CDU bedauert das Aus für den Drogeriemarkt an der Raiffeisenstraße

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Animation des beauftragten Planungsbüros (Foto: privat)
Hamminkeln: CDU-Ratsfraktion und Stadtverband |

Als schweren Rückschlag für den Gewerbe- und Einkaufsstandort Hamminkeln bewertet die CDU das Scheitern des Projekts an der Raiffeisenstraße im Ortskern. Nach einem Pressebericht des BBV kann der von vielen Hamminkelner Einwohnern und Familien ersehnte Drogeriemarkt nicht gebaut werden.

„Für das Scheitern trägt Herr Romanski erhebliche Mitverantwortung“, stellte der CDU-Vorsitzende Norbert Neß fest. Nachdem der zuständige Planungsausschuss vor genau einem Jahr (17. Juni 2015) zunächst einstimmig grünes Licht für das Vorhaben gegeben hatte, geriet das Projekt Anfang des Jahres ins Zwielicht: „Der Bürgermeister hat die Saat des Zweifels ausgebracht, die nun leider Frucht trägt. Mit dem Kurswechsel gegen das Projekt hat er die Investoren stark verunsichert. Ihnen kann er jetzt nicht allein die Schuld in die Schuhe schieben, denn er hat das Projekt durch ständige Nachbesserungswünsche im Ergebnis vom Gleis genommen. Somit ist klar: Die Geister, die Romanski rief, wurde er nicht mehr los.“

Der CDU-Ortsverbandsvorsitzende Wilhelm Kloppert wies darauf hin, dass die Politik den Investoren den notwendigen Rückenwind gegeben habe. „Der einstimmige Beschluss des Planungsausschusses war ein wichtiges Signal für den Wirtschaftsstandort Hamminkeln. Investoren und Bauherren müssen auf die Verlässlichkeit der Politik vertrauen können. Das Hin und Her des Bürgermeisters ist jedoch kein Ausdruck vertrauensvoller Politik.“ Kloppert verwies noch einmal auf das Einzelhandelsgutachten der Stadt, das den Drogeriemarkt als äußerst notwendig angesehen habe. „Es war und ist richtig, die Fläche an der Raiffeisenstraße für Einzelhandel zu entwickeln.​ ​Im ​Mittelpunkt des Ortes muss Zentrumsbebauung möglich sein.“

Schweigende Mehrheit kam nicht zu Wort


Kloppert verteidigte den geplanten Baukörper: „Wir haben einen mittel- und langfristigen Bedarf an Wohnungen. Auf Grund der nur begrenzt verfügbaren Flächen kann im Prinzip nur nach oben gebaut werden. Im unteren Bereich des an der Raiffeisenstraße geplanten Objektes sollten Geschäftsflächen gebaut werden. Im oberen Bereich sollten deshalb Wohnungen entstehen. In der öffentlichen Wahrnehmung haben wenige Stimmen eigentlich so dagestanden, als wäre es die Masse. Das stimmt nicht, denn die schweigende Mehrheit ist gar nicht zu Wort gekommen. Nicht hilfreich war, dass der Bürgermeister sich auch dagegen gesträubt hat, weil auch er gesagt hat, das Objekt sei zu nah an der Straße.“

Die Vorsitzende des Planungsausschusses, Anneliese Große-Holtforth, hatte sich in zahlreichen Gesprächen und Verhandlungsrunden darum bemüht, eine Lösung für die verfahrene Situation zu erzielen. „Es bleibt festzustellen, dass das Vorhaben bereits Anfang des Jahres hätte beschlossen werden können. Ich frage mich, warum der Bürgermeister den Kurswechsel initiiert hat, der letztlich zum Scheitern geführt hat.“
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