Kreuzkirche: Entwurf für das neue Gemeindehaus gekürt

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Auf dieser Freifläche zwischen CVJM-Haus und Kreuzkirche soll das neue Gemeindehaus errichtet werden.
 
Ein Modell zeigt, wie das Gemeindehaus im Zusammenspiel mit der Kreuzkirche und dem Europaplatz aussehen würde.

Wie wird das neue Gemeindehaus an der Kreuzkirche aussehen? Nachdem eine Jury Ende Februar den Siegerentwurf des Realisierungswettbewerbs gekürt hat, werden nun alle acht eingereichten Entwürfe von Sonntag, 6. März, bis Sonntag, 20. März, in der Kirche zu sehen sein.

Bereits im Vorfeld der Ausstellung wurde der einstimmig vom Preisgericht, dem Architekten, Vertreter der Stadt und Gemeindeglieder angehörten, ausgewählte Entwurf des Sendener Büros Scholz Architekten der Presse vorgestellt. Die Planung sieht einen zweigeschossigen Bau vor, der an das CVJM-Haus andockt. Hier sollen unter anderem Foyer, Gemeindesaal, Küche, Sanitärräume, Pfarr- und Gemeindebüro, ein Jugendraum und eine Dachterrasse Platz finden.
Zugleich soll der ursprüngliche Kern des CVJM-Hauses saniert werden, wohingegen die später hinzugefügten Anbauten einschließlich Keller abgerissen werden sollen. Für diese Variante, Alt und Neu miteinander zu kombinieren, spreche sowohl der Kostenfaktor als auch die Tatsache, dass so der historische Wert des mehr als 100 Jahre alten CVJM-Hauses erhalten bleibe, sagt Roland Berner, Architekt im Baureferat der Landeskirche.

Umgestaltung des Europaplatzes

„Wir schaffen eine Fassung um das Alte“, erläutert Architektin Sonja Christophersen. Dies ist nicht nur im Sinne der Gemeinde, sondern auch der Denkmalpflege, die genau wie die Stadt Herne in die bisherige Planung des Neubaus mit eingebunden war. Denn bekanntlich soll auch der Europaplatz umgestaltet werden. Dies habe man erfahren, nachdem das Presbyterium der Evangelischen Kreuz-Kirchengemeinde Anfang des Jahres 2014 beschlossen habe, dass das CVJM-Haus kernsaniert und das neue Gemeindehaus angebaut werden solle, so Berner. Daraufhin habe man den Wettbewerb, der eigentlich noch für 2014 geplant war, zurückgestellt. In der Zwischenzeit habe es vom Städtebau und von der Denkmalpflege „klare Vorgaben, was geht und was nicht“, gegeben.
Diese städtebaulichen Vorgaben hätten die Aufgabe einerseits nicht einfach gemacht, andererseits seien sie jedoch ein guter Rahmen gewesen, um das Projekt weiter zu entwickeln, sagt Architekt Dirk Paulsen über die Arbeit an dem nun ausgewählten Entwurf.

Presbyterium entscheidet

Ob der Entwurf genau so umgesetzt wird, muss allerdings das Presbyterium entscheiden, das am 18. März wieder tagt. Bei der Gemeinde geht man zwar von einem positiven Votum aus, „aber der Entwurf ist noch nicht fix und fertig“, betont Berner. „Es gibt sicher Punkte, die noch besprochen werden müssen.“ Dies könnte beispielsweise die Mauer betreffen, die das künftige Außengelände des Baukomplexes umfassen soll. Sie solle einen geschützten Bereich schaffen, das Gelände aber nicht abschotten, erläutert Berner die Problematik.
Die Beteiligten hoffen darauf, dass im Herbst der Bauantrag gestellt werden kann, so dass einem Baubeginn im Frühjahr 2017 nichts im Wege steht. „Wir würden gern 2018 einziehen“, kündigt Baukirchmeister Klaus Sabranski an.
Um den Neubau zu finanzieren, wurde mittlerweile das Ludwig-Steil-Haus an der Schulstraße, das bisher als Gemeindehaus genutzt wurde, verkauft. „Das Ludwig-Steil-Haus war nie als Gemeindehaus konzipiert. Ursprünglich war es ein Wohnhaus“, erklärt Pastorin Melanie Jansen. Dies soll beim neuen Ensemble, dessen Herstellungskosten laut Sabranski bei etwa 2,5 Millionen Euro liegen, anders sein.


Ausstellung:

- Die Ausstellung der acht Entwürfe in der Kreuzkirche wird am 6. März um 11.15 Uhr eröffnet.

- Bis zum 20. März sind die Entwürfe jeweils nach den Gottesdiensten sowie während der „Offenen Tür“ (dienstags und donnerstags von 16 bis 18 Uhr sowie mittwochs und freitags von 10.30 bis 12.30 Uhr) zugänglich.
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