Roosters-Fan-Beirat übt harsche Kritik

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Die derzeitige Situation rund um die Iserlohn Roosters und die aktuellen Pressemitteilungen des Vereins beschäftigten den Roosters-Fanbeirat auf seiner Sitzung am 28. April.

„Die Fanvertreter waren sich in der Diskussion im ersten Teil ihres Treffens weitgehend einig darüber, dass die von den Roosters veröffentlichten Analyseergebnisse mehr als dürftig und in dieser Form nicht akzeptabel waren. Diese Ergebnisse sind nicht dazu geeignet, die Eishockey-Fans mit auf den Weg in die neue Saison zu nehmen, abgesehen von der nicht nachvollziehbaren
Vertragsverlängerung mit Coach Doug Mason, dessen offensichtliche Defizite im
kommunikativen Bereich jeglichen Kredit bei den Roosters-Fans aufgebraucht
haben. Zudem sieht der Fanbeirat in der sportlichen Entwicklung einen deutlichen
Abwärtstrend, ein erkennbares Konzept ist vonnöten, um zukünftig besseren Zeiten entgegen zu sehen.

Kritik an der Öffentlichkeitsarbeit

Die gesamte strategische Ausrichtung und Öffentlichkeitsarbeit der Roosters ist aus Fansicht umfassend verbesserungsbedürftig und sollte im Rahmen der Findung eines „Iserlohner Weges“ unbedingt massiv verändert werden.
Ein zentraler Aspekt dieser Weiterentwicklung ist aus Sicht der Fans im Bereich der
Öffentlichkeitsarbeit zu sehen. Diese sollte konsequent anhand eines langfristig
bestehenden Mottos festgemacht werden, mit dem bestehenden Motto „Eine Region, ein Team, eine Leidenschaft“ besteht hier durchaus Potenzial. Dieses sollte aber mit Leben und Leidenschaft gefüllt und gelebt werden. Ebenso ist es aus unserer Sicht unerlässlich, den Veröffentlichungen der Roosters eine deutlich erkennbare Struktur zu verleihen.


Selbstkritisch, glaubwürdig und ehrlich sein

Die Berichte dürfen sich nicht inhaltlich widersprechen, es ist zudem wichtig, dass der Verein selbstkritisch, glaubwürdig und somit ehrlich bei den Fans ankommt. Unser Ratschlag an die Roosters kann in diesem Zusammenhang nur sein, die Einstellung eines Vollzeit-Medienprofis anzustreben, der direkt bei den Roosters arbeitet und somit hautnah über das Roosters-Geschehen berichten und auch bei der Sponsorenakquise mitwirken kann. Uns ist klar, dass dies einen gewissen finanziellen Aufwand bedeuten wird, wir denken aber, dass sich solch eine Investition langfristig lohnen wird.
Wir sehen auch das Auftreten der Roosters in Bezug auf ihr Vereinsziel als zu wenig ambitioniert an. Die Ankündigung, um Platz 10 mitkämpfen zu wollen, ist doch das absolute Minimalziel eines jeden Clubs in der DEL. Warum sollte nicht das Erreichen des Play-Off-Viertelfinales das Ziel allen Strebens sein? Mit einer solchen Zielsetzung über die ganze Saison immer wieder den Ehrgeiz und die Leidenschaft aller Beteiligten wecken, das sollte aus unserer Sicht nicht nur die Sportler sondern auch das gesamte Umfeld erfolgshungriger und engagierter auf den Saisonweg mitnehmen.

Den Iserlohner Weg gehen

Der zu definierende „I-serlohner Weg“, der die Roosters in eine positive Zukunft führen soll, kann aus unserer Sicht zudem nur über eine klar definierte Vereinsidentität führen. Charakteristische Alleinstellungsmerkmale des Clubs (traditionelle Eissporthalle, leidenschaftliche und positiv verrückte Fans, die
bodenständige und beharrliche Sauerländer Mentalität…) und das Bewusstsein der traditionellen Wurzeln des Eishockeysports (schon 1959 galt Deilinghofen als „Klein Kanada im Sauerland“) können einer kreativen Gestaltung nur dienlich sein.
Als Fanbeirat haben wir uns zudem selbst die Aufgabe gestellt, die Roosters zukünftig aktiver auf Probleme und Möglichkeiten hinzuweisen. Zudem wollen wir uns selbst aktiver in die Gestaltung von Fan-Aktionen einbringen. Die Interessen der zahlenden Fans sind uns sehr wichtig. Aber ebenso wichtig ist uns der Fortbestand des Eishockeys in Iserlohn, zu dem wir ebenfalls unseren Anteil leisten möchten.“
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