Zehn Jahre Miniphänomenta

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Die Kinder der Grundschule Wiesengrund experimentierten nicht nur am Tag des Jubiläums mit großem Eifer. Fotos: Günther

Ein ganz besonderes Jubiläum wurde jetzt in der Iserlohner Grundschule Wiesengrund gefeiert. Die äußerst beliebte Miniphänomenta feierte ihren 10. Geburtstag und das war Grund, zusammen mit den Kindern der Schule und den Verantwortlichen des Projekts, ein Fest steigen zu lassen.

Die Idee zu dem Projekt hatte seinerzeit Prof. Dr. Lutz Fiesser von der Universität Flensburg, der eigentlich Experimentiergebäude, wie die Lüdenscheider Phänomenta, flächendeckend in Deutschland und auch darüber hinaus in Europa, errichten wollte. „Das hatte allerdings den Nachteil, dass die Experimente nicht zu jeder Zeit jedem zur Verfügung gestanden und die Kinder immer hätten dorthin gebracht werden müssen“, meint Fiesser. Deshalb kam ihm die Idee, rund 50 Experimente zu schaffen, die sich die Schulen für eine gewisse Zeit ausleihen und von den Schülern und deren Eltern in dieser Zeit nachgebaut werden können.

Festakt in der Grundschule Wiesengrund in Iserlohn gefeiert

Passend zum Jubiläum macht ein Teil der Miniphänomenta gerade Station in der Grundschule Wiesengrund. Zwei Wochen lang haben die Kinder der ersten bis vierten Klasse die Möglichkeit, in den Sachunterrichtsstunden an den verschiedenen Standorten zu experimentieren.

Keine Vorgaben für Kinder

„Wir halten uns bewusst zurück und lassen die Kinder ihre Erfahrungen sammeln, was dort im Einzelnen passiert. Es gibt also keine Vorgaben, das ist ja genau so gewollt“, sagt Lehrerin Vera Menne, die als Projektleiterin an der Grundschule extra eine Fortbildung für die Miniphänomenta absolviert hat. An den 26 Stationen gibt es für die Kinder Experimente zu den Themen Wasser, Wärme, Schwerkraft, Geschwindigkeit, Luft und Schall, etc. Für Schulleiterin Anja Ihme hat sich das Projekt bereits jetzt schon bewährt. „Die Kinder sind verrückt danach und wollen in jeder freien Minute experimentieren. Auch von den Eltern, die stark in das Projekt involviert sind, gibt es ein sehr positives Feedback. Sie sind total begeistert von dem Interesse ihrer Kinder und lernen selbst noch beim gemeinsamen Experimentieren zu Hause von den Sprösslingen.“

Interesse für MINT-Fächer früh wecken

Genau dieses Interesse für die sogenannten MINT-Fächer bereits möglichst früh zu wecken, sei das Ziel der Miniphänomenta, meint Anette Tilsner, Bildungsreferentin und Projektleiterin im Märkischen Arbeitgeber Verband. „Es ist einfach schön mit anzusehen, wie sich die Kinder spielerisch für Technik begeistern können.“ Auch der Vorsitzende des MAV und Ehrenpräsident von „unternehmer nrw“, Horst-Werner Maier-Hunke, wies auf die Wichtigkeit des Projekts hin. „Davon wollen wir in einigen Jahren dann profitieren.“ Aus diesem Grund unterstützt der MAV seit vielen Jahren finanziell die Miniphänomenta. 30.000 Kinder kamen bislang im Verbandsgebiet schon in den Genuss, in ihren Schulen zu experimentieren.
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