Mysteriöser Staub in Hagen: Straßen.NRW sucht den Dialog

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Anwohner vermuten, der Staub könnte von Bauarbeiten an der Lennetalbrücke stammen. Bestätigt hat sich das bislang nicht. (Foto: Stephan Faber)
Hagen: Lennetalbrücke - A45 |

Die Anwohner am Gründelbusch müssen sich wohl noch etwas gedulden: Um den mysteriösen Staub, der am vergangenen Wochenende über der Hagener Nachbarschaft niederging und der mehrere Pkw nachhaltig verdreckte, müssen sie sich möglicherweise selbst kümmern.

Wie derwesten.de bereits berichtete, gestaltet sich die Reinigung der betroffenen Autos nicht so einfach, da sich der ölige Staub fest mit dem Lack verbunden habe. Wie die Stadtverwaltung auf Nachfrage mitteilte, bestehe allerdings derzeit kein akuter Handlungsbedarf, da die Ursache für die Verschmutzung noch nicht ausgemacht werden konnte. Um den Staub zu analysieren, fehlen dem Umweltamt nach Aussage von Pressesprecher Karsten-Thilo Raab die nötigen Mittel.

Staub-Ursache nicht bekannt

So bleibt wohl auch vorerst ungewiss, ob die nahe gelegene Baustelle an der Lennetalbrücke den Staub verursacht haben könnte, wie Anwohner vermuten. Der zuständige Landesbetrieb für Straßenbau Straßen.NRW sieht sich nach derzeitigem Kenntnisstand jedenfalls nicht in der Verantwortung. Bis nachgewiesen wird, wodurch der Staub in die Luft gelangen konnte, sehen die Verantwortlichen für den Brückenbau keinen Handlungsbedarf.

Update: Straßen.NRW signalisiert Entgegenkommen


Die Ursache für den mysteriösen Staub bleibt weiterhin unklar. Ist die Baustelle der Lennetalbrücke daran schuld oder eine der zahlreichen Firmen im Industriegebiet Lennetal? "Wir nehmen die Sorgen der Anwohner sehr ernst", sagt Michael Neumann, Projektleiter Lennetalbrücke, dem jedoch erst drei schriftliche Beschwerden vorliegen. Er appelliert an alle Betroffenen, sich bei straßen.nrw an der Rheinstraße 8 in Hagen zu melden oder direkt im Baubüro in Hagen-Halden vorbeizuschauen. Neumann: "Wir wissen nicht, ob wir es waren. Wir wissen auch nicht, in welchem Zeitraum der Vorfall überhaupt war." Eine Antwort auf den Verursacher könnte vielleicht eine chemische Analyse des Staubs geben. "Wir wären bereit, den Staub von einem Labor, was noch zu finden ist, beproben zu lassen", so der Projektleiter. Wenn die Baustelle als Verursacher identifiziert werden sollte, werde man auch für den entstandenen Schaden aufkommen. Deshalb ist es wichtig, dass sich die betroffenen Anwohner bei Straßen.NRW melden.

Wie sieht es bei euch aus? Seid ihr vielleicht selbst betroffen oder habt von der Sache gehört? Wir sind gespannt auf eure Kommentare!

Mehr zum Thema:
→Unerklärliche Verunreinigungen gab es auch schon 2013 in Mülheim.
→Auch Wüstensand aus der Sahara kann für solche Phänomene verantwortlich sein.
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Gudrun Wirbitzky aus Bochum | 28.09.2016 | 13:11  
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