Fußball: TSG und SFN möchten Siegesserie fortsetzen - SCO gegen Iskes Heimatclub

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(von Toni Bertrams)

Zuletzt haben sie dreimal in Folge gewonnen, nun wollen sie ihre Serie ausbauen: Oberligist TSG Sprockhövel schon am Samstag beim TuS Erndtebrück und Niederrhein-Landesligist Sportfreunde Niederwenigern am Sonntag gegen den SC 26 Bocholt.

Oberliga Westfalen

Die TSG Sprockhövel fährt ins Siegerland, und hätte Trainer Lothar Huber vor der Saison jemand gesagt, es würde am zehnten Oberliga-Spieltag eine Tour zum Tabellenachten, hätte er verständnislos mit dem Kopf geschüttelt. „Das ist sicherlich überraschend“, sagt er. „Der TuS Erndtebrück galt als Mitfavorit auf den Aufstieg.“ Inzwischen aber beträgt der Rückstand bei 14 Zählern und 9:10 Toren schon neun Punkte auf die Aufstiegsplätze, auf den SV Rödinghausen und den DSC Arminia Bielefeld II.
Diese Tatsache macht den TuS aber auch gefährlich. „Die Erndtebrücker stehen enorm unter Druck“, erklärt der TSG-Coach vor der Partie am Samstagabend (18 Uhr) in der Pulverwald-Kampfbahn an der Jahnstraße 6. „Die müssen jetzt schnell viele Punkte einfahren, wenn sie nicht frühzeitig abreißen lassen wollen.“ Sie werden allerdings auf reichlich Gegenwehr stoßen, auf ein Sprockhöveler Team, das nach drei Siegen in Serie sehr viel Selbstvertrauen und, wie Lothar Huber sagt, „Mittel hat, um gegen jede Mannschaft zu punkten“.
Dass seine Fußballer derzeit beste Laune haben, spürt der Coach des Tabellenneunten (13 Punkte, 12:11 Tore) auch bei den Trainingseinheiten. Dennoch: Der TuS Erndtebrück ist für Lothar Huber der Favorit in dieser Partie, obwohl seine eigene Mannschaft zuletzt sowohl in der Defensive als auch in der Offensive – wenn auch nicht mit einer überzeugenden Abschlussquote – überzeugt hat.
Da hat es auch am vergangenen Sonntag keinen Bruch gegeben, als Christian Kalina passen musste. „Er wird wegen seiner Wadenverletzung 14 Tage bis drei Wochen pausieren müssen“, erklärt Lothar Huber und wird – wie dann beim 2:1 gegen Rot-Weiß Ahlen – Alexander Meister in der Innenverteidigung spielen lassen. „Wir wissen, dass es keine einfache Kiste wird“, sagt der 61-Jährige. „Aber das nehmen wir so an. Und wir sind ja momentan auch nicht so schlecht.“ Ganz wichtige Voraussetzung für eine siegreiche Rückfahrt aus dem Siegerland sei aber 100-prozentige Konzentration – von der ersten bis zur letzten Minute.

Landesliga Niederrhein, Gr. 3

In der zweiten Partie ihrer Dreier-Heimspielserie treffen die Sportfreunde Niederwenigern am Sonntag auf dem Glückauf-Sportplatz (15 Uhr) auf den SC 26 Bocholt. „Das ist der beste Aufsteiger, den muss man erst einmal schlagen“, sagt SFN-Coach Jürgen Margref und spricht deshalb von einem ungewöhnlichen Landesliga-Gegner, weil die Bocholter einen Spielertrainer haben: den 28-jährigen Sebastian Eul.
Aber letztendlich interessiert das mit Blick auf Partie Nummer drei der Heimspielserie nur am Rande. „Wir wollen uns eine gute Ausgangsposition verschaffen“, erklärt Jürgen Margref. Am Sonntag in einer Woche kommt der Top-Favorit auf den Oberliga-Aufstieg, Tabellenführer 1. FC Bocholt.
Auf dem Weg zu dieser guten Ausgangsposition wird Jürgen Margref personell mehr Möglichkeiten haben als zuletzt beim 5:4 gegen die Sportfreunde Hamborn 07. So sind Sevder Akkan, Konstantin Konrad und Maxim Osterhage ins Training zurückgekehrt – und am Mittwoch hat auch Nico Plückthun nach dem Bruch seines Sprunggelenks erstmals wieder am Mannschaftstraining teilgenommen. Und Marius Müller wird – anders als an den vergangenen beiden Wochenenden – nicht in der A-Jugend spielen, die inzwischen Tabellenführer ihrer Kreisleistungsklasse ist. „Er ist“, erklärt Jürgen Margref, „sogar eine Alternative für die erste Elf.“
In der Partie gegen den Tabellenneunten (acht Punkte, 10:11 Tore) vertraut der Trainer des Tabellensechsten (zwölf Zähler, 23:19 Tore) auch der guten Bilanz, nämlich seit fünf Spielen ungeschlagen zu sein und die vergangenen drei Partien gewonnen zu haben. „Wir sollten eigentlich das Selbstvertrauen haben“, sagt der 44-Jährige, „um auch diese Aufgabe lösen zu können.“ Trotz der zweitschlechtesten Abwehr der Liga – aber mit dem besten Angriff.

Landesliga Westfalen, Gr. 3

Am Preins Feld 3 in Wattenscheid hat der Tabellenvorletzte seine Heimat, der SV Höntrop (acht Punkte, 9:16 Tore). Aber Seung-Man Hong kommt erst gar nicht auf die Idee, die Partie am Sonntag (15 Uhr) zu einem Spaziergang für seine Mannschaft auszurufen. Der Trainer des Tabellendritten Hedefspor Hattingen (17 Zähler, 18:11 Tore) spricht sogar von ganz dicken Warnungen und meint das Höntroper 2:0 vom vergangenen Sonntag beim Hasper SV sowie vor allem das 2:1 gegen den damaligen Spitzenreiter CSV SF Linden.
„Die Höntroper sind in meinen Augen, und nicht nur in meinen, der klassische Angstgegner“, erklärt Seung-Man Hong. „Die stehen zwar unten in der Tabelle, blühen aber gegen die Mannschaften von weiter oben auf.“ So macht sich der Hedef-Coach auch schon Gedanken, zumal er vermutet, dass die Gastgeber ihr Hauptaugenmerk auf die Defensive legen werden. „Und“, sagt er, „wir tun uns momentan gegen Mannschaften schwer, die hinten drinstehen.“
Allerdings denkt Seung-Man Hong auch über sein eigenes Team nach: Tamer Aydin, den ohnehin seit dem 1:1 vom vergangenen Sonntag gegen den SV Arminia Marten eine Kieferprellung plagt, Yusuf Aydin und Top-Torschütze Max Claus waren auf Kurzurlaub. „Ich habe da so meine Philosophie: Wer nicht trainiert, spielt auch nicht“, sagt der Hedef-Coach – verbunden mit der Hoffnung, dass es dieses Trio zum Abschlusstraining am Freitagabend geschafft haben wird.
Zwar ist Marvin Klink wieder fit und hat auch schon zwei Partien für das zweite Hedef-Team absolviert, er stellt aber für den Landesliga-Kader keine Alternative dar. „Beruflich bedingt“, erklärt Seung-Man Hong, „hat er Probleme zu trainieren. Da müssen wir noch eine Lösung finden.“

Bezirksliga Westfalen, Gr. 6

Dieter Iske wollte eine Serie starten. „Das ist die kleine Serie“, sagt der Trainer des SC Obersprockhövel nach zuletzt zwei Siegen. „Die müssen wir jetzt schön pflegen. Wachsen soll sie.“ Und ihr nächstes Stück soll sie am Sonntag am Schlagbaum gegen den TuS Wengern erhalten (15 Uhr). „Manchmal reichen ein paar Kleinigkeiten: Wenn man die Sache etwas konzentrierter angeht, macht man weniger Fehler“, erklärt der SCO-Coach, für den die Partie gegen den Tabellensechsten (16 Punkte, 12:11 Tore) eine ganz besondere ist, weil es gegen seinen Heimatklub geht.
Und diese Wengeraner haben Dieter Iske bisher überrascht. „Sie haben vor der Saison sehr viele Leute verloren“, sagt er. Aber auf die TuS-Befindlichkeiten wird der Obersprockhöveler Trainer am Sonntag keine Rücksicht nehmen. Er will sein Team weiter nach oben führen, am liebsten ganz nach oben, und den Sechs-Punkte-Rückstand auf Spitzenreiter TSG Herdecke auf keinen Fall größer werden lassen. Momentan liegt der SCO mit 18 Zählern und 26:11 Toren auf Rang vier.
Zwar sind Dominique Schaub und Nils Rosenbach leicht angeschlagen, „aber alle sind heiß und wollen dabei sein“, berichtet Dieter Iske. Indes ist der A-Jugendliche Tom Hofmann noch nicht bei 100 Prozent und wird fehlen, während Tim Joppe nach der Rückkehr aus seinem Urlaub „wahrscheinlich in der Reserve spielen wird“, sagt Dieter Iske.


Als die Saison noch jung war, hatte Marius Kundrotas den Wunsch und die Hoffnung, dass sich bei seinem Personal alles einpendeln werde. „Aber anscheinend ist es Normalität, dass ich jede Woche umbauen muss“, sagt der Spielertrainer des TuS Hattingen, der regelmäßig auf die Liste seiner Urlauber, Verletzten und auch Gesperrten schauen muss. Immerhin: Am Sonntag gegen den Tabellen-15. TuS Ennepetal II (sechs Punkte, 13:23 Tore) wird der Spielertrainer ebenso wie Matthias Surowietz zurückkehren. Beide haben ihre Gelb-Rot-Sperre abgebrummt.
Obwohl die Reserve des Oberligisten auf dem vorletzten Rang liegt, will sich Marius Kundrotas davon nicht blenden lassen. „Wir dürfen niemanden unterschätzen“, betont der 34-Jährige. „Bei Berchum/Garenfeld dachten wir auch, es sei ja eine Mannschaft aus der unteren Region.“ Das Ergebnis ist bekannt – 1:4.
Beim Blick auf die Statistik hat aber auch der TuS-Coach erkannt, dass Ennepetals Zweite auswärts offensichtlich eine andere Mannschaft ist als zu Hause. „Das scheint so, aber man weiß es nicht“, sagt der Trainer des Tabellenelften (zwölf Punkte, 17:24 Tore). Die Bilanz der Gäste auf fremden Plätzen sind nach vier Partien überhaupt keine Punkte und 2:13 Tore.
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