"Wo soll geblitzt werden? - Leser schickten uns ihre Wutpunkte!

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Viele Bürger im Kreis Unna ärgern sich über Raserei. (Foto: seedo/www.pixelio.de)
Kamen: Kamen |

Die Polizei unterstützt die Stadtspiegel-Aktion, denn im Rahmen des Blitzmarathons haben die Beamten im Kreis Unna wieder jede Menge Raser ertappt. NRW-Innenminister Ralf Jäger rief die Bürger dazu auf, so genannte „Wutpunkte“ an die Polizei zu melden. Diesen Aufruf haben wir an unsere Leser weitergegeben.


„Die Straße Reckhof von der Kämertorstraße ist bis zum Nordring als 30er-Zone ausgewiesen“, so ein Bürger aus Kamen. Trotzdem sei sie für viele Autos und Motorräder eine Rennstrecke. „Laut Aussage der Polizei war es bisher nicht möglich, hier eine Geschwindigkeitsmessung durchzuführen, weil die Straße eine Kurve aufweist. Mit den neuen Geräten müsste das jetzt doch möglich sein“, hofft er. „Da diese Nebenstraße stark frequentiert wird (zu bestimmten Zeiten über 100 Autos in einer Stunde) würde ein langsameres Fahren der Wagen eine Entlastung für Gehör und Nerven bringen.“

Ein Bergkamener bittet darum, dass auf der Nordfeldstraße in Bergkamen eine Laserkontrolle durch geführt wird. „Auf dieser Straße wird oft zu schnell gefahren (Richtgeschwindigkeit 30km/h) und die Kurven werden geschnitten.“ Ein weiterer Leser schreibt, dass in Unna-Königsborn in der Gadumerstraße, der Vaersthausener Straße und Adlerweg sehr viele Raser unterwegs sind. Eine Leserin wünscht sich, dass in der Stehfenstraße in Holzwickede auf der Höhe von zwei Supermärkten öfter die Geschwindigkeit gemessen würde. „Weder Pkw noch Lkw halten sich an 30. Viele alte Leute sind davon betroffen.“
Der „Wutpunkt“ einer Unneranerin befindet sich an der Hellweg-Kinderstätte Am Südfriedhof in Unna. Auf dem Landweg in Holzwickede sind 50 km/h erlaubt, wie ein Anwohner mitteilt. „Es wird immer gerast als wäre es eine Schnellstraße. Hier sind viele Kinder und ältere Menschen, die es fast nicht über die Straße schaffen, wenn Autos hier entlang rasen, und auch Katzen haben kaum die Möglichkeit auszuweichen.“

„Trotz wochenlanger Vorankündigungen und Bekanntgabe der Messstellen, war es an einigen Kontrollpunkten doch erstaunlich, wie viele Fahrzeuge sich hier nicht an die vorgeschriebene Geschwindigkeit gehalten haben“, so die Kreispolizei. Diese Stellen wird die Polizei auch in Zukunft verstärkt im Auge behalten.

Hauptkommissar Ralf Hammerl von der Polizeipressestelle des Kreises wird die genannten Stellen weiterleiten. Die „Wutpunkte“ waren der Polizei bisher noch nicht bekannt. Gegen Raserei tun die Beamten einiges. „Wir klären die Bürger in zahlreichen Aktionen präventiv über die Gefahren auf, vom Kindergarten- bis zum Erwachsenenalter“, erklärt der Hauptkommissar.
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2 Kommentare
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Gerhard Heldt aus Kamen | 16.10.2013 | 10:03  
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Karin Butt aus Duisburg | 16.10.2013 | 11:06  
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