Auf der Suche nach dem eigenen Beruf

Felix und Bianca lassen sich von Frank Steffens und „Kollege Computer“ bei der Berufswahl beraten    Foto: Pielorz
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In der 9. Klasse der Realschule stellt sie sich, die Frage, was man eigentlich mal werden will. Soll es nach der 10. Klasse mit entsprechender Qualifikation weiter zur Schule gehen oder macht man vielleicht doch lieber eine Ausbildung? Diese Frage können die Schüler besser nach einem Termin im Berufswahlorientierungsbüro ihrer Schule beantworten.

Das Berufsorientierungsbüro, kurz „BOB“ genannt, will erste Hilfe und Antworten für den Einstieg in Ausbildung und Beruf geben. Die Schüler der Realschule Grünstraße werden frühzeitig mit dem Thema konfrontiert: in der 7. Klasse gibt es ein Praktikum, in der 8. Klasse eine Berufsorientierung, in der 9. Klasse wieder ein Praktikum. Und wie man eine Bewerbung formuliert, das lernen sie auch.
Das BOB-Projekt findet in Kooperation mit dem HAZ Arbeit und Zukunft statt. Finanziert wird das Projekt über Bundes- und Landesmittel, die zunächst bis 2013 geplant sind. Für alle weiterführenden Schulen in Hattingen stehen pro Jahr etwa 103.000 Euro zur Verfügung. Was nach dem Projektende passiert, ist noch offen. Was vorher aber schon da war: natürlich hat man sich mit den Schülern zum Thema Berufswahl unterhalten, teilweise gemeinsam mit der Bundesanstalt für Arbeit, die auch jetzt wieder mit im Boot sitzt. Nur jetzt kann man im Rahmen der Schulsozialarbeit auf eine bessere Ausstattung sowie vor allem auf mehr Personal zurückgreifen.
Ansprechpartner in der Realschule Grünstraße ist Frank Minnebusch. Er unterrichtet an der Schule. Beim HAZ sind die Ansprechpartner Frank Steffens und Dirk Lünenschloß.
In der Grünstraße hat das Büro montags von 12.45 bis 13.45 Uhr geöffnet sowie nach Vereinbarung, Telefon 683190. Kontakt im HAZ gibt es mittwochs von 12.45 bis 13.30 Uhr und nach Vereinbarung unter Telefon 591152.
Und was macht man als Schüler dann dort? „Es besteht zum einen die Möglichkeit, eigenständig im Computer auf bestimmten Seiten zu recherchieren. Und zum anderen beraten wir natürlich auch“, erklärt Frank Minnebusch. Im November gibt es zusammen mit dem HAZ einen Kompetenzcheck. Da sollen die Schüler erfahren, wo ihre Stärken und Schwächen liegen und für welchen Beruf sie geeignet wären.
Was sie werden will, weiß Bianca schon. „Kinderkrankenpflegerin möchte ich lernen. Ich habe mich schon bei Berufsmessen informiert“. Felix hat ein Praktikum gemacht und weiß: Er will Tischler werden. Und Lara wird sich für Gesundheits- und Krankenpflegerin entscheiden. „Viele wissen aber noch nicht, was sie machen wollen“, so Dirk Lünenschloß vom HAZ. „Es gibt auch Kinder, die die 10. Klasse wiederholen wollen, um eine besseren Leistungsdurchschnitt zu erzielen, wenn sie danach auf dem Weg zum Abitur sind. Keine Rolle spielt ein freiwilliges soziales Jahr. Dafür sind die Schüler zu jung.“
Neben diesem beruflichen Beratungsangebot soll die Schulsozialarbeit auch im Rahmen der Beratung zum Bildungs- und Teilhabepaket arbeiten. Wenn eine Familie Anspruch auf entsprechende Förderung oder Gutscheine hat, hilft man ihnen beim Ausfüllen der Anträge.
Für Schulleiter Manfred Wussow ist das Projekt sehr hilfreich. „Schulsozialarbeit könnten wir noch intensiver gebrauchen.“

Autor:

Dr. Anja Pielorz aus Hattingen

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