Wettlauf mit dem Ampelgrün

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Ältere Leute mit Rollator haben es schwer, über die Straße zu kommen. Foto: Höltgen
(von Kira Höltgen)

Kaum ist die Ampel auf Grün gesprungen und man ist gerade dabei, die Straße zu überqueren, da zeigt sie schon wieder Rot. Vielen Hattingern ergeht es bei dem Versuch, auf die andere Seite zu kommen, ebenso. Insbesondere Leute mit Rollator, Kinderwagen und Co. sind betroffen.

Oft werden die Grünphasen der Ampeln in Hattingen als zu kurz bemessen wahrgenommen. Besonders ältere Leute und Menschen mit Kinderwagen oder Krücken haben es schwer, rechtzeitig auf die andere Seite zu kommen, während die Ampel noch Grün ist.
Deshalb hat die Stadt nun auf einen entsprechenden Antrag der CDU-Fraktion im Verkehrsausschuss hin die Grünphasen von Ampeln mehrerer Fußgängerfurten an verschiedenen Wochentagen und Uhrzeiten in Hattingen beobachtet.
Insgesamt wurden 824 Fußgänger beim Überqueren der Straße überprüft. Fünf dieser Fußgänger konnten die Straße nicht in der gegeben Grünzeit und Schutzzeit überqueren, zwei davon waren mobilitätseingeschränkt.
Laut der Beobachtungen würden die vorhandenen Mittelinseln wenig genutzt werden. Lieber versuche man, noch „irgendwie so“ rüberzukommen, so die Stadt. Ein Wettlauf mit der Ampel eben.
Was viele jedoch nicht wissen: Die Grünphase dient nur als eine Art Startschuss zum Überqueren der Straße. Bei Grün ist es jedem Fußgänger erlaubt, die Fahrbahn zu betreten. Jedoch auch nachdem die Ampel wieder auf Rot gesprungen ist und man sich noch auf der Straße befindet, hat man noch genügend Zeit, sicher am anderen Ende anzukommen.
Und trotzdem: Viele Fußgänger fühlen sich am sichersten, wenn sie die Straße komplett bei Grün überqueren können.
Deshalb ist zum Beispiel die Grünzeit an den Ampeln „Marxstraße/Starenstraße“ und „Elfringhauser Straße/Habichtstraße“ soweit verlängert worden, dass man problemlos die Straße während der kompletten Grünzeit passieren kann, erklärt die Stadtverwaltung. Auch sei die Grünphase der Ampel „Schulstraße/Augustastraße“ verlängert worden, da es durch den Bau der „Wohnanlage ehemaliges Hallenbad Talstraße“ ein erhöhtes Überqueren von Personen mit Rollator und Krücke gebe.
Konkreten Hinweisen zu bestimmten Ampelanlagen werde laut der Stadt regelmäßig nachgegangen und gegebenenfalls überprüft.
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