Freiberufliche Hebamme – Chancen und Risiken

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Anne-Katrin Hinz, freiberufliche Hebamme
Als Vorsitzende der Frauen Union Hünxe konnte ich auf der Jahreshauptversammlung der Frauen Union die freiberufliche Hebamme Anne-Katrin Hinz begrüßen.

Anne-Katrin Hinz berichtete den Anwesenden die Chancen und Risiken des Berufes der freiberuflichen Hebamme. Als 35-jährige Mutter von zwei Kindern genießt sie den Vorteil ihren Arbeitseinsatz selbst bestimmen zu können und nicht in einem festen System zu stecken. Angeschlossen hat sie sich der Hebammenpraxis Mandala in Dinslaken. So muss sie nicht 24 Stunden am Tag im Einsatz sein, sondern arbeitet im Team.

Die Arbeit bezieht sich auf die Betreuung der Schwangeren vor und nach der Geburt. Geburtsvorbereitungskurse und Rückbildungsgymnastik inklusive. Dabei sind die Hebammen wichtig als erste Ratgeber, was ist normal und was nicht, so dass ein Besuch beim Arzt evtl. erforderlich ist.

Viele Frauen haben Angst vor der Geburt. Aber Anne-Katrin Hinz beteuert „Geburt ist eigentlich nur schön“. Die Angst vor der Geburt kann eine freiberufliche Hebamme gut nehmen, denn es entwickelt sich in der Vorbereitungszeit eine intime und vertrauliche Verbindung zwischen Hebamme und werdende Mutter. „Es muss nicht sein, dass Frauen nach der Geburt traumatisiert sind!“.

Leider gibt es eine Unterversorgung von Hebammen durch die Problematik der Haftpflichtversicherung. Die Beitragshöhe der Haftpflichtversicherung für Geburtenhilfe ist in den letzten Jahren explosionsartig gestiegen. Lag der Jahresbeitrag im Jahr 2003 noch bei 453,85 EUR, so ist er bis Juli 2014 schon hochgestiegen auf 5.090,70 EUR. Die Haftpflichtversicherung ohne Geburtenhilfe ist im selben Zeitraum von 324,80 EUR auf lediglich 435,48 EUR gestiegen. Da diese Jahresbeiträge unabhängig von der Anzahl der Geburten fällig sind, können sich die meisten Hebammen dies nicht mehr leisten. Anne-Katrin Hinz ist deshalb auch freiberufliche Hebamme ohne direkte Geburtenhilfe. Durch ihre Arbeit in der Hebammenpraxis Mandala gibt es aber als Ausgleich Hebammen die vorwiegend in der Geburtenhilfe arbeiten, damit es sich rechnet. So unterstützen sich die Hebammen gegenseitig.

Deutschlandweit gibt es drei männliche Hebammen. Ihre korrekte Berufsbezeichnung lautet „staatlich geprüfte Entbindungshelfer“.
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