgten der Kinderchor der städtischen Musikschule mit seinen Gesangsdarbietungen, Schauspieler Ulrich Penquitt mit seiner szenischen Darbietung als Rathaus-Narr, nostalgische Musikuntermalungen aus der Zeit des Rathaus-Baus und historische Bilder. Nicht zu vergessen, das Büfett, das mit Leckereien aufwartete, wie man sie schon zur Einweihung des Rathauses vor 100 Jahren serviert haben könnte.

Autor:

silke sobotta aus Gelsenkirchen

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