Zahlen, bitte!

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Zahlen, bitte! (Foto: uschi dreiucker / pixelio.de)

Am letzten Freitag erhielten die Schüler in den Schulen Nordrhein-Westfalens ihre Zeugnisse, unter ihnen auch Tim (*), Schüler der 5. Klasse einer Gesamtschule. Das folgende Gedicht handelt von einem sich daraus ergebenden ernährungstechnischen Umstellungswunsch.

(*) Der Vorname des Jungen wurde vom Verfasser aus reimtechnischen Gründen geändert.



Nicht nur Buchweizen, auch Buchstaben,
kann man in seinem Essen haben.
Die Suppe mit dem Alphabet
auf Mamas Speiseplan oft steht.

Mit ihr’n Vokalen, Konsonanten,
gehört sie wohl zu den bekannten
und beliebten Suppensorten
hierzuland’ und allerorten.

Doch kriegt er sie zu oft serviert,
dann reagiert vielleicht pikiert
der eine oder andre Esser –
und denkt: Abwechslung wär' jetzt besser.

So war’s diesmal für unsren Tim
(wie für Buschs Kaspar damals:) schlimm!
„Nein, diese Suppe will ich nicht!“
ruft nämlich heut’ der kleine Wicht.

Die Mama fragt, nicht grad’ erfreut:
„Möcht’st du mal gern was andres heut’?“
Drauf Tim: „Statt F und G und H
möcht’ ich mal Zahlen, bitte – klar?“



PS:
Um diesen Wunsch hier zu versteh’n
da sollt’ man mal Tims Zeugnis seh’n.
In Deutsch hat er ’ne Zwei (’ne glatte),
doch leider nur ’ne Vier in Mathe.
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Elmar Begerau aus Kamp-Lintfort | 12.07.2016 | 14:03  
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