Klimaschutz auf Kirchendächern

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Unbemerkt von den Besuchern des Gemeindfestes verrichtet die Fotovoltaikanlage auf dem Gemeindehaus Zweckel ihren Dienst.Foto: Kirchenkreis
„Umweltschutz ist die aktive Bewahrung der Schöpfung“

Gladbeck. Auf den Dächern der Evangelischen Gemeindehäuser in Gladbeck-Mitte, Brauck und Zweckel bedecken große bläulich schimmernde Platten die schwarzen Dachpfannen. Der Kirchturm der Christuskirche spiegelt sich in den zahlreichen Solarzellen auf dem Dach des Hauses der Evangelischen Kirche an der Humboldtstraße.

Und wenn die Sonne scheint, freut sich Superintendent Dietmar Chudaska gleich doppelt: Der Strom aus den Fotovoltaikanlagen dient dem Umweltschutz und spült, ins Netz des örtlichen Stromversorgers eingespeist, bares Geld ins Portemonnaie.
Vor gut 15 Jahren begann man im Kirchenkreis Gladbeck-Bottrop-Dorsten mit der Sonnenstromgewinnung auf kirchlichen Gebäuden und auch das Diakonische Werk Gladbeck-Bottrop-Dorsten investierte in den letzten Jahren massiv in Fotovoltaikanlagen auf den Dächern seiner Einrichtungen.

„Schöpfung und somit die aktive Bewahrung der Schöpfung ist ein wichtiges Thema im Kirchenkreis“, sagt Superintendent Chudaska. „Wir nehmen den Umweltschutz auf allen Ebenen ernst.“
Ein deutlich sichtbares Zeichen, wie ernst sie es damit meinen, zeigen die Evangelischen Kirchengemeinden Gladbeck, Bottrop, Hervest-Wulfen und Holsterhausen in Dorsten. Sie alle machen mit beim Projekt „Der grüne Hahn“, ein Umweltschutzmanagement für eine Kirche mit Zukunft. Bereits 2003 hatte die westfälische Landeskirche das Projekt gestartet. Die beteiligten Gemeinden und Einrichtungen stellen mit dem Umweltmanagement den Strom- und Wasserverbrauch, die Müllentsorgung sowie Bauprojekte auf den Prüfstand.

„Die Erfahrung ist, dass Gemeinden, die mit der Fotovoltaik anfingen, auch weitergemacht haben“, weiß Superintendent Chudaska. Zwar mussten sie zuvor investieren, doch seien die Anlagen eine klimafreundliche Form der Geldanlage. Allein die drei Sonnenstromanlagen in Gladbeck produzierten in den letzten 15 Jahren rund 190.000 KwH Strom und haben dabei rund 124 Tonnen umweltschädliches Kohlendioxid eingespart. Über 15 Millionen Luftballons könnten mit dieser Menge CO2 befüllt werden.

Superintendent Chudaska freut sich über die umweltschonenden Anlagen auf den Dächern. „Obwohl sie im Verborgenen ihren Dienst tun, handeln wir damit glaubwürdig, nachhaltig und wirtschaftlich.“
Er hofft nun auf sonniges Wetter. Superintendent Chudaska freut sich über die umweltschonenden Anlagen und hofft auf sonniges Wetter Foto: Kirchenkreis
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