Beim S04 wird der gute Saisonstart mit Füßen getreten

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Hier grätscht Torben Marx dem Schalker Jefferson Farfan den Ball und Schalke damit weiteres Selbstbewusstsein weg. Der S04 spielte nur 1:1 und gewann damit nur zwei der letzten acht Pflichtspiele. Foto: Gerd Kaemper
Gelsenkirchen: Veltins Arena |

Vor wenigen Wochen war es noch der beste Saisonstart seit 41 Jahren. Nun stecken die Schalker in ihrer ersten ernsthaften Krise seit der zweiten Ära Stevens. Ist es sein letztes Jahr? Schon lange warten die Schalker Fans darauf, dass Manager Horst Heldt endlich verkündet, dass Klaas-Jan Huntelaar und Lewis Holtby ihre am Saisonende auslaufenden Verträge verlängert haben. Doch ein anderer auslaufender Vertrag rückt immer mehr in den Fokus. Der des Cheftrainers, der des Schalker Jahrhunderttrainers Huub Stevens.

Stevens selbst hat zuletzt immer wieder betont, dass man sich in Ruhe in der Winterpause zusammensetzen wird, um das Beste für ihn und Schalke zu eruieren. Es gibt nicht wenige, die derzeit behaupten, das Beste für Schalke und auch Stevens selbst wäre eine Trennung im kommenden Sommer. Der Name Büskens fällt immer häufiger als potentieller Nachfolger. Der jetzige Trainer von Greuther Fürth ist als „Eurofighter“ bei den königsblauen Fans beliebt. Schon zweimal sprang er vor seiner Fürth-Zeit als Interimstrainer beim S04 ein und gewann neun von 15 Spiele. Allerdings mangelt es Büskens an Erfahrung. Wäre er der richtige Mann an der Seitenlinie?

Fest steht, dass Stevens es derzeit nicht schafft, das Ruder herumzureißen. Kritiker werfen ihm vor, in schlechten Zeiten auch schlechte Stimmung zu verbreiten - allein nur durch sein Auftreten in der Öffentlichkeit, was sich auch auf die Mannschaft übertragen könne. Die bislang eher als liebevolle bekannte Bezeichnung„Der Knurrer von Kerkrade“ bekommt auf alle Fälle deutliche Risse.

Da wundert es nicht, dass Stevens vor dem gestrigen Spiel in Montpellier (1:1) doch unbedingt gewinnen wollte, um das Selbstbewusstsein zu stärken. Nach dem letzten Spiel gegen Arsenal hatte es noch geheißen, dass es egal sei, ob man Erster oder Zweiter in der Gruppe werden würde.
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