VIA - Der Maler David Schnell in der Neuen Galerie Gladbeck 24. April bis 26. Juni 2015

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David Schnell
Gladbeck: Neue Galerie Gladbeck | Ausstellungseröffnung:
David Schnell
am Freitag, den 24. April 2015
um 19.30 Uhr.
Seine Gemälde wirken wie gepixelte Landschaften in Orange- Rot- oder
Blautönen. Farbbalken und Linien bilden ein Unterholz, das oft den
Fluchtpunkt nur erahnen lässt oder ihn als entrhythmisierenden
Kontrapunkt einsetzt. Auf den Gemälden des in Leipzig lebenden Malers
David Schnell ist nichts sicher. Der Betrachter geht nicht verloren,
kann mit dem Auge jedoch abrutschen.

Plötzlich verwandeln sich Landschaften in Räume, und das Außen wird
zum Innen und umgekehrt. Die Bilder des 1971 in Bergisch Gladbach
geborenen Künstlers sind Zwischenlagen, die die Abstraktion mit
konkreten Raum- und Naturerlebnissen in Beziehung setzen.

Nicht umsonst verleiht David Schnell seiner Einzelausstellung im
Museum „Neue Galerie Gladbeck“ den Titel „via“. Zum einen steht das
italienische „via“ für deutsch „Weg“. „via“ verweist auch auf David
Schnells eigenen künstlerischen Weg, der ihn zu einem längeren
Stipendiumsaufenthalt in Rom in die Villa Massimo führte. Schnells
dortige Eindrücke spiegeln sich auch in Gladbeck wider und zeigen eine
malerische Auseinandersetzung mit barocken römischen Kirchen und
Plätzen.

Im Rahmen seiner Ausstellung wird David Schnell auch auf den alten
Lesesaal der Neuen Galerie reagieren und den historischen Glasfenstern
seine Arbeiten entgegensetzen. Schnell selbst hatte sich bereits mit
der Gestaltung von Glasfenstern auseinandergesetzt. Befindet sich in
der Leipziger Thomaskirche doch das von ihm im Jahr 2009 entworfene
„Friedensfenster“.

Auf der anderen Seite bedeutet der Ausstellungstitel „via“ im
Deutschen so etwas wie „fort sein, raus sein“. In diesem
Spannungsverhältnis stehen alle Bilder und Grafiken, die im Museum
„Neue Galerie“ in Gladbeck zu sehen sein werden. Kaum hat das Auge den
richtigen Weg gefunden, stößt David Schnell den Betrachter wieder aus
der Orientierungsbahn heraus und verfrachtet ihn zwischen Raum und
Natur.

Text: Claudia Cosmo
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