Amor - bitte kommen! Ratgeber für Singles

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AMOR – bitte kommen! Single-Alarm

Barbara Erdmann, Ratgeber für Singles,
Beata – das Vollbusenweib
„Liebe ist mollig, weich und warm“, hört man Männer sagen, die sich ein bisschen mehr Frau wünschen und sich zu solchen Exemplaren hingezogen fühlen, die die Konfektionsgröße 42 hinter sich gelassen haben. In deren Armen befindet sich immer auch ein Hauch von Mütterlichkeit, in Beatas Armen sogar eine gesamte Armada von Hilfsmächten, denn Beata ist Krankenschwester. Ihr gesamter Körper ist eine heilende Masse. Unverständlich, dass sich ein Mann von ihr trennte und sie mit dem gemeinsamen Sohn allein ließ. Als kurz gefasster Steckbrief klingt Beata so: „Geschieden nach achtzehn Jahren Ehe, siebzehnjähriger Sohn, besonderes Kennzeichen: Granatbusen.“ Und dieser Busen wird gerne und ständig offenherzig zur Schau gestellt. Figürlich hat Beata nicht nur Busen, sondern auch Hüften im Gepäck. Und somit handelt es sich bei diesem Single um eine runde Sache. Diese Dame macht keinen Hehl daraus, dass sie auf der Suche ist nach einem neuen Lebenspartner, für den Sex zwar einerseits genauso wichtig ist wie für sie, der aber andererseits charakterlich auch der Prüfung und Akzeptanz ihres Sohnes unterworfen sein wird.
Beata ist in ihrer beruflichen Funktion als Krankenschwester für jeden Arbeitgeber eine ausgesprochene Bereicherung. Ihr aufmunterndes freundliches Wesen, ihr warmer Umgang mit den Patienten und ihre von Geduld und Verständnis geprägte Hilfsbereitschaft vermitteln den Kranken das Gefühl, in sicheren und liebevollen Händen zu sein.
„Was kostet ein Lächeln, was ein gutes Wort?“, beschreibt sie ihre Freundlichkeit und beweist allein damit, dass ihre Berufswahl ein Segen für die Menschheit ist. Mit jedem Pflaster, mit jedem Verband, mit jeder Blutabnahme oder Infusion vermag sie die Seele eines Patienten tröstend zu streicheln. Und wer mit der Natur und dem männlichen Sexualtrieb vertraut ist, weiß, dass jeder Blick in die dekorativen Prachtbauten weiblicher Üppigkeiten mindestens mit einem intensiven Gesundungswunsch, wenn nicht gar mit einer wirklich stattfindenden Genesung verbunden ist.
Wenn es in der Medizin eine Therapie gäbe, die einen menschlichen Namen trüge, dann müsste sie als „Beata-Therapie“ in die medizinischen Fachbücher eingehen. Und wenn ich bestimmen dürfte, bei welchen Krankheitsbildern diese Therapie angewendet werden sollte, hieße meine Empfehlung: bei allen Erkrankungen auf der Männerstation.
Würde Beata zukünftige Krankenschwestern ausbilden, wäre ihr erstes Gebot: Lächle, denn das kostet dich nichts, schafft aber Vertrauen und Zuversicht. Wie wunderbar, statt einer Schwester Rabiata, von denen mehr als genug in Krankenhäusern herumirren, auf diesen Gesundungsengel zu treffen, bei dem das Handauflegen zu positivem Energiefluss führt. Blinde (Männer) werden sehend, steife (Männer) beweglich und alte (Männer) wieder jung. Da, wo der Kranke ins pralle Leben blickt, geraten Depression, Krankheit und Tod – wenn auch nur für Momente – in Vergessenheit.

Mein Rat als Frau:
Beata ist als Single eine schreckliche Fehlbesetzung! Sie schreit förmlich nach der Beendigung ihres Single-Daseins. Nicht, dass sie nicht auch partnerlos „ihre Frau“ steht, Sohn, Beruf und Privatleben allein perfekt organisiert. Ihre überwältigende Weiblichkeit allerdings, gepaart mit einem Lebenslächeln besonderer Ausprägung verdient es, dass sich überzeugte Singles von ihr fernhalten und sie nicht für sexuelle Bedürfnisspielchen missbrauchen. Dafür ist sie zu schade. Der suchende männliche Single, der umhegt, umsorgt, verführt, gestreichelt und verwöhnt werden möchte, wird bei ihr auf ein Juwel treffen, das sein Leben in einer sinnlichen Form bereichert, wie er es niemals für möglich gehalten hätte. Ihm abverlangt würde lediglich seine Anstrengung, die Sympathie ihres Sohnes zu erlangen, der unglücklicherweise als Nebenwirkung im Beipackzettel seiner „Beata-Therapie“ aufgeführt ist. Es besteht allerdings die Aussicht, dass sich diese „Nebenwirkung“ in Kürze aufhebt, weil ein junger Mann dieses Alters mit seinem Testosteronhaushalt genug zu tun bekommt und über kurz oder lang einen stillen Solidarpakt mit allen Testosteronproduzenten schließen wird, wodurch die mütterliche Freiheit um einiges größer wird. Einen Versuch ist es allemal wert, und mein Kommando lautet deshalb: Ran an den Speck!

148 Seiten, Paperback, ISBN: 978-3-942614-51-1 11,90 € Neuerscheinung August 2013 Edition Paashaas Verlag, www.verlag-epv.de
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