Gesundheitsamt Hagen warnt vor Austrocknung bei älteren Menschen

Bei Temperaturen ab 30 Grad besteht ein erhöhter Flüssigkeitsbedarf. | Foto: Stephan Faber
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"Durch die andauernde Hitze besteht gerade bei älteren Menschen die Gefahr, dass sie zu wenig trinken." Darauf weist der Fachbereich Gesundheit und Verbraucherschutz der Stadt Hagen anlässlich der hohen Temperaturen hin.
Bei Temperaturen ab 30 Grad besteht ein erhöhter Flüssigkeitsbedarf. "Besonders älteren Menschen fällt es schwer, genug zu trinken, da das Durstgefühl im Alter abnimmt", sagt Dr. Claudia Sommer, Fachbereichsleiterin Gesundheit und Verbraucherschutz. Insbesondere ältere Menschen sollten darauf achten, dass sie genügend trinken - am besten Wasser, Mineralwasser, Früchtetee oder verdünnte Fruchtsäfte. Damit das Trinken den älteren Menschen leichter fällt, könnten diese sich morgens eine ausreichende Flüssigkeitsmenge in Flaschen bereitstellen und über den Tag verteilt in kleinen Mengen trinken. Die Angehörigen sollten die Flüssigkeitsaufnahme und im Bedarfsfall auch die Ausscheidung kontrollieren. "Trinken ältere Menschen über Tage zu wenig, kann sich das Flüssigkeitsdefizit summieren. Das kann zu akuter Lebensgefahr führen", sagt Dr. Sommer. Erste Anzeichen dafür sind eine trockene Haut, eine verminderte Reaktionsfähigkeit und Verwirrtheitszustände. Hinzu kommen Unruhe, Sturzneigung, Antriebslosigkeit und Apathie. Bei entsprechenden Anzeichen sollten Angehörige sofort den Rettungsdienst unter Telefon 112 verständigen. Auch Menschen wie Diabetiker, Bronchialerkrankte und Nierenkranke sowie Menschen, die Entwässerungs- und Blutdruckmedikamente nehmen, haben ein erhöhtes Risiko auszutrocknen. Diese sollten ihren Arzt fragen, inwieweit sie ihre Flüssigkeitsmenge anpassen müssen. Gleiches gilt für Patienten, die wegen einer chronischen Krankheit eine Flüssigkeitsbeschränkung haben.
Vorsicht auch bei Kleinkindern und Säuglingen Dabei leiden nicht nur kranke und ältere Menschen unter der Hitzeperiode, sondern auch Säuglinge und Kleinkinder. "Die Eltern sollten darauf achten, dass die Kinder genug trinken", sagt Dr. Sommer. "Auch ein Hitzestau darf bei dem Nachwuchs nicht entstehen." Deshalb gilt: Kleinkinder und Säuglinge (auch Haustiere) auf keinen Fall in einem abgestellten Fahrzeug zurücklassen. Hier entwickeln sich schnell Temperaturen bis zu 50 Grad, die lebensbedrohlich sind.

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Lokalkompass Hagen aus Hagen

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