Mauritiusdom im neuen Glanz

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Pastor Mirco Quint vor dem renovierten Mauritiusdom
 
Bürgermeister Dirk Glaser mit Ehefrau treffen vor dem Dom ein.
Hattingen: Niederwenigern | „Ich bin sehr dankbar, dass diese große Renovierungsmaßnahme jetzt fast abgeschlossen ist“ sagte Pastor Mirco Quint im Gespräch mit dem STADTSPIEGEL und ergänzt : „Ein herzliches Dankeschön an Alle, die sich finanziell an den Kosten und durch zahlreiche Unterstützungsmaßnahmen beteiligt haben“.
Der Mauritiusdom in Niederwenigern erstrahlt in neuem Glanz. Am letzten Wochenende gab es deswegen eine Kirmes im Dorf. Auch Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck kam nach Niederwenigern und feierte mit zahlreichen Gläubigen im bis auf den letzten Platz gefüllten Mauritiusdom eine Festmesse.
Anschließend ließ es sich auch der Bischof nicht nehmen, mit Pastor Mirco Quint eine Runde über die Kirmes zu machen und Autoscooter zu fahren.

Extra-Kirmes für den Dom

Die Schausteller hatten in Verbundenheit mit der Gemeinde zugesagt, diese Extra-Kirmes abzuhalten und einen Teil des Erlöses aus dem Kirmesgeschäft der Gemeinde für die Domsanierung zukommen zu lassen.

Die Renovierungsarbeiten begannen Mitte 2013 und wurden bis auf wenige Restarbeiten jetzt fertiggestellt. Während der gesamten Bauzeit konnte die Kirche weiter genutzt werden. Die Gesamtkosten betrugen 2,5 Millionen Euro.

Da bislang noch kein Bauaufmaß des Mauritiusdomes vorlag, musste vor Beginn der Arbeiten die Kirche durch die Hochschule Bochum vermessen werden. Erst nach der Vermessung konnten mit Zollstock und Stift die Schäden bautechnisch erfasst werden. Neben der primär im Vordergrund stehenden Fugensanierung wurden über 3.000 marode Bruchsteine des Bruchsteinmauerwerkes und Teile der Natursteinelemente ausgetauscht. Auch die Dacheindeckungen der Sakristei und der beiden Begleittürme, die am Boden neben den Seiteneingängen stehen, mussten durch eine neue Holzverschalung saniert werden.

Große Spendenbereitschaft

Durch zahlreiche Aktivitäten der Gemeinde und durch die Spenden aus den auch überregional bekannten FUGEN-Gottesdiensten kamen über 156.000 Euro an Spenden zusammen. „Die Restaurierung unseres Mauritiusdomes ist für viele Menschen in unserer Gemeinde und weit darüber hinaus im ganzen Dorf zu einer "Herzensangelegenheit" geworden“, freut sich Pastor Quint, der seit 2012 Pastor dieser Gemeinde ist.
Erfreulich ist auch, so Pastor Quint im Pressegespräch, dass es durch Vermittlung des Parlamentarischen Staatssekretärs Dr. Ralf Brauksiepe möglich wurde, aus Bundesmitteln 270.000 Euro Zuschuss zu den Renovierungskosten zu erhalten.
Dadurch konnte der anteilige Restbetrag der Gesamtkosten, den die Pfarrei St.Peter und Paul als Eigentümer des Domes aus Gebäuderücklagen aufbringen muss, deutlich reduziert werden.

Gelebte Ökumene

Auch die evangelische Kirchengemeinde Niederwenigern hat durch verschiedene Aktionen mit dazu beigetragen und die Sanierung des Mauritiusdomes unterstützt.
„Wo Ökumene möglich ist, wird sie gelebt“, sagt Pastor Quint und erinnert an die zahlreichen Ökumenischen Gottesdienste mit Pfarrer Ludwig Nelles von der Evangelischen Gemeinde und an die Ökumenischen Dorfgespräche im Mauritiusdom, die auch überregional auf große Resonanz stießen. Pfarrer Ludwig Nelles sagte in seiner Gastrede im Mauritiusdom, dass die ökumenische Zusammenarbeit in Niederwenigern über die Stadtgrenzen hinaus „berühmt und berüchtigt“ sei. Bischof Overbeck ermutigte in seiner Predigt alle Christen im Dom, auch "die Fugen des Lebens" gemeinsam zusammen zu halten.

Bundespräsident kommt in den Dom

Noch als Außenminister hatte bereits Frank-Walter Steinmeier zugesagt, zu einem Ökumenischen Dorfgespräch zu kommen. Diese Zusage steht immer noch und man ist in Niederwenigern gespannt, wann der Terminkalender des Bundespräsidenten eine Teilnahme im Mauritiusdom zulässt.

Am letzten Wochenende allerdings feierten die Wennigschen rund um den Dom das Ende der Sanierungsarbeiten und die Fertigstellung ihres Doms.

Erläuterung zum Mauritiusdom:

Die Kirche St. Mauritius in Niederwenigern wird zum ersten Mal im Jahr 1147 in einer Urkunde genannt, in der Papst Eugen III. der Abtei Deutz ihre geistlichen Besitzungen bestätigt. Die Kirche besteht aus dem romanischen Kirchturm und der neugotischen Hallenkirche, ein imposantes aus Ruhrsandstein erbautes Gotteshaus. Die Kirche wird wegen seiner für eine Dorfgemeinde ungewöhnlichen Größe im Volksmund auch „ Dom“ genannt.
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