Nun ist der Integrationsrat gefragt: Gladbecker Ramazan-Fest soll öffentlich bleiben

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In den letzten Jahren fand das "Ramazan-Fest" in Gladbeck öffentlich auf dem Rathaus-Vorplatz statt, was für - von der CDU ausgelöste - Diskussionen sorgte. Der Kulturausschuss konnte sich zu keiner Entscheidung durchringen, nimmt jetzt den Integrationsrat in die Pflicht, der über den künftigen Veranstaltungsrat zumindest diskutieren soll. (Foto: Kariger/STADTPSPIEGEL Gladbeck)
Gladbeck: Willy-Brandt-Platz 2 |

Gladbeck. Die Diskussion um die Durchführung des "Ramazanfestes" in Gladbeck geht in die nächste Runde: Einem Beschluss des städtischen Kulturausschusses folgend soll nun der Integrationsrat über die Durchführung eines interkulturellen Festes oder einer interkulturellen Woche anstelle des Ramazan-Festes diskutieren.

Vorausgegangen war eine ausführliche Auseinandersetzungim Kulturausschuss, der auf Antrag der CDU eine Verlegung des Ramazan-Festes vom Willy-Brandt-Platz auf private Grundstücke der Moscheen beschließen sollte. Während CDU und Grüne für ein Verlagerung des Ramazan-Festes aus dem öffentlichen Raum stimmten, setzte sich am Ende doch die SPD mit ihrem Vorschlag durch, über die Zukunft des Ramazan-Festes im Integrationsrat diskutieren lassen zu wollen. Unterstützung fand der SPD-Vorschlag bei der Stadtverwaltung Gladbeck.

Beigeordnete Nina Frense: „Es ist eine gute und lange Tradition, dass auch Feste mit religiösem Hintergrund im öffentlichen Raum stattfinden. Dies gilt für Bittprozessionen, die beliebten St. Martins-Umzüge oder den Ostermarkt ebenso wie für interreligiöse Gottesdienste, Eucharistie-Feiern, das interreligiöse Friedensgebet, den Niko-lausmarkt oder das Ramazan-Fest. In der öffentlichen Diskussion wurde immer wieder zu Recht gefordert, dass die muslimischen Gemeinden sich nicht in Hinterhof-Moscheen zurückziehen sollen. Da wäre es absurd, wenn jetzt das Ramazan-Fest wieder in einen Hinterhof verbannt würde.“

Auch Bürgermeister Ulrich Roland setzt sich nachdrücklich für religiöse Feiern im öffentlichen Raum ein: „Religion ist Teil des öffentlichen Lebens und insofern unterstüt-ze ich es ausdrücklich, dass alle in Gladbeck vertretenen Religionen ihre Feste, wenn sie es wollen, auch im öffentlichen Raum feiern. Dazu gehört selbstverständlich auch der Willy-Brandt-Platz. So wie im Rathaus die Vertreter aller Gladbeckerinnen und Gladbecker zusammen kommen, um über die Entwicklung unserer Stadt zu entscheiden, so sollen auch alle Gladbeckerinnen und Gladbecker vor dem Rathaus feiern können.“
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Cornelia Preute-Junggebauer aus Gladbeck | 17.11.2016 | 17:07  
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