Vor dem N A C H S A T Z kommt der V O R S A T Z

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Mein wichtigster Vorsatz: Nie wieder einen Farbtopf anfassen !!
  Immer wieder neu, egal ob mit 20 oder später, gibt es sie –

die guten Vorsätze zu Silvester

fürs kommende Jahr .

Mit welcher Euphorie und enormen Willensstärke geht man ans Werk – kurz vorm Jahreswechsel.

„Ich werde

alle zwei Wochen den Mülleimer an die Straße stellen und Mutter entlasten“ nahm sich der Junior aus voller Brust vor.

Nachsatz :

Brust zu voll genommen! Hat grad mal zwei Wochen gehalten, der gute Vorsatz. Dann kamen schon die ersten Entschuldigungen von wegen lohnt sich noch nicht, hab´s vergessen, mußte einem Freund beim Reparieren helfen ( oder eher der Freundin beim Hof Machen ? )

Ich werde

ab Neujahr weniger rauchen als vorher, nahm sich der Kettenraucher vor und steckte sich schnell noch eine an.

Nachsatz :

Er hatte leider vergessen zu erwähnen, daß er mit ´vorher` die 10 Stengel meinte, die er als Bengel immer heimlich in der alten Gartenlaube gepafft hatte.

Ab morgen werde ich

anfangen, meinen Speck abzutrainieren und regelmäßig zum Sport gehen, sagte der Bodymassfremdling.
Acht Mal im Monat und nur einmal ein Bier danach.

Nachsatz :

Irgendwie hatte er im 2. Monat vergessen, ob nun 8 x Sport und nur 1x Bier – oder eher umgekehrt ? Umgekehrt, fand er, müßte es wohl richtig sein !

„Ich werde

eine schwarze Null im Bundeshaushalt 2015 schaffen“, vorsätzte unser Finanzminister. Zwar sei das schwierig, aber durchaus erreichbar , orakelte er sinngemäß weiter. Und – zwar ganz knapp, aber – er schaffte es. Die Schwarze Null steht -oder eher die Rote ? Ist ja eine schwarz/rote Koalition.

Nachsatz :

Nicht nur der Bundesrechnungshof sieht das – mit Verlaub – nicht ganz so rosig. Wegen der Risiken einer strukturellen Schieflage. Wegen der Unwägbarkeiten bei den Rentenveränderungen, der Zinsentwicklung, der möglichen Überschätzung der Steuereinnahmen. Und wegen der noch immer nicht gestopften Verschwendungslöcher !

Er werde

den Missbrauch von Steuersparmodellen der Großunternehmen in der EU unterbinden und
kündigt „eine gemeinsame Bemessungsgrundlage für Unternehmenssteuern sowie einen automatischen Informationsaustausch der im Falle Luxemburgs umstrittenen Steuerabsprachen für Konzerne (tax rulings) unter EU-Staaten an“ (www.zeit.de/politik) .
Unser neuer Präsident der EU- Kommission, Jean – Claude Juncker. Wie furchtlos und willensstark !

Nachsatz :

„Als Präsident der EU-Kommission soll Jean-Claude Juncker die steuerpolitischen Tricksereien ahnden, die in seiner eigenen Luxemburger Regierungszeit stattfanden. Der Bock als Gärtner?“ (http://www.welt.de/debatte/kommentare/)

Und unser EZB -

Präsident Mario Draghi

– der Super – Mario – hat weiterhin den guten Vorsatz, die Zinsen in Europa niedrig zu halten und seinen Vertrag mit der EZB bis 2019 zu halten, also nicht in die Politik zu wechseln.

Nachsatz :

Aber ist doch schon politisch aktiv mit seinen einsamen Entscheidungen zu Zinssenkungen und dem Billionen schweren Ankauf von Schrott – Verzeihung Ramschpapier – Kreditpaketen. Außerdem entstammt er einem Hause, in dem maßgeblich dazu beigesteuert wurde, daß diese Krise voll entflammte – GOLDMAN – SACHS ! So hat er doch Erfahrungen im Umgang mit Krisen(gewinnlern).

Und Mutti

(nein, nicht Beimer,

Angie

! )hat den festen Vorsatz, mit ihrer bisher geführten Politik auch in 2015 eine erfolgreiche Bundesrepublik zu Höherem zu führen. Und auch die Arbeitslosenzahl konstant unter 3 Millionen zu halten.

Nachsatz :

Knapp 3 Millionen Arbeitslose sind eine stolze Zahl, aber statistisch getrickst.
Denn wo bleiben die Zahlen der Umschüler/Fortbildungsmassnahmen von ca. 1 Million ?
Wo bleiben die über 58jährigen Arbeitslosen, die statistisch nicht mehr erfasst werden,
und wo bleiben diejenigen Arbeitslosen, die bei Krankheit sofort aus der Arbeitslosen - Statistik herausgerechnet werden ?
Wo bleiben die 1,4 Millionen Aufstocker, die ohne die Aufstockung nicht leben könnten ?
Das summiert sich locker wieder auf die wirklichen weit über 5 Millionen Arbeitslose/Leute ohne ausreichende Arbeit !
Und wo bleiben die mehr als 1 Million Leiharbeiter ?

In Deutschland leben ca. 6 Millionen Menschen mit einem Jahresbruttoeinkommen von 10.000 €, zahlen allerdings keine Steuern, aber Sozialabgaben – von ca. 840 € brutto im Monat.
In Summe bewegen sich ca. 13 Millionen Menschen um eine Erwerbs – Summe in der Nähe von Hartz IV !!! Ohne eine Perspektive, ohne eine Familie ernähren zu können. Aber der Mindestlohn wird ja vollmundig propagiert alles regeln.

Mein Vorsatz :

Weiter den Finger in diese Wunden stecken !!!!

Nachsatz : Und wenn ich mir den Mund verbrenne – die Ehre bleibt mir doch !!!

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Beate Haack aus Emmerich am Rhein | 02.01.2015 | 20:06  
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Fritz van Rechtern aus Neukirchen-Vluyn | 03.01.2015 | 10:28  
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