ArztMobil erhält nette Spendensumme

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Lauter glückliche Gesichter gab es bei der Spendenübergabe von Norbert Labatzki und emschertainment-Chef Helmut Hasenkox an das ArztMobil. Das Foto zeigt von links: Dr. Wolfgang Nolte, Patrizia Vacca, Norbert Labatzki, Prof. Dr. Helmut Hasenkox, Daniela Stiesberg, Maria Behling und Jennifer Wnuk. Foto: SiSo
Gelsenkirchen: Männerübernachtungsheim |

So ganz hat es nicht geklappt, die 10.000 Euro-Marke zu knacken, aber der Verein ArztMobil zeigt sich trotzdem hoch erfreut über die Spende von 6.485,87 Euro, die 80% des Erlöses aus der Straßenfeuer 2.0-Spendengala ausmachen. Die anderen 20 % fließen in das Projekt der Obdachlosenzeitung Paperboy.

Die zweite Spendengala war ein voller Erfolg für alle Seiten


Die zweite Gala spülte somit gut 5.000 Euro mehr in die Spendenkasse des für Gelsenkirchen wichtigen Projektes als die erste Gala dieser Art. Damit wird deutlich, dass die Aktion inzwischen gut angenommen wird und die Gelsenkirchener sich gern für den guten Zweck vergnügen lassen.
Denn die zweite Gala konnte mit hochkarätigen Gästen wie Uwe Lyko alias Herbert Knebel und dem Flamenco-Gitarristen Rafael Cortéz aufwarten.

Es wird weiter gehen mit der Straßenfeuer3.0-Spendengala am 13. März 2016


Diese beiden und weitere Programmpunkte sorgten dafür, dass 630 Besucher in das Hans-Sachs-Haus strömten, das somit ausverkauft war. Als Ideengeber und Organisator kann sich Norbert Labatzki glücklich und stolz schätzen, denn mit einer so hohen Akzeptanz war auch im zweiten Anlauf nicht zu rechnen gewesen.
Am Ende freut sich in Gelsenkirchen vermutlich niemand mehr über das Gelingen als der Verein ArztMobil, der seit vielen Jahren ein rollendes Sprechzimmer in Gelsenkirchen betreibt und damit zu den Menschen fährt, die am Rande der Gesellschaft zu Hause sind.

Das ArztMobil


Neben der rein medizinischen Versorgung bietet der Verein auch eine drogentherapeutische Betreuung und psychosoziale Begleitung an. Damit erfüllt das ArztMobil eine Aufgabe, die eigentlich der Stadt obliegt. Diese ist aber dankbar für die Arbeit des Vereins, weil sie weniger kostenintensiv ist, als wenn die Stadt in Eigenregie tätig werden müsste. So werden rund 80% der Finanzierung von der öffentlichen Hand ermöglicht, die anderen 20% der Kosten muss der Verein über Spenden finanzieren.
„Wir sind froh, dass wir seit einigen Jahren von der Stadt finanziert werden. Zuvor war das Land für uns zuständig und das bereitete uns alljährlich Planungsprobleme“, schilderte der Vorsitzende des ArztMobil, Dr. Wolfgang Nolte. „Wir mussten jährlich im Oktober die Anträge für das Folgejahr stellen. Entsprechend mussten sich unsere Hauptamlichen zu diesem Zeitpunkt auch arbeitslos melden, weil die Finanzierung ja nicht gesichert war. Damals konnte es dann auch passieren, dass die Bewilligung erst im Mai erfolgte und die Gelder dann rückwirkend gezahlt wurden. Doch den Mitarbeitern hat das auch nicht geholfen und viele nahmen ihnen angebotene feste Stellen sofort an, um Planungssicherheit zu haben.“

Die Arbeit ist leichter geworden


Inzwischen sind die Anträge bei der Stadt nur noch alle zwei Jahre erforderlich und mit den Geldern ist fortlaufend zu rechnen. Das bewirkt auch, dass das Team inzwischen ein sehr eingespieltes und langjähriges ist.
„Früher bedeuteten die Wechsel auch, dass sich unsere Patienten erst einmal auf die ‚Neue‘ einstellen mussten. Bis die Vertrauensbasis wieder hergestellt ist, braucht es mitunter sechs Monate“, weiß Nolte aus langjähriger Erfahrung.
Streetwalkerin Jennifer Wnuk profitiert mit ihrer Kollegin Patrizia Vacca auch von dieser Erfahrung: „Wir genießen eine hohe Akzeptanz bei den Leuten, sie freuen sich richtig auf uns. Das bedeutet auch ein geringeres Gefährdungspotential. Und wir haben auch gute Sensoren dafür entwickelt, wenn die Stimmung mal nicht so gut ist. Dann ziehen wir uns einfach zurück.“

Vertrauen ist das A und O bei dieser Arbeit


Ärztin Maria Behling ist eine langgediente in den Reihen des ArztMobil und genießt seit langem das Vertrauen ihrer Patienten, die sie an niedergelassene Ärzte oder auch Krankenhäuser weiterverweist, wenn sie mit ihren eingeschränkten diagnostischen Möglichkeiten am Ende ist.
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