LINKE. fordert: Keine Gastspiele von Zirkussen mit Wildtieren in Gelsenkirchen

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Pressemeldung der Linksfraktion Gelsenkirchen

In der Ratssitzung im Februar kommenden Jahres wird DIE LINKE. im Rat der Stadt Gelsenkirchen den Antrag stellen, dass Zirkussen, die in ihrem Programm Wildtiere auftreten lassen, das Gastspiel auf städtischem Gelände nicht erlaubt wird.
„Bereits im letzten Jahr zeigte der Gelsenkirchener Weihnachtszirkus, dass ein Zirkus auch existieren und ein buntes Spektakel bieten kann, ohne Wildtiere zu halten und diese zur Programmgestaltung zu nutzen“, so der seit langen Jahren aktive Tierschützer und Fraktionsvorsitzende Martin Gatzemeier.
Bereits 2003 und nochmals 2011 hat der Bundesrat die Bundesregierung in zwei Entschließungen beauftragt, die Haltung von Wildtieren (insbesondere Affen, Elefanten, Bären u.a.) im Zirkus zu verbieten. Die Bundestierärztekammer hat 2010 hierzu ebenfalls deutlich Stellung bezogen und ein Verbot von Wildtieren in einem reisenden Zirkus gefordert. In 18 europäischen Ländern sind bereits alle oder bestimmte Tierarten in Zirkusbetrieben verboten
„Eine repräsentative Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung von April 2010 zeigt, dass zwei Drittel der deutschen Bevölkerung Wildtiere im Zirkus nicht mehr zeitgemäß finden. Dieses Ergebnis wurde im Herbst 2011 durch zwei weitere repräsentative Umfragen bestätigt. Außerdem sind sich international anerkannte Wildtierexperten darin einig, dass Wildtiere im Zirkus keinesfalls artgerecht leben können.
Mittlerweile haben insgesamt 47 Städte in Deutschland Verbote oder zumindest Einschränkungen für Zirkusse beschlossen, darunter Städte wie Bottrop, Düsseldorf und Köln. Wir erwarten von der Stadt Gelsenkirchen, dass sie hier nachzieht und dem Auftrag des Bundesrates nachkommt, wenn schon die Regierung nichts tut“, so Gatzemeier abschließend.
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2 Kommentare
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Brunhilde Michaelis aus Gelsenkirchen | 17.12.2015 | 10:12  
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Brunhilde Michaelis aus Gelsenkirchen | 18.12.2015 | 09:32  
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